Aufschieberei

10. Mai 2011 22:09; Akt: 11.05.2011 09:25 Print

Der Ausweg aus dem Teufelskreis

von Elisabeth Rizzi - Chronisches Aufschieben macht krank. Mit Beharrlichkeit und System können Betroffene den Teufelskreis jedoch durchbrechen.

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Prokrastination: Jeder Fünfte ist vom Phänomen der chronischen Aufschieberei betroffen. Foto: keystone Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Wer kennt es nicht: Da ist die Steuererklärung, der Reklamationsbrief, die vom Chef verlangte Tabelle. Alles soll dringend erledigt werden. Aber dann sortiert man doch die Büroklammern auf dem Tisch, putzt den Bildschirm oder geht einen Kaffee holen. Das Phänomen hat einen Namen: ­Prokrastination (chronische Aufschieberei). Jeder Fünfte ist laut Studien davon betroffen, und zwar nicht nur im Privatleben, sondern auch im Beruf. «Unangenehme Aufgaben, komplexe Arbeiten und Innovationen werden auch von Mitarbeitenden eines Betriebs gerne vor sich hergeschoben», beobachtet Professor Norbert Thom, Personalprofessor an der Uni Bern. Grund: Beim Aufschieben ist man froh,
etwas anderes tun zu «dürfen».

Erst folgen fantasievolle Ausreden, dann aber das schlechte Gewissen, Stress und sogar Gesundheitsstörungen. Wer aus dem Teufelskreis ausbrechen will, sollte als Erstes ein Zeitprotokoll erfassen. Stressexpertin Sigrid Engelbrecht rät, über mehrere Tage stundenweise detailliert alle Tätigkeiten zu erfassen. Bei der Auswertung des Protokolls wird notiert, wann man nicht das getan hat, was man sich vorgenommen hatte, und sucht nach den Gründen. Die nächsten drei Tage sollen sich Aufschieber während des Erfassens des Protokolls überlegen, was sie von der Arbeit abschweifen lässt und warum. In einem weiteren Schritt werden Monatsziele gesetzt: Was will ich unbedingt erreichen? Und schliesslich gilt es, die Prioritäten aktiv mit Wochen- und Tagesplänen zu bewirtschaften. Dabei geht es vor allem darum, Aufgaben in bewältigbare Etappen zu zerlegen. Rituale und kurze, 15-minütige Arbeitsphasen können helfen, Einstiegsblockaden zu überwinden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • ForGyra am 09.07.2011 21:42 Report Diesen Beitrag melden

    Prioritäten und Ziele

    sollte man setzen. Einen Ausweg in dem beständigen Teufelskreis. Denn jeder hat Mangel an Selbstdisziplin.

  • Max Power am 11.05.2011 12:04 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffnungsloser Fall

    Zu diesem Thema habe ich mir vor einem Jahr ein Buch gekauft: "Wie man Dinge geregelt kriegt, ohne einen Funken Selbstdisziplin" - habs aber bis heute nicht gelesen...

    • B. Kerner am 11.05.2011 12:27 Report Diesen Beitrag melden

      Mir gefällt...

      ihr Sinn für Humor. Ein schöner Kommentar.

    • Philip D. am 11.05.2011 12:32 Report Diesen Beitrag melden

      classic

      hahaha der Klassiker, kenn ich leider gut. Ich sollte momentan an der Arbeit sein... schreibe aber diesen unnutzen Kommentar.

    • ueli am 19.05.2011 01:48 Report Diesen Beitrag melden

      haha

      ich glaube bei dir mangelt es an selbstdisziplin...

    einklappen einklappen
  • Anonymous am 11.05.2011 10:53 Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich..

    .. wollte ich hier noch einen bissigen Kommentar schreiben. Aber ich glaub ich mach das erst morgen -- Oh! Ein Fussel!!!

  • Armin Martschani am 11.05.2011 10:50 Report Diesen Beitrag melden

    Schwierig.

    Allterdings ist es recht schwierig, seinen ganzen Tag zu planen.

  • Roger Kloos am 11.05.2011 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    MORGEN MORGEN NUR NICHT HEUTE

    Verschiebe nichts auf Morgen, was Du Übermorgen kannst besorgen