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Stress am Arbeitsplatz
02. Februar 2010 19:22; Akt: 02.02.2010 19:29 Print
Burnout: Vor dem Zusammenbruch handeln
von Elisabeth Rizzi - Ein Burnout führt oft zum totalen Ausfall. Wer frühzeitig die Anzeichen erkennt, kann den Kollaps verhindern.
Zu viel Arbeit allein führt nicht zum Burnout. Selbst wenn das Verhältnis von Anstrengung und Belohnung in einem Missverhältnis steht, kann der Zustand jahrelang problemlos andauern. Wird das Missverhältnis aber zu gross, kippt das System. Auch bei unbewältigtem Stress droht ein Burnout. Erste Anzeichen sind chronische Erschöpfung und Antriebslosigkeit. Dazu gesellen sich etwa Schlafstörungen, Verdauungsstörungen oder Bluthochdruck.
Mit Änderungen bei Ernährung und Bewegung kann ein Kollaps oft abgewendet werden. (Colourbox)
Anti-Burnout im Engadin
Das Hotel Kronenhof in Pontresina veranstaltet mit der Klinik Gut in St. Moritz Anti-Burnout-Seminare. Mit einem Team aus Ärzten und Stressexperten erarbeiten die Besucher Massnahmen zur Verhaltensänderung. Termine: 26.–28. März; 21.–28. März. www.kronenhof.com
Ein Burnout kommt schleichend, doch lässt sich die Ausprägung messen. Die Wissenschaft zieht dazu Dimensionen wie emotionale Erschöpfung oder Leistungszufriedenheit hinzu. Der Onlinetest auf der Homepage von Swiss Burnout bietet eine Standortbestimmung. «Wer vom Burnout betroffen ist, braucht sofort professionelle Hilfe», warnt Arbeitsmediziner Dieter Kissling. Erste Ansprechperson sei etwa der Hausarzt.
Mit gezielter Hilfe zum Stressabbau sowie Änderungen bei Ernährung und Bewegung kann der Kollaps oft abgewendet werden. Handeln die Betroffenen nicht, droht eine Negativspirale mit Leistungsabfall, Desillusionierung und Depression. Im Endstadium bedeutet Burnout stets totaler Berufsausfall. Der Eintritt in eine Klinik ist dann oft unausweichlich, die Reintegration langwierig und der Erfolg nicht garantiert.























