Ihre Story, Ihre Informationen, Ihr Hinweis?
feedback@20minuten.ch 
Ökoeffizientere Zukunft
22. Januar 2012 23:50; Akt: 23.01.2012 00:22 Print
An vorderster Front für die Energiewende
von Christian Mattli - Der Atomausstieg gelingt nur dann, wenn wir Energie sparen und effizient einsetzen. Aber jemand muss uns sagen, wie das geht.
«Eigentlich ist es eine Katastrophe», sagt Markus Portmann. Der 49-jährige Energieberater ist Vizepräsident des Schweizerischen Fachverbands für Sonnenenergie (swissolar) und auch Vizepräsident der AEE, des Dachverbands der erneuerbaren Wirtschaft.
Die Aufnahme Aufnahme mit einer Wärmebildkamera zeigt, wo ein Gebäude am meisten Wärme verliert (rote Flächen).
So senken Sie den Energieverbrauch
Energiesparen fängt im Kleinen an. Zehn Tipps, wie Sie im eigenen Haushalt den Verbrauch reduzieren können:
• Achten Sie bei Neuanschaffungen von Elektrogeräten auf die Energieeffizienzklasse.
• Schalten Sie nicht benutzte Elektrogeräte ganz aus. Im Zweifelsfall: Stecker ziehen!
• Ersetzen Sie Glühbirnen durch Energiesparlampen. Diese verbrauchen weniger Energie und halten erst noch länger.
• Kochen Sie mit Deckel auf dem Topf. Der Energieverbrauch sinkt um über die Hälfte.
•Drosseln Sie die Heizung. Ein Grad weniger senkt die Heizkosten um sechs Prozent.
• Lüften Sie in Stössen. Wer Fenster angekippt lässt, verschenkt Heizenergie.
• Trocknen Sie Ihre Wäsche so oft wie möglich im Freien oder im Trockenraum.
• Reduzieren Sie die Boilertemperatur auf 60 Grad und drehen Sie das Wasser beim Duschen ab, wenn Sie es nicht brauchen.
• Stellen Sie keine warmen Lebensmittel in den Kühlschrank.
• Füllen Sie die Spülmaschine optimal und benützen Sie ein Sparprogramm.
Die Katastrophe, die er meint: «Uns fehlt es an qualifizierten Fachleuten für die Energieeffizienz und die erneuerbaren Energien. Und das obwohl diese Berufe dank der geplanten Energiewende über hervorragende Perspektiven verfügen.» Darum arbeitet Markus Portmann mit seiner Firma e4plus in Kriens jetzt an Aus- und Weiterbildungsstrategien für Bund und Branchenverbände. Ziel: Die sich öffnende Lücke bei den Energie-Fachleuten soll geschlossen werden. «Unser duales Bildungssystem bietet hervorragende Voraussetzungen dafür», meint Markus Portmann. Baufachleute mit Berufs- oder Meisterprüfung können sich zum Beispiel als Energieberater Gebäude weiterbilden. Absolventinnen und Absolventen einer Lehre mit Berufsmatura finden an den Fachhochschulen ein breites Angebot an Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.
Zum Beispiel an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Am dortigen Institut für Ecopreneurship dreht sich alles um die effiziente Nutzung von Ressourcen. Die Forscherinnen und Forscher tüfteln an innovativen Verfahren, um die industrielle Produktion der Zukunft ökoeffizienter zu machen. «Unsere Stärken sind solide fachliche Kenntnisse sowie die Entwicklung von konkreten Lösungen für die praktische Umsetzung», sagt Professor Frank Pude, der die Aus- und Weiterbildung leitet. Aktuelles Beispiel: Im Rahmen eines internationalen Konsortiums beurteilt das Institut für Ecopreneurship die Umweltauswirkungen im Lebenszyklus sowie die Nachhaltigkeit einer in Entwicklung stehenden organischen Photovoltaikzelle. Die Nachfrage nach den Lehrgängen mit Vertiefung in Umwelttechnologien ist generell gross – egal ob Bachelor, Master oder Weiterbildung.
www.studium-schweiz.ch/de/info/energie-und-bau.html
www.aee.ch
www.fhnw.ch
www.energieeffizienz.ch
Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»
Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.
«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»
Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.
«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»
Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)
Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?
Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.



























