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22. Januar 2012 23:58; Akt: 23.01.2012 00:21 Print
Anstandsdame verhilft zu guten Manieren
von Gabriel Aeschbacher - Michèle Ségouin ist die Anstandsdame und auf dem Weg, sich in Sachen Umgangsformen selbstständig zu machen.

Wenn das Äussere stimmt, aber das Verhalten zu wünschen übrig lässt, tritt die Knigge-Trainerin auf den Plan. (Bild: Fotolia)
Die Website steht, die ersten Aufträge sind im Trockenen und die Nachfrage nach den kommenden Seminaren überraschend gut.
Benimmregeln für den privaten und beruflichen Alltag-Achten Sie von Kopf bis Fuss auf eine gepflegte Erscheinung
-Spielen Sie nicht dauernd mit dem Handy rum
-Lassen Sie Ihr Gegenüber ausreden und zeigen Sie Interesse am Gesprächspartner
-Zeigen Sie sich grundsätzlich hilfsbereit
Die Anstandsdame steht am 29. Januar und 4. März 2012 wieder im Einsatz, wenn sie in Luzern (Restaurant Reussbad) den Crashkurs Restaurant erteilt. Junge Aushilfen und engagierte Studenten erhalten Tipps von A wie Apéro bis Z wie Zapfenzieher. Im Seminar sind die Kursunterlagen sowie das Mittagessen inbegriffen.
Michèle Ségouin (30) ist auf dem Weg, sich in der Selbstständigkeit zu etablieren. Allerdings sei dies kein Honiglecken, wie sie betont, denn plötzlich müsse man eben wie eine Unternehmerin denken, Budgets erstellen, Konzepte überdenken, Termine organisieren, etwas fürs Marketing tun, sich selber weiterbilden – und ganz nebenbei auch noch 60 Prozent arbeiten. Denn klar ist für Ségouin, dass sie (vorerst) nicht voll auf die Karte als Kniggetrainerin setzen möchte. In ihrem angestammten Umfeld im Gastronomiebereich ist sie heute noch tätig. Und steht dort unter Beobachtung, denn schliesslich erwarten die Gäste im Littauer Peperoncini, dass die Anstandsdame auch als Gastgeberin eine gute Falle macht. Doch was sind die zentralen Anliegen von Michèle Ségouin? «Vereinfacht gesagt, ist gutes Benehmen im Trend – beruflich wie privat», führt sie aus und verweist auf ihr breit abgestecktes Tätigkeitsfeld, welches nicht nur Leute aus der Gastronomie, sondern auch Einzelpersonen oder Firmen ansprechen soll. Einen besonderen Fokus möchte Ségouin auf Lernende richten, die zwar oft guten Willen, aber nicht immer perfekte Umgangsformen mitbringen würden. «Das beginnt schon beim Vorstellungsgespräch, wo man eine einmalige Chance hat, sich im besten Licht zu präsentieren». Nur müsse man diese Chancen eben auch packen. Dass die Anstandsdame mit ihrem Konzept nachhaltig Fuss fassen kann, beweisen die Rückmeldungen aus den ersten Kursen. «Manchmal sind es die einfachen Dinge, die man falsch macht», sagt Student Daniel*, der an Wochenenden als Service-Aushilfe arbeitet. «Da kam die Anstandsdame wie gerufen und hat mir praxisnah beigebracht, wie ich zum Beispiel einen Tisch eindecke, die Speisen korrekt serviere oder auch mit schwierigen Gästen richtig umgehe».
*Name der Redaktion bekannt
www.seminare.ch/umgangsformen-info.html
www.dieanstandsdame.ch
www.peperoncini-luzern.ch


























