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Xing-Studie
06. Dezember 2011 22:56; Akt: 06.12.2011 20:33 Print
Früh übt sich, wer dereinst ein Chef werden will
von Elisabeth Rizzi - Wer mit dreissig Jahren noch keine Führungsverantwortung hat, kriegt sie vielleicht nie. Die Chancen, später einmal Chef zu werden, sinken von Jahr zu Jahr rasant.
Bis 30 Jahre ist die Chance, im Beruf eine Führungsposition zu übernehmen, am grössten. Eine Studie des Karriere-Portals Xing zeigt, dass branchenübergreifend 44 Prozent der Führungskräfte spätestens mit 30 Jahren ihr eigenes Team haben. Zwischen 30 und 40 nimmt die Wahrscheinlichkeit, Chef zu werden, jährlich um 10 Prozent ab. Ab 50 ist es unwahrscheinlich, noch befördert zu werden.
Je älter man ist, umso schwieriger wird es aufzusteigen – bis 30 ist die Chance am grössten. (colourbox.com)
So klappt es mit dem Aufstieg
- Steigen Sie früh ins Berufsleben ein.
- Machen Sie sich klar, worin Sie wirklich gut sind.
- Verkauf, Finanzen und Marketing sind gute Karriere-Sprungbretter.
- Versuchen Sie, sich in Ihren Chef einzufühlen.
- Beginnen Sie stufenartig. Hangeln Sie sich von einfachen zu schweren Aufgaben hoch, und greifen Sie nicht gleich nach den Sternen.
Sind also Weltreise und Selbstfindungsjahre im Studium out? «Ich fürchte, das ist eine bittere Wahrheit», sagt Assessment-Spezialist Leopold Hüffer. Erfahrung könne man nicht aus dem Ärmel schütteln, deshalb sei ein früher Einstieg ins Berufsleben ohne Herumtrödeln ideal. Wer rasch aufsteigen will, soll nach seinen Beobachtungen in die Verkäufer – Finanz- und Marketingbranche. «Wenn jemand vorweisen kann, dass er die Wertschöpfung der Firma verbessert, bekommt er oft mehr Verantwortung», so Hüffer.
Doch was, wenn es schon fast zu spät ist? Mit 30 oder 40 in Panik ein Zweitstudium zu absolvieren, bringt laut dem Experten wenig: «Man sollte damit erst beginnen, wenn sicher ein wirtschaftlicher Nutzen daraus resultiert.» Allerdings findet Hüffer auch: «Die Xing-Studie reduziert Karriere auf Personalverantwortung und hierarchischen Aufstieg.» Die horizontale Karriere, bei der man an konkreten Aufgaben wachse, sei für die meisten Leute aber viel wichtiger.


























