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Gute Ausbildner gefragt
22. Januar 2012 23:12; Akt: 23.01.2012 00:18 Print
Lernende wünschen sich Geduld
von Gabriel Aeschbacher - Lehrlingsausbildner und Lernende – eine explosive Mischung. Wer heute mit Jungen arbeitet, braucht Kompetenz und eine Menge Geduld.
Er habe, sagt Carlo (22), bereits einen Lehrmeisterkurs absolviert, weil er künftigen Lernenden etwas beibringen wolle. Als Koch hat er vor allem eine strenge Hand erlebt, wobei er dies gebraucht habe, ansonsten er bei der Abschlussprüfung durchgefallen wäre. Die harte Hand alleine aber mache es nicht aus, wirft Melanie (18) ein. Sie ist in Ausbildung als Fachangestellte Gesundheit und erwartet von ihren Vorgesetzten Geduld und Fairness. Die Perspektive der Ausbildner tönt nicht grundsätzlich anders.
Drogist Werner, der seit mehr als dreissig Jahren Lernende beschäftigt, setzt auf absolute Ehrlichkeit, denn diese sei die Voraussetzung, dass man miteinander arbeiten könne. Besonders in einem KMU-Betrieb, denn da hätten die Lernenden nicht nur einen Schlüssel für den Betrieb, sondern zum Beispiel auch Zugang zum Kassensystem. Irene Engeler vom Kantonsspital St. Gallen fordert nicht nur, sondern setzt die Messlatte auch für die Lehrlingsausbildner hoch an. «Man benötigt Begeisterung für den Beruf, erfüllt eine Vorbildsfunktion als Fachperson und bringt Toleranz mit, wenn es um die Lebenswelt von jungen Menschen geht». Bezüglich Aus- und Weiterbildung wird erwartet, dass man das SVEB-Zertifikat vorweisen kann. Seit 1995 ist dies eine gesamtschweizerisch anerkannte Qualifikation in der Erwachsenenbildung. Diesen Abschluss fasst auch Carlo ins Auge, wird sich vorerst aber einen Monat Ferien an der wärmenden Sonne Thailands gönnen, um dann mit neuen Ideen im Gepäck seine Zukunft anzupacken.
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