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Lohngespräch
08. November 2011 22:54; Akt: 08.11.2011 20:10 Print
So kriegen Sie trotz Krise mehr Geld
von Elisabeth Rizzi - Der Herbst ist die Zeit der Lohngespräche. Wer nur fordert und nicht selbst ein Angebot macht, hat in den Verhandlungen aber schlechte Chancen.
Jetzt ist die Zeit, um für 2012 mehr Lohn zu fordern. Doch einfach beim Chef hineinplatzen und mehr Geld verlangen, ist der falsche Weg.
Herbst: Jetzt ist die Zeit, um mehr Lohn zu fordern. (Foto: colourbox.com)
Das müssen Sie beachten
-Gehen Sie nicht ohne ein Angebot ins Gespräch.
-Wer mehr will, muss auch mehr leisten: Überlegen Sie im Voraus, wie eine Mehrleistung aussehen könnte.
-Stellen Sie nebst Lohn auch andere Forderungen.
-Prozentangaben können sich für die Lohnforderung besser machen als absolute Beträge.
-Stellen Sie nur realistische und nachvollziehbare Forderungen.
-Überlegen Sie im Voraus, wie Sie auf ein Nein reagieren.
«Wer etwas haben möchte, muss auch bereit sein, etwas zu geben», sagt Matthias Schranner, Verhandlungsprofi und Inhaber des Negotiation Institute. Die Eröffnung eines Lohngesprächs
sollte deshalb ein Angebot beinhalten. Dabei sollte man sich nicht auf die Leistungen der Vergangenheit berufen, sondern auf das, was man künftig mehr zu leisten bereit ist. Zudem sollten sich Unzufriedene nicht bloss auf den Lohn versteifen: «Stellen Sie zusätzlich zum Lohn noch andere Forderungen. Wer mehr als einen höheren Lohn fordert, wird kein generelles Nein bekommen.» Beispielsweise kann man nebst mehr Lohn auch ein GA, Weiterbildungsfinanzierungen oder Home-Office-Tage fordern.
Marc Schreiber, Laufbahn-Experte an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), warnt jedoch: «Eine Lohnverhandlung ist kein Basar. Legen Sie vor dem Gespräch fest, was Sie erreichen wollen.» Die Forderung müsse zudem realistisch, transparent und für den Arbeitgeber nachvollziehbar sein; also kein GA, obwohl Sie zu Fuss zur Arbeit kommen können oder keine Essenspauschale für ein Luxusrestaurant. Den Chef milde zu stimmen, bringe gar nichts. «Verhandlungen sind kein Schmusekurs. Sie sollten bloss höflich und respektvoll sein», so Schranner. Helfen könne, wenn Forderungen harmlos klingen. So töne die Forderung nach 2 % mehr Lohn besser als jene nach 1200 Franken mehr im Jahr. Und dennoch: «In jedem Fall ist es sinnvoll und wichtig, sich bereits vorher zu überlegen, wie man mit einem möglichen Nein umgeht», rät Schreiber.
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Alle 6 Kommentare





























Kann aber auch zu Jobverlust führen
In vielen KMU Betrieben läuft es schlecht, da ist oft eher die Frage, ob die Stelle gestrichen wird oder nicht. Deshalb sollte man bedenken, ob es unbedingt sinnvoll ist, jetzt noch mehr zu fordern. Die Schweiz wird immer teurer in der Produktion und es kann nicht jeder im Dienstleistungssektor arbeiten.
GA gestrichen
Bei uns gibt es kein GA mehr. Grund: Ständige Preiserhöhung
Berater
Wäre interessant zu wissen wie die mitarbeiter dieser beratungsfirma lohnverhandlungen führen. Schliesslich kennt der chef alle tricks.