Kopf hoch

31. Januar 2012 23:00; Akt: 31.01.2012 20:30 Print

So verdaut man Misserfolge im JobSo verdaut man Misserfolge im Job

von Elisabeth Rizzi - Erfolg ist schön, aber Scheitern gehört zum Leben. Ein paar Tricks helfen beim Überwinden der beruflichen Niederlage.

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Zuppiger, Hildebrand und Guttenberg ist eines gemeinsam: Sie sind vorerst gescheitert.

Als weniger spektakulär, aber deshalb nicht weniger schlimm erleben gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten viele Erwerbstätige ihre eigene Entlassung. «Für einige ist es die Erlösung von einer schwierigen Situation. Für andere steht aber das Gefühl des Versagens im Zentrum», sagt Monika Clausen. Sie ist Personal Coach und Veranstalterin von Kursen über das Scheitern.

Nicht selten überwiegen längerfristig negative Gefühle wie Enttäuschung, Trauer, Angst oder Scham. Diese erschweren aber die Verarbeitung des Erlebten. Deshalb lohnt es sich laut Clausen, sich aktiv mit dem Ereignis auseinanderzusetzen. «Besonders wichtig ist die Erkenntnis, dass wir nie überall und gleichzeitig scheitern», so Clausen. Es gelte vor allem auch, das Gute im Schlechten zu sehen. «Etwa: Da gab es spannende Arbeitsinhalte, tolle Kollegen oder Möglichkeiten, die sich woanders nie geboten hätten», so Clausen.

Dieses Gute relativiere erst die Gesamtsituation, ermögliche eine Reduktion auf besser verdaubare Einheiten und erlaube es, schwierige Aspekte wohlwollender zu betrachten. Konkret: «Also nicht verinnerlichen: ‹Hier habe ich total versagt›, sondern: ‹Ich hatte mir wohl zu hohe Ziele gesetzt›», so die Personalberaterin. Doch um aus einem Misserfolg einen Nutzen zu ziehen, sollten Gescheiterte versuchen, diesen als Chance zu sehen und in die Zukunft blicken. Habe man ein klares Bild und sei von seiner eigenen Einschätzung überzeugt, könne man bei einer Bewerbung trotz vorausgegangener Kündigung überzeugen.