Erich von Däniken

08. April 2010 20:10; Akt: 09.04.2010 07:56 Print

«Vieles, was ich prophezeit habe, ist eingetreten»«Vieles, was ich prophezeit habe, ist eingetreten»

von Fee Riebeling - Erich von Däniken ist zwar gelernter Gastronom, berühmt wurde er aber durch seine Sachbücher über Besuche von Ausserirdischen. Kommende Woche wird er 75 Jahre alt – Zeit, in die Zukunft und Vergangenheit zu blicken.

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Erich von Däniken. (Bild: Keystone)

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Herr von Däniken, ein Wissenschaftler sind Sie nicht. Was dann?
Erich von Däniken: Ich bin ein sympathischer Rebell. Ein sturer Typ und immer auf der Suche nach der möglichen Wahrheit, denn eine absolute gibt es nicht.

Ist es von Vorteil, dass Sie keine klassische Ausbildung haben?
Es ist sogar hervorragend. Ich unterliege keinen Zwängen. Ich kann sagen, was ich will – solange ich es begründen kann. Jedermann kann und soll mich kontrollieren. Das ist mir wichtig.

Ihnen fehlen aber stets handfeste Beweise.
Es gibt die exakte und die Sammelwissenschaft: In der Mathematik oder der Physik stimmen die Resultate immer und sind immer wiederholbar. In einer Sammelwissenschaft wie der meinen, legt man die wissenschaftlichen Fakten nach dem jeweiligen Stand der Wissenschaft aus. Es ist ein Lernprozess – und eine Frage des Zeitgeistes.

Sie belegen nicht, sie glauben.
Um Gottes Willen! Mit Glauben hat das nichts zu tun. Ich sage immer: Glauben Sie mir kein Wort. Bei mir stimmen alle Daten.

Welche Ihrer Aussagen würden Sie heute revidieren?
Wenig. Vieles, was ich prophezeit habe, ist eingetreten: die Möglichkeit der gezielten künstlichen Mutation, zum Beispiel, oder das Internet. Natürlich bin ich auch mal falsch gelegen. Über eine Jahrtausende alte Säule in Indien habe ich einst vermutet, dass die Aus­serirdischen sie dorthin gestellt haben. Inzwischen rostet das Miststück. Ich bin eben nicht unfehlbar.

Sie werden nächste Woche 75 Jahre alt. Was dürfen wir noch von Ihnen erwarten?
Mich treibt die Neugier. Ich werde arbeiten bis ich in die Grube steige.