Neuer IWC-Präsident

03. Juli 2012 23:08; Akt: 04.07.2012 13:22 Print

«Der Schutz der Wale geht uns alle etwas an»

von Sandra Ruckstuhl - Der Schweizer Bruno Mainini präsidiert seit Sonntag die Internationale Walfangkommission IWC.

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Was macht ein Schweizer an der Spitze der IWC – wir haben ja nicht einmal ein Meer?
Der Schutz der Wale geht uns alle etwas an! Wir sind als Konsumenten in die globale Ernährungskette eingeschlossen – der Fisch, den wir essen, wird oft unter Missachtung von Schutzmassnahmen für Meeressäuger gefangen. Und der Beitrag des Wissens- und Forschungsplatzes Schweiz ist in der IWC hochwillkommen.

Greenpeace wirft der IWC vor, den Walfang zu verwalten, statt die Wale zu schützen. Zu Recht?
Die IWC ist ein Organ von 89 Regierungen. Darunter sind auch solche, die nach wie vor Wale als Nahrungsbasis nutzen wollen und die IWC in ihrer klassischen Rolle als «Jagdaufsichtsbehörde» sehen. Die IWZ nimmt sich aber sehr wohl des Walschutzes an und ­bekämpft negative Einflüsse von Seeschifffahrt, Fischerei, Lärm und Schadstoffen.

Japan blockierte erfolgreich die Errichtung des Walschutzgebietes im Süd­atlantik. Eine Niederlage für den Walschutz?
Solange ein generelles Moratorium für den kommerziellen Walfang besteht, wird ­Japan nicht in die Schaffung neuer Walschutzgebiete einwilligen. Der Ausgang der ­Abstimmung war somit absehbar.

Seit dem Walfang-Moratorium 1986 ist die Zahl der getöteten Wale gestiegen. Japan tötet jährlich 1000 bis 1500 Wale – ist die IWC machtlos?
Die IWC hat keine Zuständigkeit, den wissenschaftlichen Walfang zu regeln. Die Mechanismen der IWC zur Regelung des Walfangs funktionieren aber im Übrigen sehr gut – zum Beispiel die Quoten für den Walfang der indigenen Völker.

Sie würden den japanischen Walfang tatsächlich als «wissenschaftlich» bezeichnen?
Japan macht – neben dem umstrittenen wissenschaftlichen Walfang, dessen Nutzen angezweifelt werden muss – auch seriöse wissenschaftliche Walforschung. Ich gehe davon aus, dass unsere Forschungsstandards tödliche Walforschung nicht zulassen würden.

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