Gefährliche Kosmetika

05. April 2017 13:32; Akt: 05.04.2017 15:49 Print

Krebserregende Eyeliner und Mascaras entdeckt

Chemiker haben schädliche Inhaltsstoffe bei verschiedenen Augenkosmetik-Produkten gefunden. Deren Verkauf ist nun in der Schweiz untersagt.

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Insgesamt hatten die Kantonslabors 184 Proben entnommen: Model beim Auftragen von Wimperntusche. (Symbolbild) (Bild: Keystone)

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In der Schweiz ist der Verkauf von 9 Mascara-Produkten und 2 flüssigen Eyelinern verboten worden. Bei Kontrollen haben die Labors von verschiedenen Kantonschemikern krebserregende Nitrosamine entdeckt, die über den Grenzwerten lagen.

Aus Sicht des Konsumentenschutzes sei die Anwesenheit von krebserzeugenden Substanzen in Augenkosmetika inakzeptabel, teilte Verband der Kantonschemiker am Mittwoch mit. Die Kantonschemiker hatten in der ganzen Schweiz flächendeckend Augenkosmetika untersucht, wie der Kantonschemiker Basel-Stadt, Philipp Hübner, auf Anfrage sagte.

«Fast alle Produkte auf dem Markt wurden kontrolliert, und die mangelhaften Produkte wurden aus den Regalen genommen », sagte Hübner der Nachrichtenagentur sda. «Der Markt ist somit bereinigt.» Um welche Produkte es sich konkret handelt, dürfe er jedoch von Gesetzes wegen nicht sagen.

Auch Top-Marken betroffen

Insgesamt hatten die Kantonslabors gemäss Mitteilung 184 Proben genommen. Die Chemiker untersuchten Augenkosmetika direkt bei den Importeuren, in Warenhäusern, Parfümerien, Apotheken, Billigst- und Ethno-Shops sowie in Kosmetik- und Haarsalons. Untersucht wurden auch Lidschatten und Kajal.

In 15 Proben waren die Grenzwerte für die krebserregenden Nitrosamine überschritten. Dies sind 8 Prozent aller untersuchten Proben. Fündig wurden die Kontrolleure bei Produkten «sowohl von kleinen als auch von grossen, namhaften Herstellern», wie der Basler Kantonschemiker Hübner sagte.

Fündig wurden die Kontrolleure nur bei den Mascara (insgesamt 12 Beanstandungen) und den flüssigen Eyelinern, wie dem Bericht der Kantonschemiker zu entnehmen ist.

Schönheit ohne Risiko

Bei jenen 4 Produkten, bei denen die Kantonschemiker davon absahen, ein Verkaufsverbot auszusprechen, war der Grenzwert für Nitrosamine nur leicht überschritten. Die Hersteller wurden aber aufgefordert, «Massnahmen zu treffen um den Gehalt von Nitrosaminen zu reduzieren».

Die Untersuchungen hätten gezeigt, dass es «durchaus möglich ist Nitrosamin-freie Produkte zu produzieren». Die Hersteller müssten nun abklären, ob kontaminierte Rohstoffe verwendet oder Nitrosamine bei der Herstellung und Lagerung erzeugt wurden«, schreibt der Verband. Er kündigte weitere Kontrollen bei Mascara und flüssigen Eyelinern an, da die Beanstandungsrate bei diesen beiden Produkten »sehr hoch" gewesen sei.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • asdfwww am 05.04.2017 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Liste?

    Und wo ist die Liste der betroffenen Produkte?

    einklappen einklappen
  • Coles am 05.04.2017 13:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mehr Info bitte

    Und welche sind es? Wie wäre es mit einer Auflistung?

  • Mia am 05.04.2017 13:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke für die Info

    Jetzt wäre noch gut zu wissen welche das sind???

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Cateye am 11.04.2017 11:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lücke im Sortiment

    Sie werden es merken, wenn Ihr bevorzugtes Produkt nicht mehr verfügbar ist.

  • bringtsnöd am 09.04.2017 23:14 Report Diesen Beitrag melden

    Wozu der Artikel

    wenn er gemäss Artikel nicht sagen darf, um welche Produkte es sich handelt?

  • Dani am 08.04.2017 17:26 Report Diesen Beitrag melden

    Diesel auch

    Und die Dieselfahrzeuge!!!!Da haben Chemiker schon eine unmenge giftige Substanzen gefunden...wir vergiften uns ganz, ganz langsam.....unbemerkt und toleriert. Auch diejenigen die auf dieses Produkt verzichten.

  • Schweizer am 07.04.2017 18:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was erzeugt heute kein Krebs...?

    Ob Kosmetik, Gemüse & Früchte, Fleisch, Arbeit, wenig Schlaf, Zigaretten, Alkohol, Medikamente oder hohe Steuern... Die Liste könnte Endlos werden. Dabei gilt eigentlich nur eines: Hauptsache Hanf ist verboten und 95% weniger schädliche E-Dampfgeräte bzw. deren Liquids bleiben auch verboten. Es ist doch immer das selbe wenn es um Geld (Steuern) gegen Gesundheit geht.

  • Anonymousine am 06.04.2017 16:05 Report Diesen Beitrag melden

    AUGEN AUF!

    Hey, geht mal auf die Codecheck-Seite (gibt's auch als APP), sucht da nach diversen Kosmetikprodukten (Foundation, Mascara, Lidschatten, Lippenstifte, etc.) und schaut euch die gefährlichen Inhaltsstoffe all dieser Ware an! Zeugs, welches hormonell wirksam und krebserregend ist, Mikroplastik und Palmöl enthält. Leider schnallen das viele (vorallem junge) Leute nicht und schmieren sich das Zeug tagtäglich ins Gesicht! Youtuber, Bloggern und Kylie Jenner sei Dank!