Golf von Mexiko

25. August 2010 11:44; Akt: 25.08.2010 12:58 Print

Ölfressende Bakterien zeigen grossen AppetitÖlfressende Bakterien zeigen grossen Appetit

Wasserproben aus verschiedenen Schichten der Ölwolke im Golf von Mexiko haben ergeben, dass zahlreiche Bakterien-Arten das Öl schneller abbauen als erwartet.

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Die eingekreise Bakterie frisst das Öl schneller als geglaubt. (Bild: Science/AAAS)

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Monatelang sprudelte Öl aus dem lecken Bohrloch in den Golf von Mexiko. Offizielle Schätzungen gehen von 780 Millionen Litern aus. Die Wissenschaftler stehen vor der Frage, wie der Ölteppich am schnellsten zu entfernen ist.

Nun gibt es Hoffnung, dass die Natur bei den Reinigungsarbeiten die Hauptrolle übernehmen könnte.

Ölfressende Bakterien

Wie die «Zeit» berichtet, hat ein Forscherteam von der Universität Berkeley in Kalifornien im Magazin Science eine Studie veröffentlicht, laut der Mikroorganismen die Ölpartikel rascher abbauen als vermutet.

Die Wisschenschaftler vermuten, dass sich die auf den Ölabbau spezialisierten Bakterien nach dem Bohrinselunglück deshalb so schnell vermehrt haben, weil sie nach ihrer Anpassung an natürliche Öllecks in der Region ständig vorhanden sind.

Studie widerspricht Studie

Diese neuen Ergebnisse widersprechen einer vor ein paar Tagen erschienenen Studie, die das Woods-Hole-Meeresforschungsinstitut im gleichen Magazin veröffentlich hat. Die Woods-Hole-Forscher entdeckten keine Anzeichen dafür, dass Mikroorganismen in etwa einem Kilometer Tiefe die Ölwolke nennenswert abbauen.

(lue)