Deepwater Horizon

13. April 2016 15:35; Akt: 13.04.2016 17:52 Print

Babydelfine starben wegen BP-Ölleck

Die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko hat schwangere Delfine krank gemacht. Das haben Forscher nun bestätigt.

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Die im Katastrophengebiet angeschwemmten Föten waren kleiner als jene in anderen Gebieten: Ein einen Tag altes Baby mit seiner Mutter in einem Wasserpark in Jakarta. (Bild: AFP/Bay Ismoyo / Archivbild)

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Die «Deepwater Horizon«-Katastrophe vor sechs Jahren hat offenbar den Delfin-Beständen im Golf von Mexiko schweren Schaden zugefügt. Dies wurde jetzt durch eine neue wissenschaftliche Untersuchung bestätigt.

In den Jahren nach der Explosion der Ölplattform war eine ungewöhnlich hohe Zahl von gestrandeten toten Baby-Delfinen an der Südküste der USA gefunden worden. Die Wissenschaftler gelangen jetzt zu dem Schluss, dass dies auf Gesundheitsschäden zurückzuführen ist, die die Ölpest bei den Muttertieren verursachte.

Für die in der Fachzeitschrift «Diseases of Aquatic Origin» veröffentlichte Studie hatten die Forscher die Kadaver von 69 kleinen Tümmlern untersucht, die in der Katastrophenzone angespült worden waren. Sie wurden mit den Kadavern von 26 anderen aus Gebieten verglichen, die von der Ölpest nicht betroffen waren. Die festgestellten Unterschiede seien «signifikant» gewesen.

Föten hatten schwere Lungenschäden

Die im Katastrophengebiet angeschwemmten Föten oder Neugeborenen seien deutlich kleiner gewesen als jene in anderen Gebieten, hiess es in der Studie. 88 Prozent von ihnen hätten Lungenschäden gehabt, bei den anderen Babydelfinen seien es nur 15 Prozent gewesen.

Die Lungen der Babydelfine hätten sich nie richtig entwickeln können, weshalb sie noch im Leib der Mutter oder kurz nach der Geburt gestorben seien, berichteten die Forscher. Dies bestätige, dass schwangere Delfine als Folge der Umweltkatastrophe gravierende Gesundheitsprobleme bekommen hätten, darunter auch Infektionskrankheiten an der Gebärmutter wie Brucellose.

Die «Deepwater Horizon» war am 20. April 2010 explodiert. Elf Arbeiter kamen ums Leben, hunderte Millionen Liter Erdöl strömten ins Meer. 87 Tage dauerte es, bis der BP-Konzern das Leck schliessen konnte. Die Küsten der US-Bundesstaaten Louisiana, Texas, Mississippi, Alabama und Florida wurden schwer verschmutzt.

(ij/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • protect the animals am 13.04.2016 15:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ..traurig..

    ..was der mensch den tieren und der natur antut ist nicht mehr gut zu machen.. erst wenn das letzte tier gestorben und der letzte baum gefällt ist wird er vielleicht kapieren was er angerichtet hat..schade um diese wundervollen tiere..und ich hoffe es werden die zuständigen dafür bestraft werden..

  • Lisa am 13.04.2016 20:23 Report Diesen Beitrag melden

    Oh nein

    Die Delfine dürfen nicht alle sterben.

  • Joe Amberg am 13.04.2016 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Im Golf von Mexiko...

    ...tritt jedes Jahr natürlicherweise ein Mehrfaches an Öl aus dem Meeresboden aus, als beim Bohrlochunfall in Summe ausgetreten ist. Das ist schlicht eine Tatsache. Wenn es also diesen Vergiftungseffekt gibt, ist das ein Dauerphänomen seit tausenden von Jahren.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Lisa am 13.04.2016 20:23 Report Diesen Beitrag melden

    Oh nein

    Die Delfine dürfen nicht alle sterben.

  • Joe Amberg am 13.04.2016 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Im Golf von Mexiko...

    ...tritt jedes Jahr natürlicherweise ein Mehrfaches an Öl aus dem Meeresboden aus, als beim Bohrlochunfall in Summe ausgetreten ist. Das ist schlicht eine Tatsache. Wenn es also diesen Vergiftungseffekt gibt, ist das ein Dauerphänomen seit tausenden von Jahren.

    • Erik Hëss am 13.04.2016 19:13 Report Diesen Beitrag melden

      Konzentration und Verteilung

      Absolute Mengen sind in dem Kontext genau so eine Milchmädchenrechnung wie zu behaupten, die ausgetretene Menge wäre ja nicht viel aus den ganzen Golf umgerechnet. Denn das geht am Problem vorbei: Dass eine grosse Menge in kurzer Zeit konzentriert im Oberflächenbereich austrat. Eine grosse Menge Öl war also in hoher Dichte in einem Bereich, wo dieses sonst nicht anzutreffen ist und wo sich Organismen bewegen, die dadurch geschädigt werden. Oder simpel gesagt: Delfine treiben sich halt nicht am Meeresboden um natürliche Ölquellen herum, darum sind diese auch völlig irrelevant..

    • reto am 16.04.2016 22:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Joe Amberg

      falsch. da tritt öl aus mehreten quellen aus. es verteilt sich viel besser weil wesentlich weniger auf einem punkt austritt. bei dwh wars midestens das zehnfache der grössten natürlichen quelle

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  • protect the animals am 13.04.2016 15:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ..traurig..

    ..was der mensch den tieren und der natur antut ist nicht mehr gut zu machen.. erst wenn das letzte tier gestorben und der letzte baum gefällt ist wird er vielleicht kapieren was er angerichtet hat..schade um diese wundervollen tiere..und ich hoffe es werden die zuständigen dafür bestraft werden..

  • Fischer am 13.04.2016 15:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hat genug

    es gibt andere Fischarten Fischarten viel bedrohter sind. Aber schade um das fleisch

    • Beerenpflücker am 13.04.2016 16:34 Report Diesen Beitrag melden

      0 Likes

      Wie ich es mir dachte. Keine Japaner anwesend heute.

    • Delfin am 13.04.2016 16:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fischer

      Delfine sind nicht da zu Essen. Die aus sage ist nur Herz los so etwas zuschreiben.

    • Delfiner am 13.04.2016 16:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fischer

      Delfine sind keine Fische... Und du nennst dich Fischer...

    • Privatkoch am 13.04.2016 17:36 Report Diesen Beitrag melden

      Hallo Delfiner

      Vertreibst du deine Beute übers dark web? Wie kann ich dich finden? Ich suche schon sehr lange und import ist momentan nicht gerade einfach.

    • fischer am 14.04.2016 10:24 Report Diesen Beitrag melden

      sind fische

      1. klar sind delphine fische. nur weil sie säugetiere sind bleiben sie ein fisch. 2. in japan bekommt man delphin in einigen gegenden. Ich mag es , es kommt etwas an die grossen thunfische von fleisch. getrocknet hatte ich es auch schon, das mochte ich aber anicht so.

    • reto am 16.04.2016 23:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @fischer

      nein. delfine sind keine fische. delfine haben keine kiemen. aber nur tiere mit kiemen können fische sein

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