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Ornithologische Raritäten
04. November 2012 09:29; Akt: 04.11.2012 09:52 Print
Vögel - von Sandy verweht
«Sandy» - eine Mischung aus Tropensturm aus dem Süden und Winterwinden aus dem Norden - wirbelte auch die Vogelwelt auf dem Ozean durcheinander.
Sie sind unter den ersten, die sich nach dem Megasturm «Sandy» wieder ins Freie trauen. Im verwüsteten Manhattan bauen sie ihre Stative auf und mustern eingehend die Ufer des Hudson oder die Bäume und Wiesen der umliegenden Parks: Vogelbeobachter.
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Sandy in NY und NJ
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«Sandy» - eine Mischung aus Tropensturm aus dem Süden und Winterwinden aus dem Norden - wirbelte nämlich auch die Vogelwelt auf dem Ozean durcheinander. Über Tausende von Kilometern wurden manche Vögel vom Sturm verweht, in Gefilde, wo sie zuvor nie gesehen worden waren.
Völlig erschöpft wurden viele Gefiederte in der US-Metropole an Land geblasen. Und deshalb liest sich die Liste der inmitten von New York beobachteten Vögel wie ein Who-is-Who der offenen Weltmeere. Gesichtet wurden etwa ein Wellenläufer und die nur starengrosse Sturmschwalbe.
Arten, die man sonst nie zusammen sieht
Dieser Vogel lebt gewöhnlich auf hoher See und geht nur zum Brüten an entlegenen Felsatollen an Land. Er gehört zu den grössten Raritäten, von denen Ornithologe Andrew Farnsworth von der Cornell Universität berichtet. «Der Sturm hat Arten zusammengewirbelt, die man niemals sonst zusammen sehen kann», sagt er.
Erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen der Beobachter wurde ein sonst in der Karibik heimischer Rotschnabel-Tropikvogel gesichtet. Der schneeweisse Vogel wurde nach seinem wahrscheinlich viele Tausende Kilometer langen Irrflug erschöpft in New Jersey aufgegriffen und in ein Tierhospital gebracht.
Unweit davon hatte sich eine Art aus der komplett entgegengesetzten Richtung verflogen: Eine arktische Rosenmöwe begeisterte die Birdwatcher-Gemeinde bei Ithaca im Bundesstaat New York. «Derselbe Sturm, der den arktischen Vogel hergebracht hat, wehte uns auch den Vogel aus der Karibik heran», staunt Ornithologe Farnsworth.
Unzählige verenden unbemerkt
Was die Vogelbegeisterten freut, ist nur eine Seite der Medaille oder auch die Spitze des Eisbergs: Denn auf jeden gesichteten seltenen Vogel nach einem Sturm kommen ungezählte, die ums Leben kommen und unbemerkt im Meer versinken.
In der Geschichte der Ornithologie sind zahlreiche solcher Massensterben bei Unwettern dokumentiert. Das bekannteste dürfte der Tod von nicht weniger als 1,6 Millionen Spornammern sein. Die ziehenden Singvögel starben im März 1904 in einem Schneesturm in Minnesota und Iowa.
Ian Newton, Ornithologe an der Universität Oxford, hat weitere dramatische Fälle zusammengestellt. In Deutschland zum Beispiel starben im September 1931 bei einem Kälte- und Schneeeinbruch nach Aufzeichnungen von Vogelkundlern Millionen Rauchschwalben, bevor sie in die rettenden wärmeren Gefilde aufbrechen konnten.
Überqueren Zugvögel ein Gebiet mit schlechter Sichtbarkeit, sei ihre natürliche Reaktion, zu landen. «Über dem Meer endet das oft tödlich», sagt Newton der Nachrichtenagentur Reuters. Der Forscher erwartet durch den Klimawandel eine weitere Zunahme heftiger Stürme, «mit häufigeren und dramatischeren Konsequenzen für ganze Vogelpopulationen».
(sda)
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Das ist die echte Natur mit ihren eigenen Regeln!
Lokal, global
Ja, sehr. Und von solchen Katastrophen können sich die Populationrn auch wieder erholen, da diese lokal und nur ausnahmsweise auftreten. Die Verarmung der Biodiversität, das Verschwinden der Brutplätze, Hochhäuser in der Flugrouten und die zunehmende Lichtverschmutzung finden aber kontinuierlich statt und dezimieren die Vögel weltweit.
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Die Rache vom Universum
unsinn
das universum rächt sich also mit einem sturm auf einem der unzähligen planeten an uns, weil wir das universum ja so geschadetn haben. aha, aha...