Deutschland

19. Oktober 2017 06:50; Akt: 19.10.2017 07:03 Print

Insektenbestand geht um Dreiviertel zurück

Eine Studie belegt den alarmierenden Rückgang geflügelter Insekten in Deutschland.

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Der Schwund der geflügelten Insekten ist «noch alarmierender» als angenommen: Eine Hummel sammelt Nektar. (Archivbild) (Bild: AFP/Yuri Kadobnov)

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Ein internationales Forscherteam hat Befunde für einen dramatischen Rückgang geflügelter Insekten in Deutschland zusammengetragen. Innerhalb von fast 30 Jahren schrumpfte deren Bestand um mehr als drei Viertel, heisst es in der am Mittwoch in der internationalen Online-Fachzeitschrift «Plos One» erschienenen Studie der Wissenschaftler.

Der Mitverfasser Caspar Hallmann von der Radboud-Universität im niederländischen Nijmegen erklärte, die Untersuchung in dutzenden Naturschutzgebieten in Deutschland zwischen 1989 und 2016 habe gezeigt, dass der Schwund der Biomasse geflügelter Insekten «noch alarmierender» sei als angenommen.

Der Forschungsleiter Hans de Kroon von derselben Universität verwies darauf, dass ganze Ökosysteme von Insekten als Nahrung und als Bestäuber abhingen. «Der Schwund auch bei Insekten fressenden Vögeln und Säugetieren erscheint in einem neuen Zusammenhang», fügte er hinzu. Wichtig sei, die Verwendung von Pestiziden einzuschränken.

(chk/afp)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Diogenes auf Dem Fass am 19.10.2017 07:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Offenes Geheimnis

    Mass- und skrupellos eingesetzte Dünger, Pestizide, Insektizide und Gentechnik: Für die Schandtaten der profitgierigen Chemie- und Gentechkonzerne bezahlen am Schluss wir alle, samt der Profiteure, unserer Kinder und, wie so oft, unserer Mutter Erde. Weshalb wurde dies möglich? Weil weltweit die Politik finanzgetrieben und dadurch von Lobbyisten beeinflussbar ist.

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  • Mani Motz am 19.10.2017 07:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Insekten sind (sehr) wichtig

    Diese Erkenntnis sollte stark zu denken geben. Ohne Bestäubung der Pflanzen geht uns das Essen aus...

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  • Beatnix am 19.10.2017 07:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Apocalypse now

    Die Überbevölkerung, die massenhafte Nutztierhaltung und die aggressive Landwirtschaft werden schon zeigen, was der Mensch letztlich davon hat, seine Gier und die Geburten nicht kontrollieren zu wollen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • maja naef am 20.10.2017 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    Nahrung für Vögel

    Darum gibt es auch immer weniger Vögel und nicht wegen den Katzen.

  • Sancho Panza am 20.10.2017 11:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fliegen auf den Zähnen

    Das freut mein Herz als Motorrad Fahrer. Von mir aus kann auch der restliche Insektenbestand aussterbenden.

  • hr.kuckuck am 20.10.2017 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Immer erst in den Spiegel schauen

    Ohne Dünger,Insektizide,Pestizide,Gen-Tech und anderes könnten wir unseren Planeten schon längst nicht mehr ernähren. Wir sind schon längst über den Punkt wo es kein Zurück mehr gibt hinausgeschossen. Wer heute noch isst oder sich fortpflanzt ist genau so schuldig wie die Agrar,Chemie und Gentech Konzerne welche Sie Mass-und Skrupellos schimpfen.

  • Hüftknochen am 20.10.2017 09:01 Report Diesen Beitrag melden

    Elektrosmog

    Es ist bewiesen, dass dass die Mobilfunknetze die Navigation der Insekten und Vögel stört. Sie verirren sich und finden nicht mehr nach hause zum Nest. Mobilfunkanbieter bauen immer mehr Antennen mit noch stärkerer (2G->3G->4G->5G usw.) Sendeleistung. Ein riesiges Experiment, ohne Rücksicht auf Verluste bei Mensch (mehr Krebskranke und Menschen mit Hirntumoren) UND Natur (Massensterben von Insekten und Vögeln). Es ist an der Zeit, dass die Regierungen einschreiten, bevor es zu spät ist!!

  • bringtnixmehr am 20.10.2017 07:48 Report Diesen Beitrag melden

    Point of no Return

    Leider ist es schon zu spät! Wenn das so weiter geht haben wir in 10 Jahren gar keine mehr und müssen von Hand bestäuben wie in China. Mutter Natur schert sich nicht um Staatsgrenzen das wird auch für und Konsequenzen haben. Das hört bei den Insekten nicht auf. Unsere Umwelt ist so fragil und komplex dass wir gar nicht wissen, was wir alles schon angestellt haben. Ist einfach traurig zu sehen wie so ein bedeutender Beitrag einfach untergeht und kaum Beachtung erhält während sich die ganze Welt über Weinstein aufregt. Überdenkt mal eure Prioritäten!