Der WWF warnt

20. August 2013 05:00; Akt: 21.08.2013 10:46 Print

Nun lebt die Welt auf Pump

Die Welt lebt auf zu grossem Fuss. Die Menschen haben bereits jetzt alle natürlichen Ressourcen, die sie pro Jahr von unserem Planeten zugut haben, aufgebraucht.

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Wer weniger fliegt, leistet einen wertvollen Beitrag zur Reduktion des ökologischen Fussabdrucks, sagt der WWF. (Bild: Keystone)

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Am Dienstag war «World Overshot Day»: Bis zu diesem Tag sind von der Menschheit bereits so viele natürliche Ressourcen verbraucht worden, wie die Erde innerhalb eines ganzen Jahres erneuern kann. Erstmals habe die Weltbevölkerung im Jahr 1987 mehr Ressourcen verbraucht, als die Erde produzieren könne. Damals fiel der sogenannte «World Overshoot Day» auf den 19. Dezember. Seither hat sich der Tag immer weiter nach vorne verschoben.

Mittlerweile wären laut WWF bereits über 1,5 Planeten nötig, um die Bedürfnisse der Weltbevölkerung zu stillen. Bis 2050 müssten es gar 2 Planeten sein. Hauptgründe für die steigende Ressourcennachfrage seien das Bevölkerungswachstum und der steigende Pro-Kopf-Verbrauch.

Jeder kann seinen Fussabdruck verkleinern

Den grössten ökologischen Fussabdruck hat Katar, gefolgt von Kuwait und den Arabischen Emiraten. Würden alle so leben wie die Katarer, wären 6,6 Planeten nötig. Auf Platz vier liegt Dänemark, auf Platz fünf die USA mit einem Jahresverbrauch von 4 Planeten. Am Ende der Rangliste liegen Afghanistan, Osttimor und Palästina mit 0,3 und weniger Planeten.

Die Schweiz belegt mit 2,8 Planeten Rang 21. Die Umweltbelastung entstehe vor allem durch Wohnen (32 Prozent), Ernährung (33 Prozent) und private Mobilität (13 Prozent).

Der WWF verweist in seiner Mitteilung darauf, dass jeder zu einem kleineren ökologischen Fussabdruck beitragen könne - etwa indem er weniger Fleisch konsumiere, weniger fliege oder beim Ersatz eines elektronischen Gerätes das effizienteste kaufe.

Die Grundlagen zur Berechnung des «World Overshoot Days» stammen vom «Global Footprint Network», einer Partnerorganisation des WWF.

(jcg/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • No Kids am 20.08.2013 07:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grösster Verbraucher

    Die grössten 'Verbraucher' sind werdende Eltern. Mit jedem Kind, welches auf die Welt gesetzt wird, erhöht sich deren 'Fussabdruck' exponentiell, da auch die Nachkommen ihrer Kinder wiedrum'Verbraucher' produzieren...uws. Ich 'dürfte' als 'Kinderfreier' somit auf lange Sicht lächerlich verschwenderischer mit jeglichen Ressourcen umgehen als alle diejenigen, die mind. 1 Kind zeugen. Überlegt mal...

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  • Schmutzli am 20.08.2013 06:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Natur

    Es lieg nicht in der Natur des Menschen nachhaltig zu denken.

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  • Chris K am 20.08.2013 07:47 Report Diesen Beitrag melden

    Anderer Ansatz

    Anstatt zu sagen, wieviele Erden es braucht um die Menschen zu versorgen würde man sich lieber fragen, wieviele Menschen unsere Erde versorgen kann. Lieber weniger Menschen und dafür auch die Armen auf ein besseres Wohlstandsniveau bringen als das Wohlstandsniveau zu senken. Was bringt es, 10 Mia Menschen zu haben, die dann am Minimum leben? Die Politik wäre verantwortlich das Wachstum zu begrenzen (siehe China).

Die neusten Leser-Kommentare

  • Beat am 20.08.2013 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    nicht zu viele

    es ist unwissenschaftlich das problem einer zu grossen weltbevölkerung zuzuschreiben. mit einem vernünftigen verbrauch könnte unsere erde noch milliarden von menschen beherbergen. das märchen der zu hohen bevölkerung ist lediglich eine ausrede jener welche noch nicht realisiert haben dass wir geld nicht fressen können.

  • Sheep am 20.08.2013 10:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klar andere Planeten

    Genau sucht noch mehr Planeten zum kaputt machen..... Das einzig logische handeln der eingebildeten Spezies Mensch... Ich sag nur.... Dan Brown trifft's aufn Punkt mit seiner Story ;)

  • Lukas Müller am 20.08.2013 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    tragisch

    Ui, schon wieder zwölf vor fünf?

  • Nora T. am 20.08.2013 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    20min, schlechtes Vorbild

    Die Herstellung einer Seite A4 Papier verbraucht 10 Liter Wasser. 1 Ausgabe 20min à ca. 20 Seiten = 200 Liter Wasser/Ausgabe. Auflage: ca 700'000 (?)= 140 millionen Liter/Tag. Nur noch E-Paper zur verfügung stellen. Sowas würde die Umwelt extrem schonen! Mit gutem Beispiel voran...

    • Sheep am 20.08.2013 14:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Achja

      Genau... E Papiere... Dann brauchen ältere Leute alle ein Reader... Welcher nur mit Strom funktioniert und mit Batterien etc.... Sehr viel umweltbewusster XD die Logik ist gut :)

    • Jonas am 20.08.2013 17:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Richtig!

      Die 10 liter wasser pro A4-seite papier sind danach von unserem planeten für immer und ewig weg.

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  • Vali am 20.08.2013 09:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Politiker sind schuld!!

    Die Regierung muss reagieren und das Volk auf den richtigen weg führen