Kollegen auf vier Beinen

13. April 2016 23:28; Akt: 13.04.2016 23:28 Print

Ein Hund im Büro wirkt auf Menschen Wunder

Forscher haben nachgewiesen, dass Haustiere am Arbeitsplatz die Mitarbeiter produktiver und gesünder machen.

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Den Laptop auf dem Schoss, den Hund neben sich: Im Homeoffice ist das problemlos möglich. Wer hingegen seinen Vierbeiner mit ins Büro ... ... oder allgemein mit zur Arbeit nehmen will, muss erst die Erlaubnis vom Chef einholen. Argumente für ein solches Gespräch liefern nun Experten vom Banfield Pet Hospital in Portland. Ihre Umfrage mit rund 1200 Arbeitgebern und Angestellten zeigte, dass Tiere am Arbeitsplatz viel Positives bewirken. So verbessern sie nicht nur das Arbeitsklima, sondern ... ... sind auch der Gesundheit der Mitarbeitenden zuträglich. Unter anderem deshalb, weil sie mit ihrem Gassi-Bedarf für ausreichend Pausen und Bewegung an der frischen Luft sorgen. Dadurch werden nicht nur Kalorien verbrannt, sondern auch das Immunsystem gestärkt sowie Stress abgebaut. Ausserdem sorgen sie für zwischenmenschlichen Kontakt. Dass Tiere am Arbeitsplatz keine schlechte Idee sind, scheint vor allem Staatsoberhäuptern bewusst zu sein. So brachte etwa der ehemalige US-Präsident Bill Clinton seinen Kater Socks mit ins Weisse Haus. Auch Clintons Nachfolger George W. Bush sass nicht allein im Oval Office: An seiner Seite war häufig der sogenannte «First Dog» Barney, ein Scottish Terrier. Auf die beiden folgten 2009 der derzeitige US-Präsident Barack Obama und sein Portugiesischer Wasserhund Bo. Ebenfalls Fan des tierischen Unterstützers bei der Arbeit war offensichtlich auch der 38. Präsident der Vereinigten Staaten, Gerald R. Ford. Auch in Russland schätzt man offenbar Haustiere im Büro. So nimmt der ansonsten eher ruppig auftretende Wladimir Putin seinen Labrador Koni gern auch mit zu Meetings. Dies jedoch nicht zur Freude aller: 2007 erschreckte der russische «First Dog» Bundeskanzlerin Angela Merkel, die nach einem Hundebiss in der Kindheit Angst vor den Vierbeinern hat. Wie sieht es bei Ihnen aus? Dürfen Sie Ihr Haustier mit zur Arbeit nehmen? Dann .

Zum Thema
Fehler gesehen?

Was in einigen Betrieben undenkbar ist, gehört in anderen zum guten Ton: das Haustier mitzubringen. Weshalb? Weil der Vorgesetzte selbst ein Tiernarr ist oder weil er seinen Angestellten keinen Wunsch abschlagen kann.

Umfrage
Sollen an Ihrem Arbeitsplatz Haustiere erlaubt sein?
84 %
6 %
9 %
1 %
Insgesamt 1177 Teilnehmer

Möglich ist aber auch, dass er schon lange ahnte, was Experten des Banfield Pet Hospitals in Portland in einer Umfrage herausgefunden haben: Tiere am Arbeitsplatz tun gut – dem Menschen und damit auch dem Unternehmen. Der Grund: Sie machen die Mitarbeiter produktiver und gesünder.

Überwiegend Einigkeit

Die Vorteile liegen laut dem Bericht (hier als PDF) auf der Hand: «Die Antworten zeigen, dass tierfreundliche Arbeitsplätze als sehr positiv angesehen werden. Sie verbessern die Arbeitsmoral und binden Mitarbeiter an den Arbeitgeber», heisst es darin.

Auffallend ist, dass sich die Befragten – 200 Entscheidungsträger und 1006 Angestellte – bei der Beantwortung der Fragen erstaunlich einig sind (siehe Bildstrecke). Einzig beim Punkt «gesteigerte Produktivität» sind sich die HR-Vertreter weniger sicher: Während 81 Prozent der Mitarbeiter diesen Punkt bejahen, sind es bei den HR-Vertretern nur 67 Prozent.

Hunde sind beliebter als Katzen

Die beliebtesten tierischen Kollegen sind laut der Studie Hunde. Mehr als 95 Prozent der Teilnehmer sprechen sich für sie aus. Für Katzen am Arbeitsplatz sprechen sich hingegen nur 46 Prozent der Angestellten und 65 Prozent der Vorgesetzten aus.

Doch was macht ausgerechnet Hunde zu so tollen Kollegen? Auch das wollten die Experten der Tierklinik wissen. Die Antwort ist so simpel wie überzeugend: Mit ihrem Gassi-Bedarf sorgen sie für ausreichend Pausen und Bewegung an der frischen Luft. Dadurch werden nicht nur Kalorien verbrannt, sondern auch das Immunsystem gestärkt sowie Stress abgebaut.

Bestätigung früherer Erkenntnisse

Dass sich die Anwesenheit von Tieren positiv auf das Arbeitsklima auswirkt, ist schon länger bekannt. Bereits 2012 wiesen Forscher um Randolph Barker der Virginia Commonwealth University nach, dass Hunde unterm Schreibtisch wahre Stressblocker sind.

Die im «International Journal of Workplace Health Management» veröffentlichte Studie zeigte: Diejenigen, die ihren Vierbeiner mit zur Arbeit nahmen, hatten ein Stresslevel von 11 Prozent. Ihre tierlosen Kollegen entpuppten sich dagegen als deutlich angespannter. Sie wiesen ein Stresslevel von 70 Prozent auf.

Dürfen Sie Ihr Haustier mit zur Arbeit nehmen? Dann schicken Sie uns ein Beweisfoto. Der Upload funktioniert nur von der App aus.

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(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • canina am 14.04.2016 00:27 Report Diesen Beitrag melden

    Hunde sind toll

    Das Resultat der Studie erstaunt mich gar nicht. Hunde sind wundervolle Geschöpfe:)

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  • Doggy Mama am 14.04.2016 02:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lucky me

    Erstaunt mich nicht. Ich darf meinen Labrador zwei Tage pro Woche mit ins Büro nehmen. In der Mittagspause dann draussen spielen und Gassi gehen gibt einen klaren Kopf und macht gute Laune.

  • gloria derungs am 14.04.2016 00:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schulleiter bitte mitlesen

    wie war das noch mit dem schulleiter und der lehrerin mit hund? hoffentlich liest er mit.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pascal s. Der erste am 14.04.2016 13:45 Report Diesen Beitrag melden

    Ich liebe Hunde aber

    Es gibt viele Leute mit Allergie dagegen. Bei mir auf der Arbeit sind das gleich zwei, also unmöglich.

  • Katze am 14.04.2016 13:43 Report Diesen Beitrag melden

    Klingt egoistisch

    Tiere wollen nicht im Büro sein, das macht ihnen keine Freude. Jeder der sein Tier ins Büro zwingt ist ein Egoist und denkt nur an sein Wohl. Überlegt doch was ihr lieber wollt, im Büro rumlungern oder draussen sein? Deswegen lasst eure Tiere draussen.

    • MS1985 am 14.04.2016 23:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Katze

      Hunde sind viel lieber beim Herchen oder Frauchen im Büro und nehmen es hin, dass es Langweilig ist als alleine zu sein.

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  • Melanie Müller am 14.04.2016 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Wir stimmen zu 100% zu!

    Meine Hündin darf mit ins Büro. Alle hier würden das oben gelesene unterschreiben... :)

  • Amy Berger am 14.04.2016 12:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Upload...?

    Sorry aber der Upload funzt nicht, man wird trotz Eingabe ständig nochmals nach der Telnr gefragt

  • Karin Fischer am 14.04.2016 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Machtmenschen mit Hund

    Bei den Kommentaren wundert es mich nicht das es sich um meist Hundebesitzer handelt. Die akzeptieren keine andere Meinung, sind gewöhnt herumzuschreien und befehle auszuteilen. Deshalb sind diese Mensche mir unsymphatisch. Die müssen imm Meister und Chef spiel und herumkomandieren sonst ist es ihnen nicht wohl. Ich will kein unterwürfiges Tier halten, habe das nicht nötig meine Komplexe damit zu überdecken.

    • jacqu am 14.04.2016 12:06 Report Diesen Beitrag melden

      von wegen keine Komplexe

      Dafür versuchen Sie Ihre Komplexe damit zu kaschieren, alle in einen Topf zu schmeissen. Aber was soll man machen wenn man so verbittert ist wie Sie. Therapien sollen helfen ;)

    • Manu am 14.04.2016 14:22 Report Diesen Beitrag melden

      Äh bitte?!

      Das einzig unsympathische hier ist ihre Meinung liebe Karin Fischer. Mir fehlen grad die Worte über so viel Kleingeistigkeit, Schubladendenken und Engstirnigkeit.

    • Hunde Kot am 14.04.2016 19:45 Report Diesen Beitrag melden

      Er will nur spielen...

      Gut gemacht - Hündeler braucht die Menschheit nicht...

    • MS1985 am 14.04.2016 23:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Karin Fischer und @Hunde Kot

      Aber sonst haben Sie keine Probleme? Einfach mal alle in den selben Topf werfen? Mir ist bewusst, dass es einige schwarze Schafe unter den Hundehalter gibt aber das ist nur ein sehr kleiner Teil der uns alle immer wieder in Verruf bringt.

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