«Mannebüro»-Bilanz

18. Mai 2012 10:20; Akt: 18.05.2012 14:22 Print

Was den Männern Probleme bereitet

Seit 1989 berät das Zürcher «Mannebüro» Männer bei Problemen des Lebens. Im letzten Jahr nahmen Probleme mit der Sexualität zu, wie die neuesten Zahlen zeigen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

1905 Männer haben im letzten Jahr das Beratungsangebot des Zürcher «Mannebüros» in Anspruch genommen, 42 weniger als im Jahr 2010. Häufiger gefragt waren Beratungen in Zusammenhang mit Vaterschaften und allgemeinen Ehekrisen.

229 Männer besuchten 2011 das «Mannebüro», weil sie Probleme mit der Vaterschaft hatten oder in einer Ehekrise steckten. Das sind 31 Prozent mehr als im Vorjahr. 104 Beratungen betrafen den Bereich Sexualität. Das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus dem am Freitag publizierten Jahresbericht hervorgeht.

Weniger beschäftigt war das «Mannebüro» mit Fällen, bei denen Männer mit dem Gewaltschutzgesetz (GSG) in Konflikt geraten waren. Die Zahl der Beratungen nach Wegweisungen aus der Wohnung der Partnerinnen oder andern Verfügungen sank um 12 Prozent auf 294.
Weniger Verfügungen

Das «Mannebüro» führt diesen Rückgang darauf zurück, dass die Polizei in den vergangenen Jahren weniger GSG-Verfügungen ausgesprochen hat. Die Beratungsbereitschaft hingegen sei mit 27 Prozent aller Männer mit GSG-Verfügung gleich geblieben wie im Vorjahr.

456 Gespräche wurden geführt, nachdem ein Mann Gewalt angewendet hatte. 33 Männer suchten das «Mannebüro» auf, nachdem sie selbst Opfer von Gewalt geworden waren.

Hilfe in Konfliktsituationen

Das «Mannebüro» besteht seit 1989. Der Verein berät und informiert Männer in Konfliktsituationen. Seit 2009 führt er eine geleitete Gruppe für sexverzweifelte oder sexsüchtige Männer. 2011 besuchten 10 Männer diese Gruppe.

Seit September 2010 berät das «Mannebüro» einmal wöchentlich auch in Winterthur. Letztes Jahr nahmen 48 Männer das Beratungsangebot in Anspruch.

(sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Poly am 20.05.2012 17:24 Report Diesen Beitrag melden

    Jammerlis

    Können wir bitte das Militär abschaffen?Dann gibt es nicht mehr diese doofe Diskussion von "Wehrdienst für alle". Stattdessen obligatorisch Zivilarbeit für alle, ok, bin dabei. Aber Kriegerlis spielen? Sorry, liegt echt nicht in meinen XX-Genen. Und dann: liegt jedem Mann frei, sich gesund zu ernähren, das allgemeine Lebensrisiko tief zu halten etc. also ist ja schon klar, weshalb Männer IM DURCHSCHNITT 3 bis 4 Jahre weniger alt werden als Frauen, aber dann deswegen jammern versteh ich echt nicht. Und: wer nur aufs Äussere schaut und sich dann aufregt, wenn sie ihn ausnimmt:Selber Schuld!

  • RH am 18.05.2012 16:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wann ist ein Mann ein Mann

    Die Frauen wollen den gleichen Lohn. (ok) Die Frauen wollen Frauen lieben. Die Frauen wollen bestimmen. Der Mann soll einfach brav sein und funktionieren. An dieser Stelle möchte ich als Mann nicht mehr existieren. Wo sind die liebevollen Frauen die das Herz am rechten Fleck haben ?

    einklappen einklappen
  • Nubi am 18.05.2012 18:17 Report Diesen Beitrag melden

    Männer, trinken wir einen darauf

    Ach ja, die Lebensqualtät sinkt, alles ist darauf bedacht, das Leben in aller Hetze zu meistern. Mich wunderts nicht. Es ist nicht das Ende, aber die Frauen haben so auch nicht Freude an uns, wenn wir schlapp machen. Vielleicht ist das eine Gegenwehr der Natur gegen die Überbevölkerung.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Poly am 20.05.2012 17:24 Report Diesen Beitrag melden

    Jammerlis

    Können wir bitte das Militär abschaffen?Dann gibt es nicht mehr diese doofe Diskussion von "Wehrdienst für alle". Stattdessen obligatorisch Zivilarbeit für alle, ok, bin dabei. Aber Kriegerlis spielen? Sorry, liegt echt nicht in meinen XX-Genen. Und dann: liegt jedem Mann frei, sich gesund zu ernähren, das allgemeine Lebensrisiko tief zu halten etc. also ist ja schon klar, weshalb Männer IM DURCHSCHNITT 3 bis 4 Jahre weniger alt werden als Frauen, aber dann deswegen jammern versteh ich echt nicht. Und: wer nur aufs Äussere schaut und sich dann aufregt, wenn sie ihn ausnimmt:Selber Schuld!

  • cr am 19.05.2012 23:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gleichberechtigung

    Gleichberechtigung in allen Ehren-aber die totale wird es wohl nie geben... Es wäre nur schon toll,wenn es den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit gäbe...Ich als Frau, hätte kein Problem damit länger zu arbeiten-schlussendlich lebe ich (whs) auch länger.Oder Wehrpflicht-wie wär's denn mit einem "Dienst am Land" für alle stattdessen?...oder wie wär's mit "Elternurlaub"-andere Staaten kriegen's ja auch auf die Reihe...oder,oder,oder...

    • Mario Schirmer am 20.05.2012 16:26 Report Diesen Beitrag melden

      Dienst am Vater-/Mutterland

      Die Idee eines generellen Dienstes an der Bevölkerung finde ich perfekt. Dann kann Mann/Frau sich entscheiden für Armee, Zivieldienst, Spitex, Krankenpflege, etc Höchste Zeit die einseitige Armeepflicht und die Ungleichbehandlung des Pensionsalters abzuschaffen. Denn das ist wirklich total daneben und diskriminierend !

    einklappen einklappen
  • RH am 19.05.2012 16:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    an frau b.frei "feststellung"

    Mein Beitrag ist nur eine Feststellung. Ich bin seit 19 jahren mit meiner frau zusammen. seit 9 jahren verhairatet. Wir haben einen 8 jahre alten Engel. Haben aber für unsere Beziehung immer gekämpft und zusammengehalten. Zum Schluss :hab sie im bub kennengelernt.

  • Heinrich Zimmermann am 19.05.2012 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Ehrlichkeit waere besser, als....Kirche

    Also eines muss man vorab sagen, ihr habt Euch einfach in der Partnerwahl geteuscht, teuschen lassen. Frau den "schoenen" Mann gefunden ? Er die "sexy" Frau und den Sex.... Na das kann nicht gut gehen, und zu allem noch die elterliche Familien die da so schoen Freude haben, wenns Nachwuchs gibt. Dann die Kirche... ja, die auch, die Männer als alleinseligmachende "Berater" in seelsorgerischen Bereichen aufplustert, und die keine Ehe haben duerfen. Aber das Hirn scheint ja niemand zu bekuemmern, das heisst, das Gehirn braucht Ehrlichkeit, auch wenn die oft peinlich ist.

  • Marcel am 19.05.2012 09:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Markt ist knallhart

    Durch die Emanzipation sind die Frauen plötzlich darauf angewiesen, selbst Geld zu verdienen.Und jetzt merken sie, dass sie der Arbeitswelt weniger wert sind: Schwangerschaft, mehr Krankheits bedingte Abwesenheiten (Fakt), in körperlichen Berufen weniger leistungsfähig. Dieses Problem sollten nun die Männer lösen, tun sie aber nicht.