Folgen des nassen Juni

10. Juli 2016 22:22; Akt: 10.07.2016 22:22 Print

Mit Sprüh-Helikopter gegen die Mückenplage

Mehrere Regionen der Schweiz werden derzeit von Stechmücken heimgesucht. Per Helikopter versprühtes Insektizid soll Abhilfe schaffen.

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Das nasse Wetter beschert der Schweiz derzeit eine der schlimmsten Mückenplagen der letzten dreissig Jahre. In manchen Orten kann man am Abend nicht mehr draussen sitzen; ein erstes Ausflugsrestaurant verzeichnet bereits Umsatzeinbussen, schreibt die «NZZ am Sonntag».

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Sollten Mücken per Insektizid ausgerottet werden?
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Insgesamt 4605 Teilnehmer

Schuld sei der Klimawandel, sagt Peter Lüthy, Mikrobiologe an der ETH Zürich. Die starken Regenfälle seien eine Folge davon. «Wir können nicht mehr auf die Bremse stehen beim Klima. Die Stechmücken zeigen dies exemplarisch.»

Sobald im Boden abgelegte Mückeneier überflutet werden, schlüpfen daraus Larven. «Das können Tausende pro Quadratmeter sein», sagt Lüthy. In einem Liter Wasser finde man 100 bis 1000 Larven aus denen sich nach zwei bis drei Wochen Stechmücken entwickeln.

30 Prozent weniger Einnahmen

Der auf die Bekämpfung der Mücken spezialisierte Professor ist derzeit regelmässig im Einsatz. Er und sein Team versprühen mittels Helikopter ein bakterielles Insektizid über den betroffenen Regionen. Mehrere Orte bemühen sich darum, eine Erlaubnis dafür zu erhalten. Dieses Jahr ist es für eine Bekämpfung allerdings schon zu spät.

In Chessel im Kanton Waadt, in der Magadinoebene im Tessin und in den Thurauen bei Ellikon im Kanton Zürch plagen die Insekten derzeit Anwohner und Touristen – selbst Anti-Brumm nütze nichts mehr, so Lüthy zur «NZZ am Sonntag». Das könne bei Campingplätzen zu Einbussen führen.

Vor dreissig Jahren begann man deshalb die Larven zu vernichten. «Ohne den Einsatz des Bazillus Vectobac-G wären die Campingplätze teilweise leer.» Ein erstes Ausflugsrestaurant und der Fährbetrieb auf dem Rhein klagen bereits über 30 Prozent weniger Einnahmen. Aufatmen können die Betroffenen erst Ende Juli, dann verschwinden die Blutsauger von der Bildfläche.

(ij)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rolf Gysling am 10.07.2016 22:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie gehts?

    Diese Mittel werden schon seit Jahren punktuell eingesetzt. Va. in Deutschland. Das Mittel ist kein eigentliches Gift sondern ein Bakterium welches ausschliesslich die Mückenlarven befällt und somit auf andere Lebewesen - auch den Menschen - keinen bekannten Einfluss hat.

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  • Pragmatiker am 10.07.2016 22:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wegen den paar Mücken!

    Geht mal nach Schweden! Da hat es Mücken....

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  • B.R. am 10.07.2016 23:09 Report Diesen Beitrag melden

    Mücken sind lästig.

    aber was macht das Gift auf lange sicht? Wissen wir das?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • NWO-Agent am 11.07.2016 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    Pray&spray

    Keine Sorge liebe Verschwörungstheoretiker, der Helikopter ist tatsächlich nur wegen den Mücken unterwegs. Gedankenkontrolle und Bevölkerungsdezimation sind nach wie vor unsere Domäne. Freundliche Grüsse, ein Sprühpilot der 73. Chemtrail-Division.

    • Verschwörungstheoretiker am 11.07.2016 21:37 Report Diesen Beitrag melden

      Und morgen kommt der Weihnachstmann!

      Weisst du den, was das gesprayt wird? Allso im Detaill. Nein, aber du glaubts ja sicher auch noch an die Wirksamkeit von Impfungen! Ach noch was: "poisoning the good" ist ein alter Hut!

    • W.alter am 11.07.2016 23:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @NWO-Agent

      Der vergiftet seine umwelt ,schnallts nicht und glaubt auch noch er tue was gutes. Welch ein wunderbares schäfchen des mainstreams....

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  • UeliNice am 11.07.2016 11:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Welche Mücken?

    Also ich muss sagen wir haben in der Stadt Bern weniger Mücken denn je..Jetz wird anderswo gestreut und dann haben wir die Mücken in der Stadt. Wieso muss der Mensch ständig in den Lauf der Natur eingreiffen? Bringt ehh nixx die Natur mach was sie will.. Dass man das im 20 Jahrhundert immer noch nicht begriffen hat bestätigt einfach nur das der Mensch kontinuierlich verblödet..

  • otto am 11.07.2016 09:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gut bin ich alt

    Macht nur weiter so, alle Insekten sind Nahrung für andere Tiere. Aber Hauptsache der Mensch hat keinen Stich, ihr rottet alle Lebewesen aus, aber anscheinend ist dies für einige egal, wenn statt die Bienen, der Mensch die Bestäubung übernehmen muss. Fragt mal die Chinesen, die nun Weltweit Land einkaufen müssen, um ihre Landsleute zu ernähren, die sich wie Kaninchen vermehrt hatten. Aber toll, kann sich der einzige zerstörter der Erde weiterhin vermehren.

    • Ewig Gestrige am 11.07.2016 11:18 Report Diesen Beitrag melden

      Nein, früher war nicht alles besser!

      Chabis! Die Chinesen haben die Einkind Politik und die Bevölkerung schrumpft! Man rottet auch keine Lebewesen aus. Es wird ein Bakterium eigesetzt, dass nur die Larven angreift. Mache ich in meiner Regentonne auch. Ich habe übrigens einen Bio Garten und kompostiere nur Bio Gemüse...

    • Bio? am 11.07.2016 17:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ewig Gestrige

      Mit deiner Ausrottung in der Regentonne und danach gartengiessen is wohl nix mehr mit bio bei dir im garten .... Tipp ein netz über der regentonne tuts auch dann hast du in einem vielleicht 2 jahren wieder bio im garten

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  • der Realist am 11.07.2016 09:49 Report Diesen Beitrag melden

    Alles besserwisser die super Unis

    Schuld sei der Klimawandel, sagt Peter Lüthy, Mikrobiologe an der ETH Zürich. Die starken Regenfälle seien eine Folge davon. «Wir können nicht mehr auf die Bremse stehen beim Klima. Die Stechmücken zeigen dies exemplarisch.» ja ja alle diese Besserwisser! letztes Jahr als der Sommer so ultra heiss war, haben die super Helden der verschiedenen Unis auch gesagt, darauf müssen wir uns jetzt einlassen, es wird immer heisser. Jeder erzählt irgendwas, das gerade so past.

  • pia am 11.07.2016 09:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    macht die Augen auf

    Was wurde da getestet? Fragt euch doch mal, woher das Zikavirus kommt. Aber ihr alle seit schon so verblendet, Hauptsache, euer Smartphone ist neu. Ihr, die noch einige Jahre auf diesem vergifteten Planeten leben müsst, solltet euch endlich mal hinterfragen, ob es diese Chemie wirklich braucht, ihr und eure Kinder, ihr könntet den Weg in eine giftfreie Zukunft lenken, doch leider seit ihr schlimmer als die Generation vor euch

    • Defense am 11.07.2016 21:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @pia

      Ohhh... Übel Grün... gaaaanz übel....

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