Neue Kolonien entdeckt

14. April 2012 11:15; Akt: 14.04.2012 11:24 Print

Satellitenbilder enttarnen Kaiserpinguine

In der Antarktis leben doppelt so viele Kaiserpinguine wie bislang angenommen. Auf etwa 595'000 der schwarz- weissen Vögel kam das Team um den Geografen Peter Fretwell.

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Ein Forschungs-Team entdeckte in der Antarktis neue Kaiserpinguin-Kolonien. (Symbolbild: Keystone)

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Die Wissenschaftler rund um Peter Fretwell vom Polarforschungsprogramm British Antarctic Survey (BAS) nutzten hochaufgelöste Satellitenbilder um die Kaiserpinguine in der Antarktis zu erfassen. Von der Zahl der Brutpaare auf dem Eis rechneten die Forscher auf den Gesamtbestand hoch - davon ausgehend, dass rund 80 Prozent der Tiere einer Kolonie brüten. Die Ergebnisse sind im Fachjournal «PloS ONE» veröffentlicht.
Fretwells Team entdeckte 44 Kolonien - sieben davon kannten die Forscher bislang nicht.

Zunächst werteten die Wissenschaftler die Satellitenbilder von den Pinguin-Kolonien aus und berechneten die Zahl der Tiere. Für die Fotos nutzten sie eine besondere Technik, um die Auflösung der Bilder zu erhöhen und auch Details zu erkennen. Um sicherzugehen, glichen sie ihre Ergebnisse mit Zählungen am Boden und Fotos aus den jeweiligen Gebieten ab.

Brüten bei minus 50 Grad

Kaiserpinguine sind die grösste Pinguinart. Sie werden mehr als einen Meter gross und wiegen bis zu 30 Kilogramm. Die Vögel brüten oft in weit abgelegenen, schwer erreichbaren und sehr kalten Gebieten mit Temperaturen bis unter minus 50 Grad.

Co-Autorin Michelle LaRue von der Universität Minnesota erklärte in der Mitteilung, die Methode sei ein enormer Schritt nach vorn. Zählungen in der Antarktis könnten so sicher und effizient durchgeführt werden - mit geringen Auswirkungen auf die Umwelt.


(sda)