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Experten warnen
29. März 2012 20:38; Akt: 29.03.2012 20:45 Print
Pestizide sind schuld am Bienensterben
Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden kann einen negativen Einfluss auf die Bienen haben. Dazu machen aggressive Milben den Insekten das Leben zusätzlich schwer.

Bienen, die in Kontakt mit den Insektiziden kamen, fanden häufig den Weg in ihr Nest nicht mehr zurück. (Bild: Keystone)
Pestizide können nach neuen Studien eine der Ursachen für das Bienen- und Hummelsterben sein. Das bekräftigen zwei Untersuchungen im Fachjournal «Science».
Die beiden Experten-Teams erforschten die Wirkung von Neonicotinoiden. Diese Gruppe von Insektiziden kommt in zahlreichen Ländern zum Einsatz.
Wissenschafter aus Frankreich entdeckten, dass das Gift die Orientierung der Bienen stört. Das Forscherteam vom Nationalen Institut für Agrar-Forschung in Avignon klebte winzige Mikrochips an die Körper der Versuchsbienen.
Orientierung der Bienen gestört
Einige der kleinen Tiere kamen in Kontakt mit dem Insektizid Thiamethoxam. Diese Bienen starben zwei- bis dreimal häufiger weit entfernt von ihrem Nest als die Tiere ohne Gift. Das Insektizid habe die Orientierung der Bienen gestört, so das Fazit der Wissenschafter.
Die Daten aus den Mikrochips nutzten die Forscher, um Flugrouten zu berechnen. Offenbar hatten die belasteten Bienen irgendwann eine Entfernung erreicht, von der aus es schwierig war, zurückzufinden.
85 Prozent weniger Königinnen
Ein zweites Forscherteam aus Grossbritannien entdeckte, dass Hummelvölker nach der Behandlung mit den Insektiziden stark ausgemerzt waren. «Einige Hummelarten sind enorm zurückgegangen. Beispielsweise in Nordamerika sind manche Arten mehr oder weniger komplett vom Kontinent verschwunden», schreibt der Forscher Dave Goulson von der schottischen Universität in Stirling. In Grossbritannien seien bereits drei Arten ausgelöscht.
Goulsons Team setzte Hummelvölker dem Insektizid Imidacloprid aus. Die Dosis war jener ähnlich, der die Tiere in der Natur begegnen. In einer geschlossenen Umgebung hausten die Hummeln sechs Wochen lang unter natürlichen Bedingungen.
Zu Beginn und am Ende des Experiments wogen die Forscher die Nester mit dem gesamten Inhalt: Hummeln, Wachs, Honig, Larven und Pollen. Die belasteten Kolonien waren im Durchschnitt acht bis zwölf Prozent kleiner als die Kontrollgruppe.
Ausserdem entdeckten Goulson und seine Kollegen, dass die behandelten Hummeln etwa 85 Prozent weniger Königinnen hervorgebracht hatten. Dies sei ein wichtiger Punkt: Die Zahl der Königinnen beeinflusse die Zahl der neuen Nester im kommenden Winter.
Aggresive Milben
Auch in der Schweiz machte das Bienensterben in den vergangenen Jahren Schlagzeilen. Laut den Experten ist neben den Insektiziden vor allem die agressive Varroamilbe (Varroa destructor) für das Phänomen verantwortlich.
Sie beisst sich an den Insekten fest, wie ein Blutegel bei Säugern - aber mit dramatischerer Wirkung. Durch die milden Temperaturen im vergangenen Jahr waren die Milben laut Wissenschaftern sehr lange aktiv und verstärkten so ebenfalls das Bienensterben.
(sda)
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Verschwörungstheorie ist wahr!
Eine weitere Verschwörungstheorie die sich als Wahrheit heraustellt! Seit Jahren warnen Umweltschützer vor den drastischen Auswirkungen von Pestiziden auf die Bienenvölker. Die Antwort war: Nein die Pestizide sind alle harmlos und die Bienen sterben an Grund X oder Y. Der verursachte Tod der Bienen auf die Pestizide abzuleiten ist eine Verschwörungstheorie. Ein Verbot der Pestizide wurde nur in Deutschland gemacht, in der Schweiz wäre dies "wirtschaftsschädlich". Die im Internet frei ansehbare, sehr sehenswerte Dokumentation "Summ mir das Lied vom Tod" gibt eine Übersicht über das Thema.
schuld dran ist pestizide?!
Falsch. schuld dran sind die menschen. aber hauptsache die schuld auf anderes abschieben-.-
Pestizide
Bravo! Meine Worte.
Na sowas...
Regelmässig, kurz nachdem der bauer seine bäume und felder so richtig doll eingesprüht hat, liegen bei uns im und ums haus dutzende tote und halbtote bienen rum! Da brauchts dringend ein teures forscherteam und ein noch teureres wissenschaftliches labor um hier einen zusammenhang zu erkennen!!! Wäre dieses geld nicht besser investiert in natur und umweltschutz?