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Bis 2100 vier Grad heisser
19. November 2012 01:36; Akt: 19.11.2012 13:06 Print
Die Erde erwärmt sich schneller als gedacht
Klimaforscher warnen vor irreparablen Schäden für die Umwelt, sollte die Erderwärmung weiterhin ungebremst voranschreiten. Hitzewellen, Missernten und Überschwemmungen wären die Folgen.
Die Szenarien von Klimaforschern sind apokalyptisch: Sollte die Erderwärmung weiter ungebremst voranschreiten und Ende des Jahrhunderts vier Grad Celsius erreichen, drohen ein deutlicher Anstieg des Meeresspiegels, unerwartete Hitzewellen, eine Zunahme von Wirbelstürmen und das Aussterben ganzer Arten.
Infografik Wasservorkommen weltweitCO2-SpeicherungIn ihrem jüngsten Klima-Bericht rief die Weltbank die Regierungen dieser Welt dazu auf, die rund eine Billion Dollar umfassenden Subventionen für Kohle und andere fossile Brennstoffe in alternative Energien umzulenken.
Zugleich veröffentlichte die Berliner «Tageszeitung» am Montag ein Arbeitspapier des Weltklimarates, wonach die politisch vereinbarte Begrenzung der Erwärmung auf zwei Grad kaum noch erreichbar sei.
Kurs auf vier Grad Celsius
«Der Klimawandel ist eine der grössten Herausforderungen für die Entwicklung, und wir müssen die moralische Verantwortung dafür übernehmen, im Namen kommender Generationen zu handeln, besonders für die Ärmsten», sagte Weltbank-Chef Jim Yong Kim laut Mitteilung. «Eine vier Grad wärmere Welt kann und muss vermieden werden – wir müssen die Erwärmung unter zwei Grad halten.»
Der Report basiert auf einer Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) und der Organisation Climate Analytics in Berlin. Demnach befindet sich die Welt auf einem Kurs, der schon bis Ende des Jahrhunderts zu einer Erderwärmung von vier Grad Celsius führen dürfte.
Steigender Meeresspiegel
Die dadurch verursachten Risiken liegen nach Angaben des PIK ausserhalb der Erfahrung unserer Zivilisation: «Dazu zählen Hitzewellen, besonders in den Tropen, ein Hunderte Millionen Menschen betreffender Anstieg des Meeresspiegels und Missernten, welche die globale Ernährungssicherheit gefährden.»
Der Meeresspiegel könnte nach Angaben der Forscher um bis zu 100 Zentimeter ansteigen. Betroffen davon wären unter anderem Städte in Mosambik, Mexiko, Venezuela, Indien, Bangladesh, Indonesien, den Philippinen und Vietnam.
«Der einzige Weg, dies zu vermeiden, ist ein Bruch mit den vom Zeitalter fossiler Brennstoffe geprägten Mustern von Produktion und Konsum», sagte PIK-Direktor Hans Joachim Schellnhuber. Er mahnte, eine Erwärmung über zwei Grad könne sogenannte Kipp-Effekte mit unumkehrbaren Folgen auslösen.
So führe eine bestimmte Temperaturerhöhung bei wichtigen Getreidesorten zu grossflächigen Ernteausfällen. Auch könne das Eisschild Grönlands unwiderruflich schmelzen.
Schnellere Erwärmung
Nach dem Arbeitspapier des Weltklimarates erwärmt sich die Erde schneller als bislang gedacht, wie die Zeitung «taz» berichtet. Es sei «zumindest wahrscheinlich, dass bis 2100 die Erwärmung zwei Grad Celsius übersteigt», sollten die Treibhausgasemissionen so weitergehen wie bislang, zitiert die Zeitung aus dem internen Berichtsentwurf.
Dafür hätten Hunderte Klimawissenschaftler den aktuellen Stand der Forschung zusammengetragen. Demnach schmelzen zudem die Eisflächen schneller als bislang angenommen, und der Meeresspiegel steigt höher.
Die Landpflanzen und Böden speichern diesen Angaben zufolge weniger Kohlendioxid als gehofft, und die Meere versauern schneller. Nach «taz»-Angaben stammen die Daten aus einem Entwurf für den ersten Teil des 5. IPCC-Berichts. Am 26. November beginnt in Doha (Katar) der 18. UNO-Klimagipfel, bei dem weiter über die Reduktion der Treibhausgase verhandelt werden soll.
(sda)
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Alle 269 Kommentare

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Klimamodelle
Ich frage mich wo bei den Klimamodellen der Horizont aufhört, wahrscheinlich schon an der Nasenspitze. Die Sonne als zentrales Element des Erdklimas mit all den Einflüssen wird zu wenig beachtet. Die Sonne wurde nachgewiesenermassen in den in den letzten Jahrzenten heisser, aber auch das Magnetfeldverdoppelt! Aber nein Schuld ist hauptsächlich das CO2: Anteil von CO2 an der Atmosphäse ist 0,037 %, davon verursacht der Mensch 5% --> 0.00185%...
Selbserkenntnis mit Paracelsus.
Folgender Vergleich. Mindestens 140 mg Arsen töten einen 100 kg (100 Mio. mg) schweren Menschen. Mit 133 mg, also 5% weniger, reicht die Dosis nicht aus, den Menschen zu töten. Was also ist relevant? Das Verhältnis der tödlichen Dosis zum Gewicht des Individuums oder der Protzentsatz, der die Dosis tödlich werden lässt? Wenn Ihre Antwort zweitere ist, so haben Sie den Unsinn Ihrer Herleitung und die drohende Gefahr selbst erkannt.
Sonne wird wärmer?
Schau dir den Plot der Solarkonstante an und erklär mir bitte, wo ich sehe, dass die Sonne heisser wird. Der Wert der Solarkonstante liegt im Mittel bei 1366W/m^2 und varierte in den letzten Jahren höchstens im Promillbereich. War wohl nichts, mit deiner Theorie vonwegen die Sonne wäre für den Klimawandel verantwortlich...
ach ja...
Paracelsus... Die Atmosphäre war aber vor dem Menschen nicht bei 133mg... und wir können den CO2 Ausstoss halbieren oder verdoppeln.. es wird nichts am "Klima" ändern. ----- Die Sonnenkonstante... mal über die Bücher gehen... es ist keine Konstante. Aber die Wissenschaft macht sie zu Einer, damit sie einfacher rechnen können... Der vom Promillebereich in den letzten Jahren stimmt leider nicht. Aufschluss gibt die Stanford Uni
Und wer zahlt es?
Sparen: doch die Firmen zentralisieren die Arbeitsplätze, der öffentliche Verkehr kann nicht noch mehr leisten, immer mehr Mobilität kostet immer mehr Aufwand, und wir verlagern die Arbeit immer noch nicht dorthin, wo sie dezentral bewältigbar ist: in netzgestützte home offices. Wir sparen immer noch nicht bei den teuersten und fragwürdigsten Dreckschleudern: den Kriegsmaschinen. Wir rennen statt dessen "Umwelt"fanatikern nach, die uns immer mehr schröpfen wollen, polarisierenden Demagogen, verlagern Produktion in Billigländer und verkaufen Ramsch statt Qualität ... und wundern uns noch...!
Homo, sapiens?
Lest alle Kommentare hier! dann versteht Ihr mehr über die menschliche Rasse und ihr Schicksal.