Satellit «CHEOPS»

19. Oktober 2012 17:08; Akt: 19.10.2012 17:24 Print

Die Schweiz fliegt in den Weltraum

Ab 2017 soll ein Schweizer Satellit Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems erforschen. Die Schweiz wird das erste Land, das die Hauptverantwortung für die «S-class»-Mission übernimmt.

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Ein Schweizer Weltraumprojekt unter der Leitung der Universität Bern hat den Zuschlag für die erste sogenannte «S-class»-Mission erhalten. Bereits ab 2017 soll ein Satellit namens «CHEOPS» Planeten ausserhalb unseres Sonnensystems erforschen.

Mit den neuen «S-class»-Missionen will das Wissenschaftsprogramm der Europäischen Weltraumorganisation ESA innovative Forschende mit ausgeklügelten Ideen fördern, wie die Universität Bern am Freitag mitteilte. Es geht darum, auch mit kleineren Missionen bedeutende Resultate zu liefern (das S in «S-class» steht für «small»).

Vor diesem Hintergrund haben die Vertreter der 19 ESA- Mitgliedsländer das unter Schweizer Leitung stehende Weltraumprojekt «CHEOPS» (CHaracterizing ExOPlanet Satellite) ausgewählt. Zur Wahl standen 26 Projektvorschläge.

Die ersten Hauptverantwortlichen des Projekts

Die Schweiz wird somit die erste Nation sein, welche die Hauptverantwortung für eine «S-class»-Weltraummission gemeinsam mit dem ESA-Wissenschaftsprogramm übernimmt. Zum siegreichen Konsortium gehören neben der Universität Bern auch die Universität Genf sowie das «Swiss Space Center» der EPFL und die ETH Zürich.

Ausserdem sind jetzt schon fünf weitere europäische Nationen an der Mission beteiligt: Belgien, Grossbritannien, Italien, Österreich und Schweden. Kooperationen mit weiteren Ländern stehen noch offen.

Entsprechend den Richtlinien sollen die neuen Missionen innert vier Jahren nach Projektannahme realisiert werden. Bei grösseren und teureren Missionen sind 10 Jahre üblich.

Zudem dürfen die «S-class»-Missionen höchstens 150 Millionen Euro kosten, wobei die ESA maximal 50 Millionen Euro beisteuert. Das Schweizer Weltraumprojekt «CHEOPS» soll noch deutlich weniger kosten. Hier werden die Projektkosten zu je einem Drittel vom Wissenschaftsprogramm der ESA, von der Schweiz sowie den übrigen beteiligten Nationen getragen.

«CHEOPS» ist ein kleiner Satellit, der rund 200 Kilogramm wiegt und ein Teleskop von 30 Zentimeter Durchmesser und eineinhalb Meter Länge trägt. Er soll in eine erdnahe Umlaufbahn geschossen werden, wo er in 800 Kilometer Höhe über der Tag-Nacht-Grenze kreisen wird. Von dort aus wird er über dreieinhalb Jahre etwa 500 helle Sterne beobachten und ihre Planeten charakterisieren.

(sda)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Peschä am 20.10.2012 01:16 Report Diesen Beitrag melden

    Gravitationslinse

    Schickt doch endlich mal einen Satelliten an eine Stelle, von wo aus die Sonne als Gravitationslinse verwendet werden kann. Eine grosse Herausforderung, aber auch eine noch grössere Chance.

    • Küde am 20.10.2012 13:30 Report Diesen Beitrag melden

      Genau

      Also.. Du meinst, mal gucken was in der Mitte unserer Galaxie ist? 21.12.2012 soll ja bald sein, damit wir das auch von der Erde aus beobachten können? Genau, super Beitrag Peschä

    • Sgt. Pepper am 20.10.2012 13:41 Report Diesen Beitrag melden

      Zum Glück

      Zum Glück kann unsere Sonne nicht als Gravitationslinse herhalten - dafür hat sie zuwenig Masse.

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  • Kon Kretum am 19.10.2012 21:21 Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz und Europa?

    Wau, die Schweiz und eine Europäische Organisation. Warum klingt dies so seltsam. Das vermutlich viel Geld gebraucht.

    • Abacus am 20.10.2012 00:26 Report Diesen Beitrag melden

      Die Schweiz ist..

      ..in der ESA.

    • Fabian Kuster am 21.10.2012 01:20 Report Diesen Beitrag melden

      Von Anfang an mit dabei

      Google mal ESA, du wirst feststellen, das die Schweiz nicht nur Mitglied sondern auch ein Gruendungstaat war.

    • Kon Kretum am 21.10.2012 11:36 Report Diesen Beitrag melden

      Schweiz und ESA

      Sorry, aber auch Schweiz und ESA, hören sich seit Anfang total verkehrt an.

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  • Caesar Monetas am 19.10.2012 18:40 Report Diesen Beitrag melden

    Wundervoll

    Finanziert dieses Projekt neue Studienplätze oder generiert es nur neue Kosten?

    • m.j. am 20.10.2012 12:49 Report Diesen Beitrag melden

      @Ignorant

      Wenn Sie den Artikel gelesen hätten wüssten Sie es.

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  • s.m. am 19.10.2012 18:14 Report Diesen Beitrag melden

    Antworten!?

    Und wie wird das Finanziert? Demokratie? Warum darf ich nicht mitbestimmen?

    • G.Z. am 20.10.2012 02:18 Report Diesen Beitrag melden

      Antworten...

      Weil kleinkariertes Bünzlitum im Weltall Nichts verloren hat.

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  • Aussinaut am 19.10.2012 17:18 Report Diesen Beitrag melden

    Limit

    Wow, klasse - der erste Satelltit, der mit 120 km/h durch das All saust :)