Meteoriteneisen

02. Juni 2016 11:46; Akt: 02.06.2016 11:46 Print

Tutanchamuns Dolch stammt aus dem All

Pharao Tutanchamun besass eine wahrlich überirdische Waffe: Die Klinge seines Dolches wurde mit Eisen aus einem Meteoriten hergestellt.

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Beinahe hundert Jahre sind vergangen, seit Archäologen im ägyptischen Tal der Könige das Grab des Pharaos Tutanchamun entdeckten. Und noch immer ziehen seine Geheimnisse Laien wie Experten in ihren Bann. Nun haben Forscher aus Italien und Ägypten ein weiteres Rätsel gelöst.

Sie konnten den Nachweis erbringen, dass ein Dolch, der bei der Mumie des Kinderpharaos gefunden worden war, aus Meteoriteneisen besteht. Damit bestätigten sie eine bereits früher von Forschern geäusserte Vermutung. Damals wurde geschmolzenes Eisen nur sehr selten verwendet.

Ägypten begann die breite Nutzung von Eisen erst relativ spät im 1. Jahrtausend vor Christus. Zur Zeit Tutanchamuns, der etwa von 1332 bis 1323 v. Chr. regierte, waren Kupfer, Bronze und Gold die gebräuchlichen Metalle. Eisen galt als wertvoller als Gold.

Eindeutige Werte

Die Forscher haben die Klinge des Dolches mithilfe der Röntgenfluoreszenz-Analysen untersucht und festgestellt, dass der Nickel- und Kobaltanteil deutlich höher ist als in irdischen Eisenerzen, wie sie im Fachjournal «Meteoritics & Planetary Science» schreiben. Demnach gleicht die Zusammensetzung des Dolcheisens jener von elf bekannten Eisenmeteoriten.

«Dieser hohe Anteil an Nickel – zusammen mit den Spuren von Kobalt – spricht dafür, dass das Metall des Dolchs extraterrestrischen Ursprungs ist», erklärten die Forscher.

Sie gehen davon aus, dass die Ägypter wussten, womit sie arbeiteten. «Die Ägypter massen dem Meteoriteneisen einen hohen Wert zu und verwendeten es daher vor allem für ornamentale, rituelle und zeremonielle Objekte», heisst es im Bericht.

Vom Kharga-Meteoriten?

Um die genaue Herkunft des Eisens zu bestimmen, untersuchten die Forscher alle Meteoriten, die in einem Umkreis von 2000 Kilometern um das Rote Meer niedergegangen waren.

Von 20, die in Frage kamen, stimmte einer mit der Zusammensetzung der Dolchklinge überein: der Kharga-Meteorit, der um das Jahr 2000 v. Chr. 150 Kilometer westlich von Alexandria niedergegangen war. Ob das Dolchmaterial wirklich von diesem Meteoriten stammt, kann aber nicht abschliessend belegt werden.


Ende 2014 hatten Reinigungskräfte Tutanchamuns Maske im Ägyptischen Museum beschädigt, worauf eine grossangelegte Reparaturaktion nötig wurde. (Video: Reuters)

(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chris Ritter am 02.06.2016 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bäähm

    Ich wusste es schon immer : STARGATE ist ein authentischer Film....

  • Darren am 02.06.2016 12:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt vieles das wir nicht wissen

    Das wird nicht das einzige sein. Wir werden in den nächsten jahren einige dinge umschreiben in den geschichtsbüchern... Hat jemand mal gesehen bei der sphinx auf dem kopf ist ein schacht der zugebaut wurdä im 20. jahrhundert... Vorher war dort ein loch im kopf der sphinx... Es gibt fotos vor und nach dem schacht bau auf seinem kopf... Warum steht das in keinem buch..?

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  • RonnyJohnny am 02.06.2016 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    Illuminati

    Bedeutet das nun Illuminati confirmed? Weil ich bin mir ziemlich sicher. 90 prozent

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Despicable me am 03.06.2016 23:48 Report Diesen Beitrag melden

    Bald findet man sein Raumschiff

    Und bald erfährt man, dass er aufgrund des ständigen tragens des Dolches, an einer überdosis Strahlung jeden Tag ausgesetzt war..und deswegen so früh starb. Wurde es im auf der Erde geschmiedet oder aus der Ferne geschenkt? ;)

    • Milo Milos am 04.06.2016 00:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Verschwörungstheorien

      Na ja das ist schon da. In der polaren Umlaufbahn der Erde Google mal Mars und Mondpyramiden.

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  • nb am 03.06.2016 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nichts dagegen einzuwenden, Wenn ...

    man berücksichtigt, das man auf der erde selber auserirdisches material haben. auf der erde gabs früher kein gold (kam dazumal mit meteorit, den einschlagskrater sieht man noch).

  • Étienne Marcel am 03.06.2016 19:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ein weiterer Hinweis

    Nun gut, das wäre ein weiterer Hinweis dafür, dass es eben doch Kontakte aus dem und in den ausserirdischen Bereich gegeben hat, zu jener Zeit! Fragen Sie doch mal einen seriösen Baumeister, wie man z.B. wohl die Cheops-Pyramiden ohne hochgradige technische Hilfe hätte realisieren können!

  • Säm s am 03.06.2016 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    Alter Hut

    Nicht der Nachweis wegen seinem Dolch, sondern dass speziell die Ägypter zu Beginn Meteoreisen verwendeten. Das traurige daran ist nur, dass selbst im 18 JH geldgierige Finder Eisenmeteoriten Altmetalhändler verkauften bzw einschmelzen liessen. Zwar ist es natürlich einfacher, elementares Eisen zu schmelzen statt es aus Erz zu gewinnen, aber ein Meteorit an und für sich hätte viel mehr Wert gehabt als der Materialwert der nicht besonders bemerkenswerten Eisennickellegierung...

  • Mystiker am 03.06.2016 16:21 Report Diesen Beitrag melden

    Aus welchen Stahl ist Exkalibur?

    Was hinterliessen uns die Druiden? Wer war Merlin? Warum stehen in Wohlen riesige Steine aufeinander? Warum stehen überall in Europa exakt zu den Gestirnen ausgerichtete, Menhire, Dolmen und Steinkreise? Das sind die wirklich wichtigen Fragen denen wir uns widmen sollten. Darüber wird uns aber die Wissenschaft nie Auskunft geben können. Wir müssen unser Bewusstsein ändern um das zu verstehen, den die Leute früher lebten in einem anderen Bewusstseinszustand, also können wir nicht von unserem Denken auf früher schliessen.