Neu entdeckt

30. Mai 2012 18:56; Akt: 30.05.2012 18:56 Print

Der Frosch, der gelbe Finger macht

Forscher haben im Regenwald von Panama einen mysteriösen Frosch entdeckt. Das leuchtend gelbe Amphibium färbt ab, wenn man es berührt. Noch weiss niemand, wieso es das tut.

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Der neu entdeckte Gelbfärber-Regenfrosch (Diasporus citrinobapheus). (Bild: Senckenberg Institut)

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Ein nur etwa zwei Zentimeter grosser Regenfrosch, den ein deutsch-panamaische Expeditionsteam im dichten Regenwald Mittelmerikas aufgespürt hat, lässt die Wissenschaft rätseln. Die Forscher können nicht erklären, weshalb er seine Farbe abgibt, wenn er berührt wird.

Zur Abwehr von Feinden sei die Eigenschaft jedenfalls ungeeignet, da die Farbe keine giftigen Komponenten enthalte, berichtete das Senckenberg Forschungsinstitut am Mittwoch in Frankfurt. Das Expeditionsteam entdeckte zugleich eine Frosch- und eine Salamanderart wieder, die im Hochland des mittelamerikanischen Landes seit mehreren Jahrzehnten nicht gesichtet wurden.

Forscher folgten Paarungsrufen

Die ungewöhnlichen Paarungsrufe der männlichen Gelbfärber-Regenfrösche (Diasporus citrinobapheus) hatten die Biologen auf die Spur der winzigen Amphibie gebracht. «Die Rufe dieser Art unterscheiden sich stark von anderen Fröschen. Da hatten wir gleich den Verdacht, dass wir hier eine neue Art gefunden haben», sagte der beteiligte Biologe Andreas Hertz. «Es war aber gar nicht so einfach, die winzigen Tiere im dichten Regenwald ausfindig zu machen, geschweige denn zu fangen.»

In der unzugänglichen Bergwelt im Westen Panamas suchten die Wissenschaftler auf verschiedenen Expeditionen von 2008 bis 2010 vor allem an den Ufern von Bergbächen und im Nebelwald nach seltenen Fröschen und Salamandern. Sie konnten dabei auch 18 von insgesamt 33 gefährdeten und stark gefährdeten Amphibienarten nachweisen. Ihre Studien präsentieren sie in den Fachjournalen «Amphibian and Reptile Conservation» und «ZooKeys».

Darunter ist auch ein Salamander, der seit seiner Entdeckung vor 34 Jahren nicht mehr nachgewiesen werden konnte sowie ein Frosch, der seit 27 Jahren nicht mehr in Panama gesehen wurde. Vor allem Ende des 20. Jahrhunderts waren zahlreiche Amphibien in der Region an einer Pilzerkrankung gestorben.

Gravierender sei jedoch der Verlust von geeignetem Lebensraum, erläuterte Hertz. Er forderte das entlegene Cerro Colorado Areal nicht für den Kupferabbau freizugeben, sondern als Schutzgebiet auszuweisen, um die Arten für künftige Generationen zu erhalten. «Es gibt sie an keinem anderen Ort der Welt.»

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • mein name am 30.05.2012 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht

    Ohne jetzt ne Ahnung von Tieren zu haben würde ich mutmaßen: Der Frosch schützt sich damit vor Fressfeinden indem er z. B. seine Umgebung einfärbt und während der Feind einen gelben Stein angreift macht sich der kleine Hüpfer davon. Vielleicht sind ja Duftstoffe bzw. Pheromone in der Farbe und so wird der Partner die Partnerin so auf seine Fährte gelockt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • mein name am 30.05.2012 20:14 Report Diesen Beitrag melden

    Vielleicht

    Ohne jetzt ne Ahnung von Tieren zu haben würde ich mutmaßen: Der Frosch schützt sich damit vor Fressfeinden indem er z. B. seine Umgebung einfärbt und während der Feind einen gelben Stein angreift macht sich der kleine Hüpfer davon. Vielleicht sind ja Duftstoffe bzw. Pheromone in der Farbe und so wird der Partner die Partnerin so auf seine Fährte gelockt.

    • Biologe Froschinkski am 30.05.2012 23:40 Report Diesen Beitrag melden

      froschi

      der streicht sein haus damit is doch klar

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