«Spermbot»

22. Januar 2016 11:34; Akt: 22.01.2016 11:34 Print

Lahmes Sperma bekommt Schwimmhilfe aus Metall

von Santina Russo - Wie fruchtbar Männer sind, hängt unter anderem von der Agilität ihrer Spermien ab. Trägen Schwimmern hilft zukünftig vielleicht ein winziger Motor.

storybild

Ein Mini-Motor bringt das Spermium zur Eizelle. (Bild: IFW Dresden)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Eine der Hauptursachen von Unfruchtbarkeit sind langsam schwimmende Spermien. Hier könnte in Zukunft eine ungewöhnliche Art der künstlichen Befruchtung helfen: ein mikroskopisch kleiner Antrieb, der Spermien zur weiblichen Eizelle transportiert. Einen solchen haben Forschende des Leibniz Institut für Festkörper und Werkstoffforschung (IFW) entwickelt und damit im Labor erfolgreich eine Eizelle befruchtet.

Und so funktioniert es: Der spiralförmige Mikroroboter, «Spermbot» genannt, schiebt sich von hinten über den Schwanz der Spermienzelle und treibt diese dann vor sich her. Da der Roboter mit Metall überzogen ist, kann er von aussen durch magnetische Felder gesteuert werden. Hat er die Eizelle erreicht, bewegt er sich rückwärts und lässt das Spermium wieder frei.

Bis solche «Spermbots» jedoch am Menschen getestet werden können, wird es laut der Forschenden noch einige Zeit dauern. Denn zurzeit tüfteln sie noch an einer Möglichkeit, die kleinen Helfer im Inneren des Körpers sichtbar zu machen – um sie überhaupt zu ihrem Ziel lenken zu können.


Ein Mini-Roboter treibt lahme Spermien an. (Video: Youtube/American Chemical Society)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Le Swiss am 22.01.2016 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    8 Milliarden

    Es werden immer mehr Menschen auf der Welt ohne unser dazu tun. Und jetzt sollen wir noch einmal nachhelfen?!

    einklappen einklappen
  • Lea am 22.01.2016 12:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine Kinder

    Wieso immer in den Lauf der Natur eingreifen? Es ist halt nicht jedem bestimmt Kinder zu bekommen. Das hat alles seinen Grund...

    einklappen einklappen
  • Ireleth am 22.01.2016 12:42 Report Diesen Beitrag melden

    hört auf

    Der Mensch greift zu sehr in die Natur ein, auch in die eigene. Die Evolution des Menschen kommt zum erliegen, weil es praktisch keine natürliche Selektion mehr gibt. Wer weiss was das noch für Folgen nach sich ziehen könnte?

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • m.m am 23.01.2016 19:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gesund?

    und ich dachte immer es hätte einen grund weshalb das stärkste es bis zum ei schafft oder gar keines. ich weis nicht alle können kinder bekommen aber es gibt ein punkt wo man aufhören sollte.

  • Kat van Dee am 23.01.2016 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    In Evel we trust

    Es scheint wirklich unmöglich zu sein eine differenzierte Diskussion über Medizin und Fortschritt zu führen. Kinderlose Paare werden richtig gebasht weil sie auf medizinische Hilfe angewiesen sind, um sich IHREN Traum (nicht euren) zu erfüllen. Das Argument mit der Überbevölkerung finde ich schlimm, da es für alle genug hätte. Das Problem ist die ungerechte Verteilung der Ressourcen. (Foodwaisting, Gräte mit niedriger Lebensdauer, Rohstoffhandel usw.) Wir können die Augen nicht vom Fortschritt verschliessen.

  • Darwin am 22.01.2016 20:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich!

    Soso, ein Rollstuhl für Spermien also. Mal daran gedacht, dass es einen Grund dafür gibt, dass sich nicht alle fortpflanzen können?

  • Veritas am 22.01.2016 19:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Save the world

    Haha man regt sich über das Eingreiffen in die Natur auf, fährt nach Hause um in seiner beheizten Wohnung im Winter im t shirt ein Hühnchen aus Brasilien mit Gemüse aus Afrika zu kochen. Konsumiert Strohm ohne Ende um sich auf Facebook über Aromkraftwerke zu beklagen und herzergreiffende Kommentare über Hunde die in China gegessen werden zu posten, während man in sein Hühnchen beisst.. Zum Glück wohne ich in Alaska in einer Holzhütte, ohne Strohm, ohne Medikamente, ohne Internet, ohne Handy. So überlebt nur das stärkste meiner Kinder und ich fühle mich gut dabei die Evolution der Menschheit voranzutreiben..

    • Urs der Fragende am 22.01.2016 22:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Veritas

      Und wie haben Sie ihren Post geschrieben? Falls sie die Technik verraten, retten Sie wahrscheinlich die Welt!

    • Matze am 23.01.2016 13:49 Report Diesen Beitrag melden

      Stimmt alles

      Das erkennen von Ironie fällt scheinbar 15 Leuten sehr schwer. Veritas hat absolut recht.

    einklappen einklappen
  • Realist am 22.01.2016 18:49 Report Diesen Beitrag melden

    Schöne neue Welt

    Erst der Sperminator, dann der Terminator und dann das Ende.....

    • Martial Kohler am 23.01.2016 18:20 Report Diesen Beitrag melden

      Aber erst ab 85 Jahre...

      Realist, nein, der Rollator fehlt noch in der Sammlung !!

    einklappen einklappen