Schweizer Entwickler

05. April 2012 21:57; Akt: 05.04.2012 22:32 Print

Mit Spezialfolie gegen fiese Laser-Attacken

Aufatmen für Helikopter- und Flugzeugpiloten: Die fiesen Attacken mit Laserpointern könnten schon bald der Vergangenheit angehören.

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Besonders gefährlich sind die Attacken mit Laserpointern, wenn sie gegen Helikopter gerichtet sind. (Bild: Keystone/Michael Probst / Salvatore Di Nolfi)

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Man kannte das Bild zunächst aus Fussballstadien: Jedes Mal, wenn ein Spieler zu einem Elfmeter anläuft, wird er von einem Zuschauer mit einem Laserpointer in seiner Konzentration gestört. Viel gefährlicher sind solche Attacken mit Laserpointern, wenn sie gegen Heli- oder Flugzeugpiloten eingesetzt werden. In den letzten vier Jahren haben sich die Angriffe mittels Laserpointern allein bei der Rega versechsfacht.

Die Gefahr, die von diesen Attacken ausgeht, ist nicht zu unterschätzen: Stört es einen Fussballer nur bei der Konzentration auf die Ausführung eines Penaltys oder den Torhüter vor einem Freistoss, so gefährdet ein Blenden eines Piloten dessen Leben – sowie dasjenige seiner Passagiere. Ausserdem ist auch der Laser selber nicht ungefährlich: Die Strahlen sind teilweise so stark, dass man daran erblinden kann, wenn direkt auf ein Auge gezielt wird.

Folie kann den Laserstrahl entschärfen

Forscher der Ruag haben jetzt eine neue Folie entwickelt, die den Laser-Pointern den Spass an ihren Spielereien nehmen könnte. Die Spezialfolie kann Laserstrahlen soweit brechen, dass diese viel von ihrer gefährlichen Durchschlagskraft verlieren. Auf normales Glas geklebt, neutralisiert die Kristallfolie einen Laserangriff sofort, wie der Ingenieur Mario Weder gegenüber der Nachrichtensendung «10vor10» sagte.

Jetzt wittert man bei der Schweizer Firma Ruag das grosse Geschäft. Bereits sollen sich diverse Interessenten aus dem In- und Ausland bei der Firma gemeldet haben. So sollen die Schweizer Armee, das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL und eben die Rega grosses Interesse an der Entwicklung angemeldet haben.

(jam)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans R. Balsiger am 06.04.2012 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    So schnell als möglich entsorgen....

    Ich würde allen Besitzern von Laserpointern empfehlen diese zu entsorgen. Sie erleichtern so ihr Gewissen und kommen nicht mehr in Versuchung!

  • Andreas Gut am 06.04.2012 11:47 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts neues....

    Das ist doch nichts neues Laserschutzfolie und brillen gibt es schon seit langen und werden in der Praxis eingesetzt.

    • Herr Meier am 06.04.2012 11:58 Report Diesen Beitrag melden

      Hmm...

      Sind diese bisher nicht auf spezifische Wellenlängen hin optimiert, und farblich getönt, d.h., wirken als Filter? DIe Folie scheint da eine andere Funktionsweise zu haben, und beeinflusst offenbar die natürliche Farbempfindung nicht.

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  • Raphael Hodel am 06.04.2012 10:46 Report Diesen Beitrag melden

    Der Todeslaser

    Ich wäre dafür das ein Verteidigungssystem an Board dieser Fluggeräte eingebaut wird. Beim Auftrafen eines Laserstrahls wird auf die Quelle ein "Todeslager" zurückgegeben. Somit ist eine "Fahndung" nichtmehr nötig und das Problem ist somit elinimiert. Spass bei Seite ist ein zunehmendes mit grossen Folgen :(

  • Laserman am 06.04.2012 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    und dann?

    Diese Folie müsste man schliesslich auch auf Frontscheiben von BAhn, Lkw's, Auto's, Helme usw. aufziehen. Der Besitz, Einfuhr und Gebrauch sollte härter bestraft werden. Einem Fussballer oder Polizisten z.B. nützt die Folie nichts oder nur bedingt etwas.

  • W.ie du mir am 06.04.2012 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Folie mit Umkehreffekt

    Am Besten eine Folie entwickeln die den Strahl gleich zurückspiegelt an den Verursacher - oder wenigstens so kommunizieren...