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16. Oktober 2017 00:00; Akt: 13.10.2017 13:44 Print

Entschlüsseln Sie den Code von Stelleninseraten

Wenn Sie auf Jobsuche sind, müssen nicht nur Ihre Qualifikationen stimmen. Das steckt hinter den Versprechungen in den Stellenangeboten.

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Online findet man unzählige Stellenausschreibungen, die auf den ersten Blick gut klingen.

Fehler gesehen?

Stellenausschreibungen enthalten in der Regel immer folgende Elemente: die gewünschten Qualifikationen, das Pflichtenheft und was der Bewerber vom Unternehmen erwarten darf. Gerade bei Letzterem sollten Stellenbewerbende genau hinschauen. Ist dem Betrieb die Gesundheit seiner Mitarbeitenden ein Anliegen und wird hier Verantwortung übernommen? Diese Frage wird je länger, je wichtiger: Digitalisierung und Globalisierung führen zu steigendem Wettbewerbsdruck, was sich auf die Anforderungen und die Arbeitsbelastung der Mitarbeitenden auswirkt. Das kann die Gesundheit und das Wohlbefinden gefährden. Umso wesentlicher ist es, dass die Rahmenbedingungen stimmen und der Arbeitgeber diese mit Systematik überprüft. Was steckt wirklich hinter den typischen Job-Inserate-Floskeln? Fünf Beispiele, kurz erklärt.

«Wir legen Wert auf ein gutes Betriebsklima.»
Ganz klar, dass damit nicht die Luftfeuchtigkeit oder die Temperatur im Büro gemeint ist. Vielmehr wird die Arbeitsatmosphäre angesprochen. Ein gutes Betriebsklima ist ein wichtiger Faktor im Büroalltag. Stimmt damit etwas nicht, leidet die Produktivität.
Aber was zeichnet ein gutes Betriebsklima für Sie persönlich aus? Ein respektvoller, aber eher zurückhaltender Umgang mit den Kollegen oder lieber viel Spass und öfters mal ein Teamevent?

«Flexible Arbeitszeiten sind bei uns selbstverständlich.»
Der klassische 8-Stunden-Tag ist längst nicht mehr die Regel, denn flexible Arbeitszeiten tragen dazu bei, dass Beruf und Privatleben besser vereinbart werden können. Vieles lässt sich ja auch mit Laptop bzw. Smartphone ausserhalb des Büros erledigen. Allerdings wird dadurch eine klare Trennung von Job und Privatleben aufgeweicht. Das Risiko besteht, dass das Berufliche überhandnimmt und das Private stört. Wichtig ist also, dass geklärt wird, was flexible Arbeitszeiten konkret bedeuten.

«Es erwartet Sie ein dynamisches Umfeld.»
Das klingt nach abwechslungsreicher Tätigkeit, nach vielen Herausforderungen und hohen Leistungsanforderungen. Das kann aber auch in Stress ausarten. Dies erst recht, wenn die Dynamik hauptsächlich Hektik bedeutet – oder ständiger Wechsel von Mitarbeitenden.

«Wir bieten Ihnen vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten.»
Studien haben ergeben, dass man sich durch Weiterbildung nicht nur spezifische Fähigkeiten und Kenntnisse aneignet. Vielmehr wirkt sich das Lernen auch positiv auf die Gesundheit und das mentale Wohlbefinden aus. Und die zusätzlichen Qualifikationen erhöhen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Aber was erwartet der Arbeitgeber vom Arbeitnehmenden in Bezug auf Zeit und Geld? Findet die Weiterbildung ausschliesslich in der Freizeit statt oder auch während der Arbeitszeit? Muss der Arbeitnehmende dafür Lohnkürzungen in Kauf nehmen? Wird ein längerfristiges Engagement erwartet? Diese Fragen müssen geklärt werden.

«Work-Life-Balance wird bei uns grossgeschrieben.»
Das Gleichgewicht zwischen Leben und Arbeiten finden – das ist den allermeisten Menschen wichtig. Um die Work-Life-Balance zu fördern und damit die Gesundheit und Motivation der Mitarbeitenden zu unterstützen, steht den Unternehmen eine breite Massnahmenpalette zur Verfügung. Diese reichen von klaren Arbeitsabläufen über ergonomische Arbeitsplatzgestaltung bis zu flexiblen Arbeitszeiten, Homeoffice und Weiterbildungsangeboten. Auf welche legt Ihr zukünftiger Arbeitgeber Wert?

Tipp
Wenn Sie unsicher sind, was hinter diesen Phrasen steckt, können Sie sich weiter über das Unternehmen informieren – sei dies übers Internet oder auch im persönlichen Netzwerk. Spätestens wenn es zu einem Bewerbungsgespräch kommt, sollten Sie sich erkundigen, was Sie konkret von Ihrem zukünftigen Arbeitgeber erwarten dürfen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fraz am 16.10.2017 07:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ach je

    Nein, ich analysiere die Inserate nicht! Kommt gar nicht in Frage. Ich lese was da steht, Punkt. Entweder wird mit offenen Karten gespielt und die nötigen Qualifikationen klar kommuniziert oder die können mich mal. Wenn ich eine Stelle suche habe ich anderes zu tun als das geschriebene Wort zu hinterfragen. Was soll denn das?

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  • piffpaff am 16.10.2017 07:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    einseitig

    "Vieles lässt sich ja auch mit Laptop bzw. Smartphone ausserhalb des Büros erledigen. " sehr einseitig gedacht. Wer z.b. handwerklich tätig ist kann nicht im zug, café, auf dem sofa oder sonstwo arbeiten...

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  • Sbu am 16.10.2017 07:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Interpretation

    Ich kann überall etwas hinein interpretieren. Infos im Netz über z.b einen ergonomischen Arbeitsplatz werden sie kaum finden, auch nicht über die weiteren Punkte. Beim Bewerbungsgespräch einen od. Evt noch ein zweiter Punkt anzusprechen finde ich ok. Aber alle 5? Da fällt die Anstellungsentscheidung sicher gegen dich aus, denn das vis a vis hat auch seine Gedanken.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Paddy am 17.10.2017 16:27 Report Diesen Beitrag melden

    Heute wie früher....

    sind Papier (und elektronische Anzeigen) geduldig, denn auch bei Stelleninseraten gilt die alte Geschäftsweisheit: gut gelogen ist halb verkauft.

  • globi am 17.10.2017 08:31 Report Diesen Beitrag melden

    hää?

    hier werden wörter benutz... dynamisch, work-life-balance.... sagt doch einfach was ihr meint, dass geht ganz einfach.. auch mit normalen wörtern. wir sind immer noch in der schweiz. wenn mir einer so kommt ist ende gelende, interesse verlohren.. adios

  • Phillylilifee am 17.10.2017 07:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Muss man jetzt alles hinterfragen?

    Wenn ich jeden Tag die Artikel in den Zeitungen hinterfragen würde....ja dann käme meine Arbeit def. zu kurz!!!

  • firlefanz am 17.10.2017 02:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    work space label ist unrealistisch

    Das label friendly work space ist ja wohl ein Witz....da hat es Firmen dabei mit lausigen Arbeitsklimas...

    • Eine am 17.10.2017 08:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @firlefanz

      Absolut selber erlebt und nun Burnout und Gesundheitlichen Diagnosen gekündet Mir wurde allgemein mies mitgespielt

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  • Marco M am 17.10.2017 01:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was bringts...

    Spielt doch schlussendlich keine Rolle, da man so oder so eine nichtssagenden standart Absage bekommt! Viele Stellen scheinen bereits intern oder durch Vitamin B vergeben zu sein, die Ausschreibung isr reine Formsache...