«Back to the Future»

05. August 2015 12:59; Akt: 05.08.2015 13:22 Print

Profi-Skater schwebt auf dem Hoverboard

Was Marty McFly vor 25 Jahren im Kino vorgemacht hatte, ist Realität: Profi-Skater Ross McGouran präsentiert in Barcelona ein funktionierendes Hoverboard.

So fährt sich das Lexus-Hoverboard. (Video: Youtube/Lexus International)
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Viele haben sich daran versucht, fast alle sind gescheitert. Das schwebende Skateboard aus dem Film «Back to the Future II» erwies sich als echte Knacknuss für die Ingenieure dieser Welt. Zwar gelang es kürzlich einem Tüftler, 276 Meter weit über einen See zu schweben. Doch das Hoverboard, das er dafür verwendete, war wenig elegant und hatte mit dem Hollywood-Vorbild äusserlich nicht viel gemeinsam.

Doch nun hat Lexus, die Luxusmarke des Autogiganten Toyota, erstmals ein Hoverboard vorgestellt, das Marty McFly, die Hauptfigur der «Back to the Future»-Reihe, in Begeisterung versetzt hätte. In einem speziell präparierten Skaterpark in Cubelles bei Barcelona führte Profi-Skater Ross McGouran mit dem Board eindrückliche Tricks vor, wie am Dienstag vom Autohersteller veröffentlichte Videos zeigen.

Magnetschwebetechnik

Das Lexus-Board funktioniert ähnlich wie eine Magnetschwebebahn. Im Boden des Skaterparks wurden dafür 200 Meter Magnetschienen verlegt. Das Hoverboard enthält seinerseits supraleitendes Material, das in zwei sogenannten «Kryostate»-Reservoirs in flüssigem Stickstoff bei -197 Grad Celsius gelagert wird. So wird ein Magnetfeld geschaffen, das einen festen Abstand zwischen Board und Bahn hält, wodurch das Board schwebt. «Diese Kraft ist so stark, dass man darauf stehen oder sogar springen kann», wie Lexus in einer Mitteilung schreibt.

Doch so eindrücklich diese Schwebetechnik ist, spätestens wenn Marty McFly das nächste Mal vor Griff Tannens Schlägertruppe flüchten muss, werden die Grenzen des Systems offensichtlich. Es funktioniert nur dort, wo Magnetschienen im Boden eingelassen sind. Und die fehlen meist, wenn man sie am nötigsten hat.


Die Technik hinter dem Lexus-Hoverboard. (Video: Youtube/Lexus International)


Legendär: Die Verfolgungsjagd auf Hoverboards in «Back to the Future II». (Video: Youtube/Movieclips)

(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marc McClure am 05.08.2015 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wenn man weiter denkt: Fantastisch!

    Stellt Euch vor, Autos fahren zukünftig ohne direkte Berührung mit dem Boden, brauchen also keine Reifen mehr. Wow! Ob das wir das noch erleben?

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  • Nostalgiker am 05.08.2015 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Zurück in die Zukunft II

    hab mir gerade den original Clip angesehen... aaaah die Zeiten :')

  • Rudi am 05.08.2015 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur Werbung

    Also aus meiner Sicht sollte ein Hoverboard überall unterwegs sein können, dies hier ist lediglich ein einfaches Supraleiterboard für die Werbetrommel welches dazu auch nur auf magnetischen Oberflächen unterwegs sein kann

Die neusten Leser-Kommentare

  • Das Brot am 06.08.2015 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Noch immer dieselbe Schwachstelle...

    ... der Untergrund muss präpariert sein, wie beim Board das mit Para- bzw. Diamagnetismus arbeitet. Aber ja, sieht beeindruckend aus. - Nennt sich übrigens Quantenlevitation, bzw. quantum levitation, wer mal danach googlen will :) - Funktioniert auch über Kopf und auch Festo hat bereits industrielle Konzepte mit der Technik vorgestellt.

  • Katze am 06.08.2015 07:17 Report Diesen Beitrag melden

    Warum nicht?

    Am Ende werden die Gewinne wahnsinnig hoch sein, weil das Hoverboard bereits einen Kultstatus hat. Plötzlich fangen Städte an, Magnetschienen in die Strassen zu bauen, um als erste befahrbare Hoverboard-Stadt der Welt/des Landes zu sein, um Skater-Touristen anzulocken. So unwahrscheinlich ist das gar nicht.

    • Das Brot am 06.08.2015 11:33 Report Diesen Beitrag melden

      Kaum...

      ... Neodym ist eine "seltene Erde", der Abbau bzw. die Verarbeitung dieser extrem umweltschädlich - Ebenfalls sind Dauermagneten nicht bis in alle Ewigkeit magnetisiert. Ebenfalls müssen die Supraleiter dauerhaft auf extreme Minustemperaturen gekühlt werden (daher der "Rauch"), was auch nicht ohne Energieaufwand von statten geht. - Nettes Spielzeug, mehr aber auch nicht.

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  • Fornax am 05.08.2015 23:01 Report Diesen Beitrag melden

    Fake mit smoke

    kann so nicht funktionieren... da ändert auch die smoke-Petarde an den Seiten nichts daran. Trotzdem... lustiges Werbevideo!

    • Besserwisser am 06.08.2015 06:39 Report Diesen Beitrag melden

      Artikel lesen!

      Artikel gelesen? Das kann durchaus so funktionieren...

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  • Nicolas am 05.08.2015 21:23 Report Diesen Beitrag melden

    Dampf wegen Kühlngssystem für den Magnet

    Sobald man das making-of gesehen hat weiss man wieder, dass man 24/7 an der Nase herumgeführt wird. ;) Heutzutage trügt der erste Schein Leute

    • Das Brot am 06.08.2015 11:34 Report Diesen Beitrag melden

      Dafür muss man kein Making-Of sehen...

      ... lediglich wissen was Quantenlevitation ist und wie sie funktioniert. - Oder aber den Artikel lesen und dort den Begriff "Supraleiter" verstanden haben. - Aber das würde einen gewissen Grad an Bildung voraussetzen...

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  • Skeptiker am 05.08.2015 18:53 Report Diesen Beitrag melden

    Profi

    also wenn ein professioneller Skater schon seine Mühe hat auf diesem Ding zu bleiben, dann will ich nicht Otto-Normal-Verbraucher sehen, der nicht mal auf einem klassischem Skateboard stehen kann.