Tragischer Fall

09. Juni 2017 14:47; Akt: 09.06.2017 14:47 Print

Bub ertrinkt – eine Woche nachdem er baden war

In Texas ist ein Vierjähriger an einem äusserst seltenen Phänomen gestorben. Die Mediziner nennen es trockenes Ertrinken.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Seit er vergangene Woche in einem Teich geschwommen war, klagte der 4-jährige Francisco Delgado über Übelkeit und Bauchschmerzen. Er musste sich häufig übergeben, litt an Durchfall.

Umfrage
Kannten Sie das Phänomen des trockenen Ertrinkens schon?
1 %
22 %
77 %
Insgesamt 8173 Teilnehmer

Zunächst dachten seine Eltern, ihr Sohn habe sich einen Virus eingefangen. Aber als die Schmerzen immer schlimmer wurden und der Kleine kaum noch atmen konnte, war klar: Er kämpft um sein Leben.

Nicht aufzuhaltende Tragödie

«Als Francisco aus dem Schlaf erwachte, konnte er nur noch stöhnen. Dann nahm er einen letzten Atemzug», sagte sein Vater zur «Daily Mail». Er habe den Kleinen sofort ins Spital gebracht. Doch da war es schon zu spät. Die Ärzte konnten nur noch Tod und Todesursache des Buben feststellen: Francisco war ertrunken, und das eine Woche nach dem Wasserkontakt.

Dieses äusserst seltene Phänomen, für das vor allem Kleinkinder anfällig sind, nennen Mediziner trockenes Ertrinken. Dabei kommt es zum sogenannten Eintauchreflex, bei dem sich die Stimmbänder derart verkrampfen können, dass sich die Atemwege über viele Stunde verkleinern und schliesslich komplett blockieren. Im schlimmsten Fall droht – wie bei Francisco – der Erstickungstod.

«Seine Lungen waren voller Flüssigkeit. Die Ärzte konnten nichts mehr für ihn tun», erinnert sich Mutter Tara an die traumatischen Momente im Spital. Freunde der Familie sammeln jetzt im Internet Spenden.

(heute.at/l'essentiel/fee)