Ungewöhnliche Ehrung

06. September 2016 21:18; Akt: 06.09.2016 21:18 Print

Freddie Mercury ist jetzt ein Asteroid

Der verstorbene Queen-Sänger ist ab sofort offiziell im Weltall anzutreffen: Zum 70. Geburtstag Mercurys wurde ein Asteroid nach ihm benannt.

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Queen-Frontmann und Rocklegende Freddie Mercury wäre am Montag, dem 5. September 2016, 70 Jahre alt geworden. Obwohl Mercury bereits 1991 verstorben ist, gab es nun ein Geschenk: Einen Asteroiden, der neu «17473 Freddiemercury» heisst. Laut Angaben der Internationalen Astronomischen Union (IAU) hat «Asteroid 17473 Freddiemercury» einen Durchmesser von ungefähr 3,5 Kilometern ... ... und bewegt sich zwischen den Umlaufbahnen von Mars und Jupiter. Der verstorbene Sänger befindet sich damit in bester Gesellschaft. Denn Band-Kumpel Brian May gab 2008 ebenfalls einem Himmelskörper seinen Namen, dem «Asteroid 52665 Brianmay». Gerne werden die Namen Prominenter auch für neu entdeckte Tierarten verwendet. So benannten etwa Spinnenforscher eine bisher unbekannte Art nach John Lennon. Deshalb hört diese farbenfrohe Tarantel-Art ganz offiziell auf den Namen Bumba Lennoni. Weil sie die «hochsensible Schnauze mit den tastenden, beweglichen Lippen» des neu entdeckten Tieres an Mick Jagger erinnerte ... ... haben die Forscher es ihm zu Ehren Jaggermeryx naida genannt - Jaggers Wassernymphe. Erst vor Kurzem wurde diese Wassermilbe ... ... nach Jennifer Lopez benannt. Das Tierchen hört auf den Namen Litarachna lopezae. Auch diese orange-gepunktete Froschart aus Ecuador trägt einen prominenten Namen. Weil sie vom Aussterben bedroht ist gab ihr das Forscherteam um Luis A. Coloma vom Centro Jambatu de Investigación y Conservación de Anfibiosgab den Namen Hyloscirtus princecharlesi. Eine Ehrung für Prinz Charles, der sich seit Jahren für den Schutz gefährdeter Arten einsetzt. Dieser Wollmaki aus der Gruppe der Lemuren ist im Nationalpark Tsingy de Bemaraha auf Madagaskar zuhause. Die Primatenart heisst seit 2005 Avahi cleesei und verdankt ihren Namen dem Komiker John Cleese. Denn der hatte sich mit seinem Film «Operation Lemur» (1989) für den Erhalt der Lemuren starkgemacht. Wenig schmeichelhaft ist der Name dieser Laufkäferart. Ihr Entdecker Oscar Weibel ... ... war Bewunderer Adolf Hitlers und taufte es 1937 auf den Namen Anophthalmus hitleri. Diese Wespen rauben ihren Opfern den Willen. Weil das die Besucher des Berliner Naturkundemuseums ... ... an die Dementoren aus den «Harry Potter»-Büchern erinnerte, gaben sie der Gattung den Namen Ampulex dementor. Auch diese unscheinbare Fliege, die auf Costa Rica anzutreffen ist, hat ein namhaftes Vorbild. Denn ihr Entdecker F. Christian Thompson taufte sie auf den Namen Eristalis gatesi. Damit wollte er Microsoft-Gründer Bill Gates und dessen Beitrag zu seiner Forschungsarbeit Ehre erweisen. Bewunderung wollte der Entdecker dieses Tierchens ausdrücken, als er diesem parasitären Krebs seinen Namen gab. Denn er heisst Gnathia marleyi - so wie der wohl bekannteste Reggae-Musiker aller Zeiten: Bob Marley.

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Ein weit entfernter Asteroid im Universum trägt nun den Namen Freddie Mercury. Queen-Gitarrist Brian May teilte am Montag via Video-Botschaft (siehe unten) mit, dass die Internationale Astronomische Union (IAU) den in Mercurys Todesjahr 1991 entdeckten Asteroiden im Orbit des Jupiters nach seinem Band-Kollegen benannt habe.

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Mercury, der Sänger und Komponist, der Welterfolge wie «Bohemian Rhapsody»und «We Are the Champions» geschrieben hat, wäre am Montag 70 Jahre alt geworden.

Als hätte er es geahnt ...

Der Himmelskörper heisst nun «Asteroid 17'473 Freddiemercury», sagte May, der auch Doktor der Astrophysik ist. Der Asteroid sei «nur ein Lichtpunkt, aber ein sehr besonderer Lichtpunkt».

An Ende des Verkündungsvideos sind erstmals Aufnahmen des neu benannten Himmelskörpers zu sehen. Begleitet wird die Premiere vom Queen-Song «Don't Stop Me Now», in dem Mercury unter anderem «I'm a shooting star leaping through the sky» (dt. «ich bin eine Sternschnuppe, die durch den Himmel springt») singt. Dass sich das einmal bewahrheiten würde, hätte der Sänger wohl nicht gedacht.


Freddie Mercurys Band-Kumpane Brian May überbringt die frohe Botschaft. (Video: Youtube/BrianMayCom)


Queen's «Don't Stop Me Now» in voller Länge. (Video: Youtube/Queen Official)

(fee/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Innerschwyz am 06.09.2016 21:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ehre

    Ach, ist das eine schöne geste! Hoch (im wahrsten sinne des wortes!) lebe freddy mercury! Deine musik hat mir sehr gefallen, und ich höre sie immer noch!

  • Erika Strebel am 06.09.2016 21:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der Beste

    Er war der Beste!

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  • leena am 06.09.2016 21:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    grossartig

    toll, das passt genau. freue mich über diese Ehrung, dem Unsterblichen

Die neusten Leser-Kommentare

  • killer queen am 07.09.2016 21:47 Report Diesen Beitrag melden

    the one and only

    freddy, mercury, brian may (professor,dozierend am imperial college in london!),john deacon und roger taylor - die beste band ever!

  • Anti Queen am 07.09.2016 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Bracuht es gar nicht

    Das ist jetzt absolut unnötig. Ist ja wirklich Geschmacksache der Sound der Queen.

    • Queeny am 07.09.2016 12:31 Report Diesen Beitrag melden

      Solche Leute braucht die Welt eben doch!

      Geschmacksache ist alles, logisch. Aber er ist eine enorme Persönlichkeit. Auch diese ist Geschmacksache. Aber genauso wie seine Stimme einzigartig war (sogar wisschenschaftlich erforscht) war auch seine Persönlichkeit und sein Charisma einzigartig. Einzigartig heisst nicht, dass es alle gut finden müssen, aber er ist genug einzigartig, dass die Welt noch heute an ihn und seine Musik denkt. Und ehrlich gesagt, egal wie polarisierend er gewesen sein mag, wirklich negatives kann man über diesen Mensch nicht sagen. Kenne ihn natürlich nicht, aber man hat sein Bauchgefühl.

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  • Fabio Gfeller am 07.09.2016 06:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freddie Mercury wer topt das?

    Einen Musikkünstler der es zu 100 Prozent verdient hat. Wenn ich die Performance von Live Aid oder das Konzert im Wemblystadium von 1986 sehe. Eine noch bessere Performance, das topt keine andere Band. Beste Performance ever!

    • Vorname am 07.09.2016 12:33 Report Diesen Beitrag melden

      Nice

      Schon sehr geil wie nah beim Publikum und leidenschaftlich das ganze war. Schlichtweg einzigartig. Unglaublich fesselnd der Typ. Sehr sympathisch.

    • Jeannette am 07.09.2016 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Fabio Gfeller

      Radio Gaga und das Einsingen mit dem Publikum von Live Aid zeigt, wie Freddie die Massen bewegt. Absolut faszinierend.

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  • Donna M. am 06.09.2016 23:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freddie Mercury

    Ehre wem Ehre gebührt. Für mich war Mercury der genialste Sänger meiner Zeit. Unglaublich diese unverkennbare kraftvolle Stimme. Queen heisst für mich Sound vom Feinsten. Happy Birthday Freddie. Du fehlst noch immer.

  • Deane am 06.09.2016 23:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Phänomenal

    Einzigartiges Genie was seine Musikalische Laufbahn betrifft. Danke Freddie. Und diese Auszeichnung ist verdient