Pestizide

31. März 2017 08:26; Akt: 31.03.2017 14:49 Print

Bei diesen Lebensmitteln nützt auch Waschen nichts

Früchte und Gemüse gelten als gesund. Wer allerdings genauer hinschaut, merkt: Ganz bedenkenlos ist der Verzehr nicht.

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Es ist nicht alles gesund, was sich Lebensmittel nennt. Das zeigt eine Untersuchung von US-Forschern. Denn viele gängige Frucht- und Gemüsesorten sind mit Pestiziden belastet. Welche die laut Studie am stärksten belasteten Produkte sind, erfahren Sie auf den folgenden Bildern. Schlusslicht des Rankings bildet Mais auf Platz 51. Das heisst: Von allen untersuchten Sorten war hier die Pestizid-Belastung am geringsten. Etwas schlechter schliesst die Avocado ab. Sie setzten die Forscher auf Platz 50. Auf Platz 49 taucht die Ananas auf ... ... auf Platz 48 landete eine Vielzahl Kohlsorten. Auch Zwiebeln sollten nicht bedenkenlos konsumiert werden. Sie schafften es wegen ihrer Belastung auf Platz 47. Auch Erbsen sollten besser regional gekauft werden. Denn als Tiefkühlware schafften sie es nur auf Platz 46. Doch es geht noch schlechter: In der Studie belegen Papayas den 45. Platz ... ... Spargeln den 44. und ... ... Mangos den 43. Platz 42 geht an Auberginen. Als noch schlechter werteten die Experten die Pestizidbelastung von Kiwis ein. Das bescherte ihnen den 40. Platz. Melonen der Art Cantalouple landeten mit ihrer Pestizidbelastung auf Platz 39 ... ... Blumenkohle auf dem 38. und ... ... Grapefruits auf dem 37. Platz. Platz 36 beansprucht der noch etwas stärker belastete Broccoli für sich ... ... Süsskartoffeln den 35. Pilze platzierten die Forscher auf dem 34. Rang. Für Wassermelonen gab es Platz 33 ... ... für Frühlingszwiebeln Platz 32. Bananen belegen in der Liste den 31. ... ... Zuckererbsen aus den USA den 30. und ... ... importierte grüne Bohnen den 29. Platz. Sommerkürbisse, zu denen auch Zucchetti zählen, belegen Rang 28 ... ... Orangen Rang 27 und ... ... Winterkürbisse den 26. Platz. Rüebli ordneten die Experten auf Platz 25 ein. Noch schlechter steht es um die Pestizidbelastung von Himbeeren. Sie befinden sich auf Platz 24. Mandarinen belegen Platz 23 ... ... Pflaumen landeten auf Platz 22. Anders als die aus anderen Ländern importierten grünen Bohnen (Platz 29) sortierten die Experten das aus den USA stammende Pendant auf Platz 21 ein. Auch bei Heidelbeeren hängt die Pestizidbelastung von der Herkunft der Beeren ab: Die aus dem Ausland stammenden belegen Platz 20. Werden Kohlblätter einzeln verkauft, rangieren sie auf Rang 19. Peperoncini landeten in der Erhebung auf dem 18. Platz. Die aus den USA stammenden Heidelbeeren schafften es auf Platz 17. Damit enthalten sie mehr Pestizide als importierte Blaubeeren (Platz 20). Während Zuckererbsen aus den USA in der Studie auf Platz 30 rangieren, befinden sich importierte Knackerbsen auf Platz 16. In ihnen fanden die amerikanischen Forscher demnach etwas mehr Pestizide. Kopfsalate belegen Platz 15 ... ... Cherrytomaten Platz 14 und ... ... Salatgurken Platz 13. Kartoffeln landeten in der Untersuchung auf Rang 12. Damit eröffnen sie das Feld der am stärksten belasteten Lebensmittel, von den Forschern auch «Dirty Dozen» («Dreckiges Dutzend») genannt. Ebenfalls alles andere als frei von Pestiziden sind Peperoni. Damit sicherten sie sich Rang 11. Auf Platz 10 sind Tomaten zu finden ... ... auf Platz 9 Sellerie. Noch höher war die Belastung bei Trauben (Platz 8) und ... ... Kirschen (Platz 7). Noch schlimmer steht es um Birnen. Sie belegen Platz 6. Pfirsiche zählen bereits zu den Top Five der am stärksten belasteten Früchte- und Gemüsesorten: Platz 5. Auch Äpfel sollten sorgsam ausgewählt werden. Sie schafften es im Ranking auf Platz 4. Ähnlich sieht es bei Nektarinen aus. Sie landeten auf Platz 3. Platz 2 gab es für Spinat. Am meisten Pestizidrückstände identifizierten die Experten bei Erdbeeren. Von den über 35'000 untersuchten waren 70 Prozent belastet.

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Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist für ein langes Leben das A und O. Das propagiert unter anderem die Krebsliga Schweiz mit der Kampagne «Fünf am Tag», die dazu aufruft, täglich fünf Portionen Frucht- und Gemüsesorten zu essen.

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Obwohl der schützende Effekt dieser Lebensmittel wissenschaftlich erwiesen ist, sollte man trotzdem nicht einfach zugreifen, denn viele sind mit Pestiziden verseucht, die die Konsumenten krank machen können. Denn: Die Schädlingsbekämpfungsmittel bleiben auf dem Obst, auch wenn man dieses gründlich wäscht.

Vorsicht vor dem «Dreckigen Dutzend»

Experten vom US-Landwirtschaftsministerium USDA untersuchen jährlich aufs Neue, welche Produkte diesbezüglich besonders heikel sind. In diesem Jahr umfasst die von ihnen beanstandete Liste 48 verschiedene und dazu noch gängige Frucht- und Gemüsesorten, darunter Kiwis, Frühlingszwiebeln und Erdbeeren.

Die am stärksten belasteten Sorten werden zusätzlich als «Dirty Dozen» («Dreckiges Dutzend») aufgeführt. Bei ihnen sollten Konsumenten besondere Vorsicht walten lassen. Das heisst: Die Produkte sollten am besten saisonal und regional eingekauft werden.

«Zusätzlich sollte auf die gängigen Biosiegel geachtet werden, denn bei Bioware ist die Behandlung mit Pestiziden von Haus aus verboten», zitiert Focus.de Susanne Moritz von der Verbraucherzentrale Bayern.

Welche Sorten besonders stark belastet sind, erfahren Sie in der obigen Bildstrecke.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • bibubaebu am 31.03.2017 08:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hitparade

    Für solche Informationen wäre eine Liste in Tabellenform für den Leser nützlicher als eine Photostrecke.

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  • R. Buser am 31.03.2017 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Stärkt unsere Landwirtschaft und Region

    Deshalb sollen unsere Bauern unterstützt werden und vermehrt Bio angebaut werden. Aus der Region für die Region macht Sinn. Gerne zahle ich mehr für Gemüse und Früchte, wenn ich weiss woher das ganze kommt.

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  • giorgio m am 31.03.2017 08:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles geht kaputt

    Mit der Zeit wird restlos alles vergiftet sein. Die Ozeane, sämtliches Essen und die Luft. Dank Pharma werden wir aber trotzdem immer älter und kranker.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Adrian Büschi am 01.04.2017 22:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Garten

    Warum wachsen bei uns im Garten viele dieser Gemüse ohne Pestizide und Dünger? Was läuft hier falsch? Ich bin der Meinung, dass Lebensmittel die Rückstände jeglicher Art aufweisen gar nich für den Handel zugelassen werden!

  • Swissgirl am 01.04.2017 13:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    In der Schweiz besser? Eine Illusion!

    Auch wenn die Liste aus den USA ist, muss es hier nicht besser sein. Wenn ich so die jungen Mädchen anschaue, meine Tochter eingeschlossen, bin ich überzeugt davon dass unser Fleisch ebenso mit Wachstumshormonen uns Antibiotika schlachtreif gemästet wird, nur wird das nicht öffentlich gemacht. Wenn ich meine körperlichen Reaktionen auf Lebensmittel aufliste, dann stecken in unseren Produkten genauso viele Pestizide, Insektizide und Dünger drin wie in der Importware. Die Nahrungsmittelindustrie ist eine Milliardenindustrie.

    • Martial2 am 01.04.2017 18:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Swissgirl

      Irgendwo von irgend einer Produzent, muss man seine Lebensmittel beziehen. Persönlich ist es mir völlig egal, was diese Produkte enthalten...Wenn man alles analysiert, dann kann man schon Morgen seinen Sarg bestellen. Was soll's!!

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  • B. Last am 01.04.2017 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    höchste Belastung

    sind immer die Arbeitgeber.

    • Martial2 am 01.04.2017 18:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @B. Last

      Das stimmt genau, mit oder ohne Pestizide...

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  • Marc Heusser am 01.04.2017 09:53 Report Diesen Beitrag melden

    Gilt nur für USA, hier wohl ganz anders

    Was hilft das? Die Liste ist aus den USA, aber die Belastungen hier können ganz anders sein.

    • Martial2 am 01.04.2017 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Marc Heusser

      Nee auf die ganze Welt ist es dasselbe. Das einzig Richtige ist. Selbstversorger, mit Tiere, Gemüse und Obst...Ein schöner Hobby im übrigens!

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  • Marcel am 01.04.2017 09:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Probieren geht über Studieren

    Darum habe ich Erdbeeren Himbeeren Zwetschgen Kirschen und Tomaten in meinem Garten selber angebaut. Gewisse Früchte und Gemüse Sorten gehen auch in Balkonkästen.