Uralte Kreatur

11. August 2016 14:54; Akt: 11.08.2016 14:54 Print

Mysteriöse Tiermumie in Diamantmine entdeckt

In einer abgelegenen Region Sibiriens sind Minenarbeiter auf die Überreste eines Tiers gestossen, das sie für eine neue Art Dinosaurier halten.

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In Sibirien geschehen hie und da absonderliche Dinge. So entstehen plötzlich kreisrunde Löcher, tun sich rätselhafte Spalten auf oder bringen unterirdische Blasen den Boden zum Tanzen. Auch unheimliche Tierkadaver sorgen immer wieder für Aufsehen. Das jüngste Exemplar ist nun in einer Diamantmine nahe der Stadt Udatschny in der russischen Republik Sacha (Jakutien) aufgetaucht.

Umfrage
Um was handelt es sich beim Kadaver?
12 %
42 %
3 %
30 %
13 %
Insgesamt 1812 Teilnehmer

«Monster-Mumie» nennen die Minenarbeiter ihren Fund und vermuten, dass es sich um einen bisher unbekannten Dinosaurier handelt, wie die «Siberian Times» berichtet. Tierexperten sind da weniger überzeugt. Sie gehen davon aus, dass der Kadaver einst ein Säugetier war.

Vielfrass oder Zobel?

So könnten es die Überreste eines kleinen Bären, eines Vielfrasses, eines Zobels oder eines Marders sein. Das tönt zwar weniger aufregend als «unbekannte Dinosaurierart», trotzdem ist die Mumie erstaunlich gut erhalten. Reisszähne und Krallen sind noch alle da.

Der Kadaver soll nun von Udatschny, was übersetzt «glücklich» heisst, in die 1686 Kilometer entfernte Republikhauptstadt Jakutsk gebracht und dort genauer untersucht werden, schreibt die «Siberian Times».

Atomexplosion

Die Diamantmine von Udatschny wird seit den 1960er-Jahren ausgebeutet. Um ein Rückhaltebecken für die Abwässer zu schaffen, wurde 1974 eine Atombombe nur 98 Meter unter der Erdoberfläche gezündet. Ursprünglich sollten insgesamt acht Bomben gezündet werden, da jedoch mehr Radioaktivität austrat als geplant, beliess man es bei der einen Explosion.

(jcg)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • M. Lukas am 11.08.2016 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    Was es auch immer ist

    auch heute werden immer noch neue Lebensarten entdeckt. Also kann es in der Vergangenheit etliche verrückte Tiere gegeben haben von denen wir nichts wissen. Ziemlich sicher auch einzelne Kreaturen die evolutionsbedingt nur kurz überlebten. Sibirien wirkte auf mich schon immer sehr Geheimnisvoll.

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  • Ameliore am 11.08.2016 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz klar

    ein Säugetier, das Gebiss scheint mir für marderähnliches zu mächtig (auch der ganze Kopf). Der Körper hingegen eher schlank (spricht gegen den Bären). Ich würde auf etwas in Richtung Hund tippen. Dafür sprechen das Gebiss, die Grösse, die eher schlanke Statur und der Fundort.

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  • Alice am 11.08.2016 15:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komisch

    Warum hört man eigentlich nie mehr etwas von diesen Fiechern?? Sind das alles Fakes, oder untersucht die schlicht nie jemand?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Yvonne am 12.08.2016 15:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Atomtests = veränderte Tierwelt

    Mich würde es sehr interessieren, was für Folgen Atomtests in der Fauna und Tierwelt für Folgen haben. Von Missbildungen bei Menschen wissen wir ja. Aber was für Kreaturen entstehen dadurch in den Meeren und in Sperrzonen?

    • Bill am 12.08.2016 20:02 Report Diesen Beitrag melden

      @Yvonne

      Die Tierwelt verändert sich durch Atomtests nicht mehr oder weniger als durch natürliche Mutationen. Jede all zu drastische Veränderung würde spätestens nach einer Generation aussterben.

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  • Ernesto am 12.08.2016 15:26 Report Diesen Beitrag melden

    nichts neues

    Dieser Fund ist zwar Super, jedoch handelt es sich hier um einen Raptor (Dino).

  • Donna M. am 11.08.2016 20:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zobel?

    Wenn man den Schädel, die Zähne und die Tatzen betrachtet, könnte es vielleicht ein Zobel sein? Würde dorthin passen.

  • Gerthrud am 11.08.2016 20:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seehund Baby?

    Man sieht doch das das ein Seehund Baby ist oder irre ich mich?

  • allan am 11.08.2016 19:56 Report Diesen Beitrag melden

    blabla

    wie soll denn bitte ein dinosaurier über jahrmillionen so gut erhalten worden sein, dass da noch haut und augen dran sind? haben die russen nicht viel überlegt.

    • maxi am 11.08.2016 20:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @allan

      er gab sich reichlich mühe, mit genug willen klappt doch fast alles ;)

    • Steve am 12.08.2016 06:15 Report Diesen Beitrag melden

      unwissenheit schützt nicht vor......

      öhm, sie wissen was und wo sibirien ist oder? man hat dort auch schon mammuts gefunden. eines war durch den permafrost fast vollständig erhalten und man konnte den mageninhalt bestimmen. leider trat nach fehlender kühlung des kadavers die sofortige verwesung innert stunden ein. dieses exemplar, scheint mir mumifiziert. also könnte da etwas dran sein :-)

    • Erik Hëss am 12.08.2016 09:33 Report Diesen Beitrag melden

      @Steve

      Mammuts lebten bis zum Ende der letzten Eiszeit, in Sibirien bis vor 12'000 Jahren, an isolierten Orten wie der Wrangelinsel möglicherweise bis vor 4'000 Jahren. Und das soll das Gleiche sein wie Dinosaurier, die vor 65 Millionen (!) Jahren ausstarben? Ist ja nur ein kleiner Unterschied von 64.99 Mio. Jahren. Soviel zum Thema "Unwissenheit"..

    • Steve am 12.08.2016 09:58 Report Diesen Beitrag melden

      @Erik Hess

      wem glauben sie mehr. der «Siberian Times» oder den tierexperten? denn laut tierexperten wäre es eher ein "neuzeitliches" säugetier (reptil?) und kein dino. :-)

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