Spektakuläre Einblicke

03. Oktober 2015 20:41; Akt: 03.10.2015 20:41 Print

Die letzten Geheimnisse der Pompeji-Opfer

Als der Vesuv ausbrach, endete das Leben in Pompeji. Mensch und Tier wurden zu Steinmumien. Jetzt haben Forscher sie per Computertomografie untersucht.

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Im Süden Italiens kam es am 24. August 79 zur Katastrophe: Der Vesuv brach aus. Stundenlang regnete es Bimsstein und Asche auf die Stadt Pompeji und ihre damals gut 20'000 Einwohner nieder. Niemand überlebte, weder Mensch noch Tier.

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Knapp 800 Jahre lang lagen die Opfer des Vulkanausbruchs unter der dicken Ascheschicht begraben, bis man im 19. Jahrhundert damit begann, sie freizulegen. Trotzdem: Mehr als die Umrisse der Toten kannte man bislang nicht.

Spektakuläre Bilder

Doch nun haben Forscher um Stefanie Giudice vom Archäologischen Nationalmuseum in Neapel 86 Steinmumien mithilfe von Computertomografie (CT) untersucht. Das Ergebnis kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen (siehe Bildstrecke).

Die Aufnahmen zeigen, dass unter der steinernen Hülle nicht nur Skelette und Zähne, sondern teilweise auch versteinerte Haut und Muskeln der vom Ascheregen Verschütteten erhalten geblieben sind. Bei einem etwa dreijährigen Kind hat sogar die Kleidung, die es zur Zeit des Vulkanausbruchs getragen hat, überdauert.

Mit den CT-Aufnahmen wollen die Forscher nicht nur ihre Neugier stillen, sondern auch mehr über das Alltagsleben in der verschütteten Stadt erfahren.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heiri am 03.10.2015 21:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1800 Jahre!

    Nicht 800 Jahre - Pompeji war eine antike Stadt in Kampanien, am Golf von Neapel gelegen, die wie Herculaneum, Stabiae und Oplontis beim Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. untergegangen ist.

  • Dr. S. Cooper am 04.10.2015 03:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tief beeindruckt

    Was mich bei jedem Besuch dieser antiken Stadt so faszinierte, ist der unglaublich hohe Lebensstandard, welche die Bewohner vor der Katastrophe genossen. Die Häuser, Villen, Parkanlagen, öffentlichen Bäder und Gebäude, die ganze unglaublich fortschrittliche Infrastruktur, Kanalisation und Wasserversorgung uvm, haben mich jedesmal unglaublich beeindruckt. Auch die spektakuläre Grösse, der ganzen Stadt und ihr genialer architektonischer Aufbau, sie wirkt so modern, dass man sich beim Spaziergang durch die Gemäuer, regelrecht vorstellen kann, wie es damals aussah. Es kommt einem so vor, als wäre die Stadt erst vor ein paar Tagen oder Wochen, von der Asche des Vulkans begraben worden. Ein unglaublich eindrückliches Erlebnis.

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  • Sid am 03.10.2015 21:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schaudern

    Ein Schaudern fährt mir durch den Körper beim Anblick dieser Opfer. Sie waren mit ihrem Altag beschäftigt als sie plötzlich von einem pyroklastischen Sturm überrascht würden. Ich hoffe sie hatten einen kurzen und schmerzlosen Tod.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Samy. am 04.10.2015 13:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schicksal

    Schon in der Schule hat mich das Schicksal der Menschen von Pompeji sehr mitgenommen. Zudem ist die Geschichte Pompejis sehr interessant. Wrde gerne mal dort hin fahren.

  • Lalelu am 04.10.2015 13:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es kommt noch

    Gemäss Wikipedia ist der Vesuv das letzte Mal 1944 ausgebrochen. Und es kann sein, dass mehrere Hundert Jahre nichts passiert, um dann wieder auszubrechen.

  • 20minonlineleser am 04.10.2015 12:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf jeden Fall sehr intressant

    letztes jahr als wir an der amalfiküste waren , haben wir pompeji besucht. es war sehr intressant. 1 tag genügt definitiv nicht. war aber sehr schön zu sehen, wie die stadt mal so funktioniert hat und die ganze infrastruktur ist noch sehr gut zu sehen. der blick vom forum zum vesuv ist herrlich. jemand der sich für geschichte intressiert sollte sicher mal pompeji besuchen wenn er in der nähe ist.

  • Super Mario am 04.10.2015 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Schlechter Artikel

    Pompeji ist sehr interessant. Tragisch, was sich im Jahr 79 ereignet hat. Tragisch ist aber auch, dass man nicht besser recherchiert. Es kamen nicht alle ums Leben, ein Teil konnte flüchten. Die Ruinen lagen nicht 800 Jahre unter der Erde, sondern viel länger. Bis ins 19. Jahrhundert wartete man mit den Grabungen dennoch nicht, man begann um 1748. Die Krönung des schlechten Artikels ist ja wohl die Umfrage: Ich habe Pompeji einmal besucht, wenn ich das nächste mal dort bin, werde ich es aber wieder tun. Einmal reicht für mich definitiv nicht, ist viel zu gross um alles an einem Tag zu sehen.

  • insteingemeiselt am 04.10.2015 10:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und die Vögel

    werden wie Steine vom Himmel fallen. Gretchenfrage; ist das Zitat aus der Bibel Vergangenheit, oder steht es noch bevor? Fakt ist, wir haben gar nichts aus Pompeji gelernt. Im Gegenteil, wir sind ja so allwissend, und die Atomkraftwerke sind etwa so sicher wie das Bankensystem, es kann jederzeit explodieren. Und nach einem Atomunfall sähe es noch schlimmer aus, da wir nicht konserviert würden, sondern(....) Und niemand mehr da ist, der die Leichen entsorgt, ausser vielleicht einige Zugvögel. Peng!!!!