Intimer Einblick

25. April 2017 18:15; Akt: 25.04.2017 18:15 Print

Das faszinierende Sexleben der Delfine

Delfine treiben es gern, oft und so gut wie mit allem und jedem. Wie sich der Geschlechtsverkehr genau abspielt, haben Forscher nun erstmals beobachtet.

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Beim Thema Sex kennen Delfine keine Grenzen. Sie begatten ihre Verwandten und machen sogar vor Menschen keinen Halt. Auch bei der Penetration von Abflussrohren sind sie schon beobachtet worden.

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Abgesehen von diesen Merkwürdigkeiten ist jedoch auch die klassische Paarung der Tiere faszinierend. Schliesslich müssen sie diese freischwimmend im offenen Meer vollziehen – und zwar ohne dass dabei Wasser in den Genitaltrakt des Weibchens gerät.

Wie sie das anstellen, haben Forscher der Dalhousie University im kanadischen Halifax nun erstmals untersucht.

Kunst-Penisse und -Vaginen

Dafür sammelte das Team um Dara Orbach zunächst Fortpflanzungsorgane von Delfinen, die eines natürlichen Todes gestorben waren. Mit deren Hilfe entwickelten die Biologen eine Methode, «mit der sich die Penisse der Tiere zu einer vollen Erektion aufblasen lassen», wie es in einer Mitteilung heisst. Dies, um damit anschliessend mit dem Vaginalgewebe von Weibchen die Kopulation zu simulieren.

Danach untersuchten Orbach und ihre Kollegen im Computertomographen, wie tief der Penis der Meeressäuger die Vagina beim Geschlechtsakt penetriert und an welchen anatomischen Punkten er dabei vorbei muss.

Verbesserung von Zuchtprogrammen

Die Aufnahmen offenbarten Bemerkenswertes: Sie zeigen, dass sich der Penis der Männchen zur Besamung regelrecht durch die Vagina des Weibchens schlängeln muss. Diese ist nämlich nicht gerade geformt, sondern gewunden und faltig (siehe Bildstrecke).

Die Forscher werten die Erkenntnis als wichtig. Einerseits liefern sie Hinweise darauf, wie sich die Genitalien der Delfine im Laufe der Zeit für den Akt im Wasser angepasst haben.

Andererseits kann das neue Wissen helfen, Zuchtprogramme künftig erfolgreicher zu machen: «Unsere Methode zeigt unter anderem, welche anatomischen Strukturen beim Geschlechtsakt miteinander in Kontakt kommen. Werden diese im Zuge einer künstlichen Befruchtung gezielt stimuliert, steigt womöglich die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis», so die Hoffnung.

(fee)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hope am 25.04.2017 19:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zuchtprogramme?!?!

    Was soll das? Wofür Zuchtprogramme? Delfine gehören in die Freiheit!! Nicht in Gefangenschaft! Boykottiert Delfinshows und schaut "The Cove" und "Blackfish".

    einklappen einklappen
  • Typhoeus am 25.04.2017 20:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur beim Sex

    Delphine sind die schönsten Begleiter aller Segler auf den sieben Weltmeeren.

  • Nina am 26.04.2017 08:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld Verschwendung

    Und dafür schmeisst man wieder Geld raus. Einfach nur traurig. Knvestiert das Geld lieber in den Schutz der Weltmeere dann erholt sich die Population der Weltmeere von alleine!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dr. Stolte am 26.04.2017 15:27 Report Diesen Beitrag melden

    Manchmal wäre ich auch gern ein Forscher

    Die haben immer so interessante Aufgaben. Das würde mir auch gefallen.

  • Nina am 26.04.2017 08:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld Verschwendung

    Und dafür schmeisst man wieder Geld raus. Einfach nur traurig. Knvestiert das Geld lieber in den Schutz der Weltmeere dann erholt sich die Population der Weltmeere von alleine!

  • Typhoeus am 25.04.2017 20:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht nur beim Sex

    Delphine sind die schönsten Begleiter aller Segler auf den sieben Weltmeeren.

  • Hope am 25.04.2017 19:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zuchtprogramme?!?!

    Was soll das? Wofür Zuchtprogramme? Delfine gehören in die Freiheit!! Nicht in Gefangenschaft! Boykottiert Delfinshows und schaut "The Cove" und "Blackfish".

    • Spyy83 am 26.04.2017 08:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hope

      vielleicht sollten sie sich mit dem thema zuchtprogramme intensiver beschäftigen. es gibt tierarten, die ohne zuchtprogramme schon längst ausgestorben wären. zucht hat nichts mit dressiershows zu tun. und auch wenn tiere in zoos niemals artgerecht gehalten werden können, gäbe es ohne diese einige tierarten weniger.

    • NoHope am 26.04.2017 14:24 Report Diesen Beitrag melden

      @spy

      Vielleicht sollten Sie sich mal fragen, warum die Tiere es nicht überleben. Alleine 137 Planzen, Tiere und Insektenspezien werden täglich zerstört durch die Amazonaszerstörung, um Soja für Tiernahrung und Platz für Tierhaltung zu gewinnen (Save the Amazon, Nasa, Monga Bay, et al.). Der Mensch ist die Ursache. Im Tierreich gibts eine natürliche Balance zwischen Jäger und Beute, Adaption, Evolution, etc. Tierzucht, von Hunden über Laborratten, ist schon schlimm genug, auch ohne Zoos.

    • Spyy83 am 26.04.2017 16:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @NoHope

      ich habe nie das gegenteil behauptet. nur sind es andere menschen, die deren lebensraum zerstören als diejenigen die versuchen die tierarten mit zuchtprogramnen zu erhalten. würden letztere ihren job nicht machen, sähe es noch schlimner aus.

    einklappen einklappen
  • marko 32 am 25.04.2017 19:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sex leben der Delfine

    Das finde ich auch