Auf dem Mars

31. Oktober 2012 08:32; Akt: 31.10.2012 13:06 Print

«Curiosity» findet Hawaii-Steine

Die Erkundungstouren des Mars-Rovers bleiben nicht ohne Erfolg: Die «Curiosity» ist auf Vulkan-Gestein gestossen, wie es auch auf Hawaii zu finden ist.

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Auch wenn sich die NASA alle Mühe gibt - es ist nicht einfach, vollständig sterile Maschinen ins All zu schicken. Vor dem Start haben Forscher vom Mars-Rover Abstriche genommen. Darauf entdeckten sie hunderte Mikroben, die zum Teil die Reise zum roten Planten überlebt haben könnten, wie die Wissenschaftler im Mai 2014 mitteilten. Der erste Blick des Mars-Rovers auf seinen Heimatplaneten: die Erde in 160 Millionen Kilometern Entfernung. Der Planet erscheint am Marshimmel heller als jeder Stern. Auf der Vergrösserung ist sogar der Mond zu erkennen. Um ihn sichtbar zu machen, wurde er künstlich aufgehellt. Das Bild schoss Curiosity am 529. Marstag seit der Landung (31. Januar 2014) mit der rechten Mastcam, die über ein Teleobjektiv verfügt. Am 4. Februar 2014 überwand der Rover eine Düne in einem Gebiet namens Dingo Gap. Die Aufnahme der hinteren Hazcam zeigt die Spuren des Rovers beim Hinunterfahren. Der Marsboden setzt den Rädern des Rovers stärker zu als erwartet. Diese Aufnahme vom 30. November 2013 zeigt den Zustand des linken Vorderrades, nachdem der Rover 4,47 Kilometer zurückgelegt hat. Deutlich sind Dellen und Löcher zu sehen. Die Experten wollen den weiteren Weg des Roboters nun so planen, dass allzu steiniges Gelände gemieden werden kann. So etwas hatten die Wissenschaftler noch nie gesehen: Der alte Mars-Rover Opportunity stiess im Januar 2014 auf einen Stein, der wie ein mit Konfitüre gefüllter Donut aussieht. Ursprung und Beschaffenheit des ungewöhnlichen Objekts werden nun untersucht. Computergeneriertes Bild von Curiosity auf dem Weg zu einer Bohrstelle. Der Rover hat Wasser im Marsboden entdeckt, wie im September 2013 bekannt wurde. Eine Schaufel voll Marsboden wurde in einer speziellen Analysekammer (Sample Analysis at Mars, SAM) auf 835 Grad Celsius erhitzt. Dabei löste sich das Wasser aus der Probe. Die Messung enthüllte auch eine Chlor-Sauerstoff-Verbindung, die bislang nur aus den hohen Breiten des Roten Planeten bekannt war. Kurz vor seinem 1. Marsjubiläum hat Curiosity ein rechtes Stück Weg hin zu seinem Ziel, den tiefer gelegenen Schichten am Fuss des Mount Sharp, zurückgelegt. Zuvor verbrachte der Rover rund sechs Monate im Glenelg-Gebiet (rechts). Die Zahlen stehen für die vergangenen Marstage seit der Landung. Ein Marstag (Sol) ist rund 2,7 Prozent länger als ein Tag auf der Erde. Sol 351 entspricht dem 1. August 2013. Die Aufnahme wurde vom Marssatelliten Mars Reconnaissance Orbiter gemacht. Mitte Juni 2013 spendierte die Nasa der Welt ein Milliarden-Pixel-360-Grad-Panorama des Roten Planeten. Aufgenommen wurde das Bild im Gebiet Rocksnest an mehreren Tagen zwischen dem 5. Oktober und dem 16. November 2012. Das Zentrum des Bildes zeigt den Mount Sharp im Süden, die beiden Ränder links und rechts zeigen das Gebiet Richtung Norden. Das Panorama in seiner ganzen Pracht gibts Diese Ansicht schoss die linke vordere HazCam am 16. Juli 2013 (Sol 335). An diesem Tag legte der Rover 38 Meter zurück und brachte damit das Total auf über 1,029 Kilometer. Anfang Juli hatte der Rover seine mehrmonatige Reise vom Glenelg-Gebiet zum acht Kilometer entfernten Fuss des Mount Sharp begonnen. Dieses Bild des linken vorderen und mittleren Rades schoss am 22. März 2013 eine Navigationskamera, die bisher auf dem Mars nicht verwendet worden war. Die Kamera, eine von total zwölf technischen Kameras, ist mit dem B-Computer des Rovers verbunden. Dieser Computer, der den grössten Teil des Hinfluges kontrollierte, wurde Ende Februar 2013 reaktiviert, als der A-Computer zeitweise ausfiel. An beiden Computern hängen gewisse Subsysteme, die jeweils nur in Verbindung mit diesem Rechner funktionieren. Auf dieser am 18. März 2013 veröffentlichten Aufnahme ist ein Marsstein zu sehen, der auf den Namen Tintina getauft wurde. Er brach auseinander, als Curiosity darüberfuhr. Die Bruchstelle wurde von den Forschern auf mineralische Hydration untersucht. Die roten Stellen zeigen einen hohen Wassergehalt an. Dieser Befund stützt die These, dass sich im Yellowknife-Gebiet einst ein See oder Flüsse befunden haben. Hier zeigt die Nasa, wie sie Aufnahmen vom Mars bearbeitet. Das Bild links ist aus den Rohdaten generiert worden, wie sie vom Mars empfangen wurden. Das mittlere Bild wurde dahingehend korrigiert, dass es die Ansicht vom Mars so wiedergibt, wie sie die Experten erwarten würden, wenn sie selbst auf dem Mars stünden. Das rechte Bild schliesslich zeigt die Ansicht nach erfolgtem Weissabgleich. So würde die Szenerie aussehen, wenn sie in der Erdatmosphäre aufgenommen worden wäre. Der Mount Sharp in seiner ganzen Pracht: Am 15. März 2013 veröffentlicht die Nasa zwei Panoramabilder des mehr als 5000 Meter hohen Berges in der Mitte des Gale-Kraters. Die Mosaikaufnahmen des Berges stammen vom 20 September 2012. Diese farbkorrigierte Version zeigt den Berg, wie wir ihn in der Erdatmosphäre sehen würden. Experten nutzen die korrigierten Versionen der Marsbilder, um verschiedene Gesteinsarten besser erkennen zu können. Das Panorama in seiner vollen Grösse gibt es zu sehen. Diese Version des Mount-Sharp-Panoramas zeigt den Berg so, wie wir ihn auf dem Mars sehen würden. Das Mosaikbild gibt es in seiner vollen Grösse zu sehen. So unspektakulär kann eine sensationelle Entdeckung daher kommen: Auf diesem Diagramm vom 12. März 2013 sind die Elemente verzeichnet, die das Mars Science Laboratory aus einem Stein namens John Klein extrahierte. Damit gelang der Nachweis, dass auf dem Mars die drei Grundbausteine des Lebens vorhanden sind: Wasserstoff, Kohlenstoff und Sauerstoff. Anfang März 2013 erlebt Curiosity eine erste grössere Panne. Wegen eines Computerproblems wechselt der Rover in einen abgesicherten Modus, in dem alle wissenschaftlichen Arbeiten ausgesetzt werden. Die Nasa vermutet kosmische Strahlung als mögliche Ursache der temporären Störung. Das Bild zeigt ein Selbstporträt des Rovers, das aus dutzenden Aufnahmen der am Ende des Roboterarms befestigten MAHLI-Kamera zusammengesetzt ist. Der Roboterarm ist auf dem Bild vom 3. Februar 2013 nicht zu sehen. Dank dieses Fotos wissen die Nasa-Wissenschaftler, dass der Roboter erfolgreich gebohrt hat. Sie veröffentlichten es am 20. Februar. Die erste Entnahme einer Gesteinsprobe mithilfe des Bohrers erfolgte am 8. Februar 2013, dem 182. Marstag seit der Landung von Curiosity, in einer Felsformation namens John Klein. Rechts vom tiefen Loch ist das Resultat einer Probebohrung sichtbar, die zwei Tage zuvor unternommen worden war. Das Loch in der Bildmitte hat eine Tiefe von 6,4 Zentimeter. Das erste Bohrloch auf dem Mars: Am 180. Marstag der Mission (7. Februar 2012) entstand diese Aufnahme vom ersten Rotationstest des Curiosity-Bohrers auf dem Mars. Der Bohrkopf des Mars-Rovers in Grossaufnahme. Die Breite des Bits beträgt 16 Millimeter. Das Bild wurde von der Spezialkamera des ChemCam-Instruments am 29. Januar 2013 geschossen. Der erste Test der Hammerfunktion des Curiosity-Bohrers fand am 2. Februar 2013 auf einem flachen Felsen statt, den die Nasa-Forscher John Klein getauft haben. Die Aufnahme deckt in der Breite einen Bereich von etwa 7,7 Zentimeter ab. Am 150. Marstag der Mission (6. Januar 2013) hat Curiosity mit ihrer Drahtbürste einen kleinen Flecken Marsgestein von Staub befreit. Die gereinigte Stelle ist etwa 4,7 cm auf 6,2 cm gross. Die Drahtbürste befindet sich am Ende des Roboterarms des Rovers (rechts) und heisst mit vollem Namen Dust Removal Tool. In der Bildmitte ist die hochauflösende Kamera MAHLI (Mars Hand Lens Imager) zu sehen. Diese Aufnahme der MAHLI-Kamera zeigt die gereinigte Stelle des Felsens Ekwir_1 im Gebiet Yellow Knife des Gale-Kraters. Die Nahaufname wurde aus einer Entfernung von etwa 1 cm gemacht und zeigt Brüche, weisse Adern, Vertiefungen und kleine dunkle Körner im Gestein sowie einige verbleibende Staubhäufchen. Der Weg des Rovers in den ersten 130 Marstagen der Mission. Links im Bild ist die Landestelle zu sehen, rechts die bisherigen Forschungsgebiete Rocknest, Point Lake, Shaler und Yellow Knife. Im Yellow-Knife-Gebiet plant das Roverteam erstmals den Bohrer einzusetzen, der bis zu 5 cm tiefe Löcher in Felsen bohren kann. Die Aufnahme wurde von der HiRISE-Kamera des Mars-Satelliten Mars Reconnaissance Orbiter gemacht. Curiosity blickt am 12. Dezember 2012 zurück auf den Eingang zum tiefergelegenen Yellow-Knife-Gebiet. Um in die Senke zu gelangen, musste der Rover eine etwa 50 cm hohe Stufe überwinden (im Hintergrund sichtbar). Die Nasa geht davon aus, dass der Boden in Yellow Knife anders beschaffen ist als in den bisher besuchten Gebieten. Darauf deuten nächtliche Messungen aus dem Orbit hin, wonach der Boden dort die Wärme des Tages besser speichert. Nach einer Fahrt von 25 Metern in östlicher Richtung schoss Curiosity am 18. November 2012 dieses Bild. Der Blick geht Richtung Yellowknife Bay im Gebiet Glenelg im Gale-Krater. Die Aufnahme stammt von der linken Navigationskamera des Rovers. Dieses Panoramabild entstand am 100. Mars-Tag der Mission. Der Rover hatte zuvor eine Strecke von 1,9 Metern zurückgelegt. Die Aufnahme deckt ein Gebiet von Norden (links) bis Süd-Südost (rechts) ab. Fünf Löcher im Marssand: Die Spuren in «Rocksnest» zeigen an, wo der Rover über mehrere Wochen Bodenproben entnommen hat. Die Aufnahme entstand am 9. November 2012, nachdem Curiosity gleichentags mit seinem Roboterarm die fünfte Probe entnommen hatte (das Loch in der Mitte oben). Ein Teil dieser Probe untersuchte das Mars Science Laboratory mit seinem «Sample Analysis at Mars»-Instrument (SAM) an den darauffolgenden zwei Marstagen. Am 12. November 2012 füllte der Roboterarm eine zweite Testmenge aus der gleichen Probe ins SAM. Der Rover beendete damit seine Aktivitäten am Rocksnest. Selbstbildnis des Mars Science Laboratory. Aus 55 Einzelbildern - aufgenommen von der MAHLI-Kamera (Mars Hand Lens Imager) am Roboterarm - setzten die Nasa-Experten eine Gesamtansicht des Rovers im Rocksnest zusammen. Für die Experten sind solche Aufnahmen wichtig, da sie so den Zustand des Rovers und allfällige Staubansammlungen auf seiner Oberfläche und den Reifen analysieren können. Von den 17 Kameras des Rovers kann einzig MAHLI am Roboterarm solche Bilder erstellen. Die Aufnahme entstand am 31. Oktober 2012. Die MAHLI-Kamera am Roboterarm von Curiosity schoss am 29. Oktober 2012 diese Aufnahme von einem Stein, dem die Forscher den Namen Et-Then gaben. Die Kamera war dabei etwa 40 cm vom Objekt entfernt. Der Stein liegt in einem Gebiet namens Rocksnest. Die Untersuchung der Bodenbeschaffenheit in Rocksnest mit dem Chemistry-and-Mineralogy-Instrument (CheMin) hat ergeben, dass sie aus mineralogischer Sicht den verwitterten Basaltböden vulkanischen Ursprungs auf Hawaii ähnelt. Das Bild zeigt links eine kleine Mulde, wo Curiosity mit seinem Roboterarm eine Probe genommen hat (rechts). Aufgenommen wurde es mit der Kamera am grossen Mast des Mars Science Laboratory. Aufnahme einer Verwehung in Rocksnest. Die Aufnahme links zeigt die Szenerie, wie sie auf dem Mars mit seiner rötlichen Atmosphäre aussieht. Das rechte Bild wurde zu Vergleichszwecken von den Nasa-Experten an die Lichtbedingungen auf der Erde angepasst. In einer kleinen Vertiefung, wo Curiosity seine zweite Schaufel Marserde aufgenommen hatte, entdeckten die Forscher am 15. Oktober 2012 ein helles Teilchen. Im Gegensatz zu einem zuvor gefundenen ähnlich hellen Stück stammt es aber nicht vom Raumschiff, sondern vom Mars. Ein bisschen Marserde auf dem Beobachtungsteller des Mars Science Laboratory. Die Aufnahme wurde am 16. Oktober 2012 gemacht, dem 70. Marstag oder Sol seit der Landung. Der Teller hat einen Durchmesser von 7,8 cm. Ich bin auch ein Bagger: Auf dieser Aufnahme vom 15. Oktober 2012 sind die Spuren der ersten drei Probenahmen von Curiosity zu sehen. Die Proben wurden aus einer Sandverwehung an einem Ort namens Rocksnest aufgenommen. Die Baggerlöcher sind etwa 5 cm breit. Die Aufnahme wurde von der rechten Navigationskamera (NavCam) gemacht. 360-Grad-Aufnahme der Umgebung von Rocknest. Hier hat der Rover erstmals eine Schaufel Marsboden aufgenommen und durch seine Forschungsinstrumente geschleust. Süden ist im Zentrum der Aufnahme, Norden an beiden Enden. Im Hintergrund sind die Reifenspuren von Curiosity zu sehen. Die Spurweite beträgt rund 2,7 Meter. Solche Steine gibt es auf der Erde nicht: Nachdem der pyramidenförmige Fels «Jake Matijevic» Ende September 2012 gefunden wurde, wird am 11. Oktober bekannt, dass es sich um eine bisher unbekannte Gesteinsart handelt. Die roten und violetten Markierungen zeigen, wo die ChemCam bzw. das Alphapartikel-Röntgenspektrometer am Stein angesetzt haben. Am 8. Oktober 2012 entscheidet die Nasa, die Arbeiten mit dem Roboterarm von Curiosity vorerst einzustellen. Grund war ein helles Objekt, das die Experten im roten Marssand neben dem Rover entdeckt hatten. Die Ingenieure vermuteten, dass es sich um ein abgebrochenes Plastikteil des Roboterarms handeln könnte. Das Plastikteil wurde in der Folge genauestens abfotografiert und untersucht. Am 15. Oktober 2012 veröffentlichte die Nasa dieses Bild des Objekts, das von der MAHLI-Kamera am Roboterarm geschossen wurde. Die Nasa kam aufgrund der Aufnahmen zum Schluss, dass es sich beim Objekt um ein Trümmerstück des Raumschiffs handelt, das möglicherweise bei der Landung abgefallen ist. Das Objekt ist etwa 1,3 cm lang. Am 27. September freigegebenen Bilder vom Mars zeigen Kieselsteine und beweisen gemäss Nasa, dass es auf dem Planeten einen mächtigen Strom gab. «Wir sehen hier zum ersten Mal von Wasser transportierte Kiesel auf dem Mars», erklärte William Dietrich, Forscher an der University of California. Dieses Bildmosaik zeige ein freigelegtes Flussbett aus kleineren Sedimentschichten. Die Forscher gaben der Gegend den Namen Hottah, nach dem Hottah-See im kanadischen Nordwest-Territorium. Der Vergleich mit ähnlichen Gesteinsformationen auf der Erde (r.) zeigt grosse Ähnlichkeiten. Die runde Form der Kieselsteine werten die Forscher als Beweis, dass auf dem Mars einst Wasser floss. Der bisherige Weg des Curiosity-Rovers auf dem Mars. Bei Goulburn ist das Mars Science Laboratory am 6. August 2012 gelandet. Am 28. September erreichte der Rover Hottah. Das erste grosse Ziel ist Glenelg. Der 2,1 Meter lange Roboterarm des Mars Science Laboratory kam vom 22. bis 24. September 2012 erstmals für die Untersuchung eines Steines zum Einsatz. Zum Einsatz kam dabei das Alphapartikel-Röntgenspektrometer (APXS), hier in der Bildmitte zu sehen. Das Untersuchungsobjekt: Ein etwa 25 cm hoher und 40 cm langer Stein namens «Jake Matijevic». Matijevic war ein Mitarbeiter des Projekts, der 2012 gestorben ist. Der Stein wurde mit der MAHLI-Kamera (Mars Hand Lens Imager) hochauflösend abgelichtet. MAHLI ist hier in der Bildmitte zu sehen. Die Aufnahme wurde mit der MastCam aufgenommen. Drei MAHLI-Aufnahmen von «Jake Matijevic». Die grosse Aufnahme wurde aus 25 cm Entfernung geschossen. Die mittlere Aufnahme aus 5 cm und die innere aus 2,5 cm. Eine Plakette vorne links am Rover trägt unter anderem die Unterschriften von US-Präsident Barack Obama und seinem Vize Joe Biden. Das Bild wurde mit der MAHLI-Kamera aufgenommen. Der Marsmond Phobos schob sich am 13. September vor die Sonne. Ein Ereignis, das der Curiosity-Rover mit seiner MastCam festhielt. Auch von unten macht Curiosity eine gute Falle. In der Bildmitte sind die vier runden HazCams sichtbar. Auf den Rädern hat sich eine dünne Schicht Marsstaub abgesetzt. Der Unterboden des Rovers befindet sich rund 66 cm über dem Boden. Curiosity stellt seinen künftigen Arbeitsplatz vor: In diesem Bild sind die geologischen Schichten am Fuss des Mount Sharp im Gale-Krater zu sehen. Das Mars Science Laboratory wird diese Schichten daraufhin untersuchen, ob auf dem Mars Bedingungen herrschten oder herrschen, die Leben ermöglichen. Zum Grössenvergleich hat die Nasa einen schwarzen Stein hervorgehoben, der in etwa die Abmessungen des Mars-Rovers hat (Vergrösserung unten rechts). Daraus ergibt sich, dass der spitze Fels dahinter etwa 300 Meter breit und 100 Meter hoch ist. Aufgenommen wurde das Bild mit der 100-Millimeter-Mastcam. Diese Aufnahme vom 23. August 2012 in süd-südwestlicher Richtung zeigt im Vordergrund die kiesige Umgebung des Landeplatzes von Curiosity. Darauf folgt eine Mulde und etwa in der Mitte des Bildes ist der mit Felsen übersäte rotbraune Rand eines Kraters auszumachen. Dahinter sind dunkle Dünen zu erkennen und dann der spitze Fels am Fuss des Mount Sharp, dem künftigen Arbeitsgebiet von Curiosity. Dieselbe Aufnahme in süd-südwestlicher Richtung. Hier sind die Farben so dargestellt, wie sie unter den Lichtbedingungen auf der Erde sichtbar wären. Es wurden zudem Distanzangaben angefügt. Die verschiedenen geologischen Schichten am Mount Sharp mit einer Distanzangabe. In den Schichten unter den weissen Punkten gibt es Spuren von Wasser, darüber nicht. Die Spuren des ersten Fahrversuchs von Curiosity am 22. August 2012. Der Rover fuhr zuerst rund 4,5 Meter vorwärts, drehte sich dann um 120 Grad und fuhr dann etwa 2,5 Meter rückwärts. Der Curiosity-Rover steht nach seiner ersten Testfahrt rund 6 Meter von seinem Landeort, der inzwischen den Namen Bradbury Landing erhalten hat, entfernt. Die ersten Fahrversuche von Curiosity aus der Vogelperspektive aufgenommen von einer der Navigationskameras am Mast des Rovers. Das Bild ist aus 23 Einzelaufnahmen zusammengesetzt. 360-Grad-Panorama mit den Spuren der ersten Tesfahrt. Vor dem ersten Fahrversuch am 22. August 2012 haben die Nasa-Ingenieure vier der sechs Räder des Curiosity-Rovers eingeschlagen, um die Funktionsfähigkeit der Steuerung zu testen. In der Bildmitte ist das rechte Hinterrad des Rovers zu sehen. Am 20. August 2012 hat die Nasa das 360-Grad-Panorama der Umgebung des Mars-Rovers mit vier Bildern der hochauflösenden Navigationskameras ergänzt (aufgenommen am 18. August). Nun ist links auch der 5500 Meter hohe Mount Sharp zu sehen. An seinem Fuss befindet sich das Forschungsgebiet des Rovers. Am 20. August 2012 wurde erstmals der Roboterarm von Curiosity auf seine Funktionstüchtigkeit untersucht. Der Test des mehr als zwei Meter langen Roboterarms verlief wie geplant. Mit dem Roboterarm kann Curiosity bohren und loses Gestein aufsammeln. Auch eine Kamera ist installiert. Hier fand der erste Test des ChemCam-Lasers statt. Im Kreis ist der Stein vor dem Beschuss abgebildet. Der rechteckige Ausschnitt ist eine Vergrösserung der Stelle nach dem Laser-Beschuss. Das Hintergrundbild wurde von einer Navigationskamera geschossen, während die vergrösserten Ausschnitte von der Kamera der ChemCam stammen. Vergrösserte Aufnahme des «Coronation» getauften Steins, den die ChemCam am 19. August 2012 für die erste Zielübung mit ihrem Laser beschossen hatte. Aufnahme der Navigationskamera «Rechts A» vom 19. August 2012. Das erste farbige Panorama-Bild von Curiosity erreicht die Erde am 9. August. Die im Bild gräulich dargestellten Flecken rechts der Bildmitte sind entstanden, als die Abstiegsstufe über der Landestelle schwebte und Curiosity am Skycrane auf die Oberfläche absenkte. Die Triebwerke der Abstiegsstufe haben an dieser Stelle den Staub aufgewirbelt, worauf Material von anderer Beschaffenheit an die Oberfläche kam. «Es ist wunderschön, endlich die Farben in dem Gelände zu sehen», schwärmt ein Nasa-Mitarbeiter. Curiosity im Selbstbildnis: Der Mars-Rover hat sich mit seinen Navigationskameras am grossen Mast selbst fotografiert. Das Bild ist aus mehreren niedrig aufgelösten Einzelaufnahmen «im Stil von Picasso», wie die Nasa schreibt, zusammengesetzt. Das Bild wurde am 8. August veröffentlicht. Zu diesem Zeitpunkt waren die hochaufgelösten Originalaufnahmen noch nicht zur Erde übermittelt worden. Der grosse Mast ist aufgerichtet, wie der Schatten in der Bildmitte beweist. Links ist der Schatten des Roboterarms zu sehen. Das erste 360-Grad-Panorama von Curiosity. Die Einzelbilder wurden von den Navigationskameras am grossen Mast des Rovers gemacht. Rechts der Bildmitte ist der Schatten des Masts zu erkennen. Zwei hochaufgelöste Aufnahmen, die für das erste Panorama verwendet wurden. Im Hintergrund ist der Rand des Gale-Kraters, in dem sich Curiosity befindet, zu sehen. Das erste Farbbild vom Mars, das am 7. August 2012 veröffentlicht worden war, wurde tags darauf erneut veröffentlicht, diesmal eingebettet in eine Computer-Simulation der Landschaft. Die Simulation wurde aus Bildern generiert, die von den Mars-Satelliten geschossen worden waren. Zum Zeitpunkt der Ankunft von Curiosity umkreisten den Mars die beiden US-Sonden Mars Reconnaissance Orbiter und 2001 Mars Odyssey sowie der europäische Mars Express. Der Vergleich zeigt zwei Aufnahmen einer vorne am Rover angebrachten HazCam. Das Bild links wurde gemacht, als die Linse noch durch eine Staubschutzfolie geschützt war. Die Auflösung beträgt einen Viertel der effektiven Kameraleistung. Die Aufnahme rechts ist hochaufgelöst und wurde nach dem Entfernen der Schutzfolien über den HazCams gemacht. Die Hazard Avoidance Cameras (HazCam) sind an den Enden des Chassis angebracht und dienen dem fahrenden Rover dazu, Hindernisse zu erkennen und zu umfahren. Der Lageplan nach der Landung des Nasa-Rovers Curiosity auf dem Mars. In der Bildmitte ist der Rover positioniert. Rund herum verteilt sind die Komponenten des Raumschiffs, die in verschiedenen Phasen des Anflugs abgetrennt wurden. Nach dem Eintritt in die Atmosphäre wurde zuerst der Hitzesschild (Heat Shield) abgetrennt, dann die Kapselrückseite (Back Shell) und der Fallschirm (Parachute). Zuletzt flog die Abstiegsstufe (Sky Crane), die den Rover an Seilen auf die Oberfläche absenkte, von der Landestelle weg. Wie die Landung im Detail ablief, . Die Aufnahme wurde am 7. August 2012 veröffentlicht. Diese Detailaufnahme des Landeplatzes zeigt den Hitzeschild des Raumschiffs Mars Science Laboratory. Wie das vorangegangene Bild wurde es mit der hochauflösenden Kamera des Mars-Satelliten Mars Reconnaissance Orbiter aufgenommen. Hier sind die Kapselrückseite und der Fallschirm zu sehen. Die Aufnahmen des Mars-Satelliten entstanden rund 24 Stunden nach der Landung des Rovers. Der Ort des Einschlags ist dunkler als die Umgebung, da durch den Aufprall heller Staub aufgewirbelt wurde und den dunkleren Untergrund freigab. Die Position der Abstiegsstufe nach der Landung. Der Einschlag erfolgte in einem spitzen Winkel, weshalb der Staub in eine Richtung weggewirbelt wurde (im Bild nach links oben). Aufgrund dieser Konstellation hat sich ein regelrechter Pfeil auf dem Boden gebildet, der in Richtung des Rovers (nicht im Bild) zeigt. Ein weiteres vom Mars-Satelliten Mars Reconnaissance Orbiter aus aufgenommenes Bild des Landeplatzes. Die Oberfläche des Roten Planeten ist in Quadrate von ca. 1,3 km Seitenlänge eingeteilt. Curiosity landete in Quadrat 51. Dies ist die hochaufgelöste Version eines der ersten Bilder, das Curiosity nach der Landung auf die Erde schickte. Die Aufnahme wurde von einer am Heck angebrachten HazCam gemacht. Ein weiteres Bild der HazCam, diesmal von vorne links. Im Hintergrund ist der Mount Sharp zu erkennen. Der Fuss dieses knapp 5500 Meter hohen Berges ist das Ziel des Rovers. Hier soll er die einzelnen Gesteinsschichten daraufhin untersuchen, ob auf dem Mars Bedingungen herrschten oder herrschen, die Leben ermöglichen. Das erste Farbbild vom Mars zeigt die Gegend nördlich des Rovers. Im Hintergrund ist der Rand des Gale-Kraters, in dem sich Curiosity befindet, zu erkennen. Aufgenommen wurde das Bild mit der MAHLI-Kamera, die am Roboterarm des Rovers angebracht ist. Die Kamera ist noch durch eine Staubschutzfolie abgedeckt, weshalb die Aufnahme etwas trübe ist. Das Bild wurde am 7. August 2012 veröffentlicht. Das Mars Science Laboratory im Anflug: Dieses Bild schoss der Mars Reconnaissance Orbiter während der Landung am 6. August 2012. Zu erkennen sind der Fallschirm und die Kapselrücksseite, die zu dieser Zeit noch die Abstiegsstufe und den Rover beherbergte. Der Hitzeschild wird während des Anflugs abgesprengt: Dieses Bild wurde von der MARDI-Kamera am Rover geschossen. Die Abkürzung steht für Mars Descent Imager, was frei übersetzt Marslandungskamera bedeutet. Die ganze Sequenz der der Landebilder von MARDI .

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Der Mars-Rover «Curiosity» hat bei seinen Erkundungen auf dem Roten Planeten Mineralien entdeckt, die es auch auf einem Vulkan auf Hawaii gibt. Der Analyse einer ersten Probe zufolge enthält der Marsboden Feldspat und Olivin, wie Wissenschaftler im Kontrollzentrum in Kalifornien am Dienstag mitteilten.

Diese Mineralien werden für gewöhnlich mit Vulkanausbrüchen in Verbindung gebracht. Der Boden weise daher Ähnlichkeiten mit dem Boden am Mauna-Kea-Vulkan auf Hawaii auf, sagten die Wissenschaftler.

«Curiosity» war am 6. August mit einer völlig neuartigen Technik sicher auf dem Roten Planeten gelandet. Der Roboter der US- Raumfahrtbehörde NASA soll zwei Jahre lang den Mars erkunden und Spuren von organischem Leben suchen.

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(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rolf am 31.10.2012 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    Ich möchte auch Mal

    auf dem Mars in den Geil- Krater, hehehe.

  • Tarzan am 31.10.2012 09:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Money money money

    Ziehmlich interresant finde ich das ganze... Auch wenn da soo viel geld reingesteckt wurde... Aber das braucht man hald für die wissenschaft..

    einklappen einklappen
  • abstraktes denken am 31.10.2012 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    vergleich

    trocknet mal eine frucht die voller wasser ist und schaut was mit den dimensionen passiert. sagt dan noch mal der mars ist zu klein

Die neusten Leser-Kommentare

  • abstraktes denken am 31.10.2012 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    vergleich

    trocknet mal eine frucht die voller wasser ist und schaut was mit den dimensionen passiert. sagt dan noch mal der mars ist zu klein

  • Rolf am 31.10.2012 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    Ich möchte auch Mal

    auf dem Mars in den Geil- Krater, hehehe.

  • Lukas am 31.10.2012 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    Verstehen

    Es wurde überhaupt kein Geld auf den Mars geschossen! Das Geld blieb auf der Erde, ging an die Ingenieure, an die Mechaniker und an die Hersteller der Bauteile. Denkt mal ein bisschen weiter und versucht die Wirtschaft zu verstehen...

  • Marie am 31.10.2012 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    Ich hab' mal auf Hawaii gelebt

    Bin ich jetzt ein Marsmensch? Davon gibt's übrigens noch mindestens einen in Zürich: eine Freundin von mir.

    • Rumms Field am 31.10.2012 12:42 Report Diesen Beitrag melden

      Zürcher sind alle Marsmenschen

      als Zürcher bist du eh schon ein Marsmensch

    • Y. Müller am 31.10.2012 19:27 Report Diesen Beitrag melden

      definitiv..

      hahaha da hat der Herr Field wohl recht ;)

    • Berner am 01.11.2012 13:23 Report Diesen Beitrag melden

      @Rumms Field

      Wie wahr, wie wahr :-P

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  • hiob am 31.10.2012 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    what if...

    was wenn die hawaii-steine auf dem mars in wirklichkeit mars-steine auf hawaii sind?

    • MrASDF am 31.10.2012 14:58 Report Diesen Beitrag melden

      Ich muss sagen,...

      ...interessanter Gedanke.

    • Vghbn am 31.10.2012 20:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      xD

      Oder wenn die mars-hawaii steine in wirklichkeit mars-hawaii-jupiter-venus steine sind

    einklappen einklappen