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Vor 4500 Jahren erbaut
25. März 2012 23:26; Akt: 28.03.2012 13:24 Print
So viel kostet eine Pyramide
Die Cheops-Pyramide ist eines der sieben Weltwunder. Nun hat ein Architekt errechnet, wie lange der Bau heute dauern würde – und wie viel man für die Konstruktion hinblättern müsste.
Vor 4500 Jahren sollen 4000 Arbeiter in 20 Jahren die Cheops-Pryamide errichtet haben. Sie ist 230 Meter lang und 146 Meter hoch: 2,3 Millionen Steine sind verbaut worden, die jeweils drei Tonnen wiegen.
Wärmebilder der Cheops-Pyramide (rechts oben) machten Jean-Pierre Houdin endgültig klar, dass es im Innern eine spiralförmige Steinrampe gegeben haben muss (rechts unten). Die externe Rampe funktionierte nur bis zu einer gewissen Höhe (Grafik links, alle Bilder: Dassault Systems).
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Um diesen Job in zwei Jahrzehnten zu erledigen, müsste Tag und Nacht alle fünf Minuten ein Stein an seinen Platz gerückt werden, rechnete das US-Magazin «Live Science» nach und fragte sich: Was würde dieser Bau heute wohl kosten?
«One World Trade Center» kostet «nur» vier Milliarden
Bei der Cheops-Pyramide wurden 6,5 Millionen Tonnen Stein verbaut. Einen Hinweis auf die Kosten geben Bauwerke, in denen eine ähnlich grosse Baumasse gebraucht wurde – wie beim Hoover-Staudamm am Colorado River. Ein Nachbau würde den Einsatz von 1500 bis 2000 Arbeitern erfordern und rund fünf Jahre dauern. Der Preis: fünf Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Das «One World Trade Center», das in New York gerade hochgezogen wird, kostet «nur» vier Milliarden.
Das Vorgehen wäre dabei dasselbe wie anno dazumal, glaubt Jean-Pierre Houdin. Der französische Architekt hat die Theorie entwickelt, dass die Pyramide von Innen nach Aussen gebaut wurde. «Es ist die ökonomischste Methode», sagte der 60-Jährige zu «Live Science».
Monsieur Houdins Theorie
Houdins Theorie zufolge wurde nur das erste Drittel der Pyramide mit einer externen Rampe gebaut, über die die Steine auf die Baustelle gezogen wurden. Weil bei grösserer Höhe die Auffahrt ellenlang geworden wäre, musste laut dem Pariser Experten eine spiralförmige Rampe im Inneren des Bauwerks als Lift für die schweren Brocken fungieren.
Heutzutage würde natürlich moderne Technik zum Zuge kommen, so Houdin: «Statt Leuten, die Steine mit Schlitten die Rampen herauf ziehen, würde man Maschinen nutzen. Für die obersten 10 oder 15 Meter, würde man einen kleinen Kran einsetzen.»
Mit Hilfe des «Dassault»-Konzerns hat Houdin eine 3D-Simulation erstellt, die das Vorgehen vor 4500 Jahren nachstellt.
Sightseeing in der Pyramide: In der 3D-Simulation kann man virtuell durch das Bauwerk wandern. Quelle: YouTube
2011 fand Jean-Pierre Houdin über seine 3D-Simulationen zwei geheime Räume in der Pyramide. Quelle: YouTube/nophonex
(phi)
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