Erderwärmung

03. März 2016 16:22; Akt: 03.03.2016 16:22 Print

3 Grad mehr – 500'000 zusätzliche Klima-Tote

Experten erwarten Hunderttausende zusätzliche Todesopfer durch die Klimaerwärmung. Es wird mehrere Todesursachen geben.

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Klimabedingte Ernteausfälle: Millionen Menschen könnten verhungern.(10. Mai 2011) (Bild: Keystone)

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Es ist eine düstere Prognose: Wissenschaftler der Universität Oxford rechnen im Jahr 2050 mit einer halben Million Toter durch Nahrungsmittelverluste, die durch extreme Wetterereignisse verursacht werden.

Nach Angaben der UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) gab es bereits 2015 rund 800 Millionen Hungernde auf der Welt. Weil die Weltbevölkerung weiter wächst, steigt auch der Bedarf an Nahrung.

Die britischen Wissenschaftler warnen nun aber, dass klimabedingte Ernteausfälle die nötige Steigerung der Lebensmittelproduktion schwierig oder sogar unmöglich machen könnten. Dies werde zu höheren Lebensmittelpreisen und einem geringeren Verbrauch führen.

Herzinfarkte, Krebs oder Schlaganfälle

In ihrer am Mittwoch im Medizinjournal «The Lancet» veröffentlichten Untersuchung schreiben die Wissenschaftler der Universität Oxford, die klimabedingten Ernteausfälle könnten zu einer durchschnittlichen Verringerung der pro Mensch zur Verfügung stehenden Kalorien und zu einem rund vierprozentigen Reduzierung des Obstverzehrs führen.

«Unsere Ergebnisse zeigen, dass selbst geringste Veränderungen bei der Verfügbarkeit von Nahrung zu Veränderungen beim Energiegehalt und bei der Zusammensetzung der Nahrung führen können», erklärte der Leiter der Studie, Marco Springmann von der Universität Oxford. Dies werde «weitreichende gesundheitliche Folgen» haben und bei einer Erderwärmung um drei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter bis zum Jahr 2050 den Tod von rund 529.000 Menschen verursachen – etwa durch Herzinfarkte, Krebs oder Schlaganfälle.

Besonders gefährdet sind der Studie zufolge Länder mit geringen und mittleren Einkommen. Fast drei Viertel der ernährungsbedingten Todesfälle durch den Klimawandel sind demnach in China und Indien zu erwarten.

(pat/sda)