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Problem Windenergie
19. März 2010 14:46; Akt: 19.03.2010 15:30 Print
Baulärm schlägt Walen aufs Gehör
Wale können sich über hunderte Kilometer durch ihre tiefen Rufe und ihr feines Gehör verständigen. Der zunehmende Unterwasser-Baulärm bedroht die Kommunikation der Tiere.

Das Gehör ist das wichtigste Organ vieler Wal-Arten (im Bild: Pottwale vor der Küste Guams). (Bild: Keystone/AP)
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Seeschlacht um Wale
«Zahnwale und damit Kleinwale vertrauen viel stärker ihrem akustischen als dem optischen Sinn», sagt der Chef des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, Harald Benke. Und selbst kleinere Meeressäuger wie Schweinswale orientieren sich in den ihnen bekannten Lebensräumen per Echoortung. Im Wasser wird Schall fünfmal besser geleitet als in der Luft.
Der rege Schiffsverkehr sorge inzwischen für ein ständiges diffuses «Grundgeräusch», das von den Meeressäugern ähnlich einem permanenten Brummen wahrgenommen werde. Dies verursache Stress, sagt Benke. Massenstrandungen wie Ende 2008 und Anfang 2009 vor der tasmanischen Küste, als 150 Wale verendeten, führen die Experten unter anderem auf Unterwasser-Lärm zurück.
Problem Windenergie
Der zunehmende Baulärm unter Wasser, den vor allem neue Offshore-Windparks mit sich bringen, könnte die empfindliche Kommunikation der Tiere noch stärker stören. Mit Skepsis beobachten Walforscher deshalb den Drang der Windenergie aufs Meer.
Der Unterwasser-Geräuschteppich und die mit den Bauarbeiten verbundenen Druckwellen, wie sie bei Rammarbeiten oder auch bei der seismischen Suche nach Erdgas-Lagerstätten entstehen, gelten mittlerweile weltweit als eine der Hauptgefahren für die sensiblen Tiere.
Verloren ohne Gehör
«Wale, deren Gehör durch Lärm gestört oder dauerhaft geschädigt wird, sind zum Tode verurteilt, weil sie sich nicht mehr orientieren können», warnt Benke. Messungen haben gezeigt, dass selbst in 80 Kilometer Entfernung von den Rammarbeiten die Unterwasser- Schallwellen noch über dem Hintergrundrauschen des Schiffsverkehrs liegen.
(sda)























