Planet Pluto

18. Juli 2015 08:32; Akt: 19.07.2015 15:17 Print

«Herz» aus Eis

Die neusten Entdeckungen der Sonde New Horizons zeigen überraschende Details zum Zwergplaneten Pluto. Die helle, herzförmige Fläche ist gefroren.

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Die Nasa hat neue Bilder des Pluto veröffentlicht. Die Sonde New Horizon hat die Silouette des Pluto mit der Atmosphäre aufgenommen. Die gestochen scharfen Bilder zeigen die Oberfläche des Pluto mit zahlreichen Details. Ebenen, Gebirge und Täler sind deutlich zu erkennen Detailaufnahme der Plutooberfläche. Diese Aufnahme zeigt ein zerklüftetes Gelände am nordwestlichen Rand einer grossen Eisebene namens Sputnik Planum. Gefrorenes Herz: Ein Teil der hellen, herzförmigen Fläche ist aus Eis. (17. Juli 2015) Die entdeckte Fläche erinnert auf den ersten Blick an gefrorenen Schlamm. (17. Juli 2015) Forscher schätzen, dass die gefrorene Stelle jünger als 100 Millionen Jahre ist. Inzwischen wurde Nebel auf dem Zwergplaneten entdeckt. (17. Juli 2015) So sieht Pluto aus der Nähe aus: New Horizons lieferte ein hochauflösendes Bild von der Oberfläche des Zwergplaneten. (15. Juli 2015) Die Übermittlung der Daten dauert aufgrund der Entfernung sehr lange: Das bisher beste Bild vom Pluto, das die Raumsonde New Horizons kurz vor ihrem Vorbeiflug geschickt hat. (14. Juli 2015) Plutos grösster Mond Charon. (15. Juli 2015) Plutos kleiner kartoffelförmiger Mond Hydra. Der Trabant ist nur etwa 43 auf 33 Kilometer gross. (15. Juli 2015) Das New-Horizons-Team ist von der Schärfe der neuen Bilder begeistert. (15. Juli 2015) Besuch geglückt: Das Team der New-Horizons-Mission freut sich über die ersten Signale zur Raumsonde nach dem Vorbeiflug am Planeten Pluto. (14. Juli 2015) Nach neun Jahren Funkstille: Missionschefin Alice Bowman (r) während der Kontaktaufnahme mit der Raumsonde. Freude herrscht in Maryland: Teammitglieder der New-Horizons-Mission feiern zusammen mit Gästen die geglückte Pluto-Annäherung der Sonde. (14. Juli 2015) Die Pluto-Aufnahme sorgte für helle Begeisterung: Teammitglieder der New-Horizons-Mission im Applied Physics Laboratory in Laurel, Maryland. (14. Juli 2015) Ihm kommt die Nasa-Raumsonde ganz nah: Der Zwergplanet Pluto, fotografiert von der New Horizons aus einer Entfernung von 2,5 Millionen Kilometern. (12. Juli 2015) Voller interessanter Details: Die Pfeile markieren ein helles «Herz», ein dunkles Gebiet, einen möglichen Krater und mögliche Klippen. (11. Juli 2015) Der Zwergplanet und sein riesiger Mond: Pluto (r.) und Charon, der innerste der fünf bekannten Trabanten, eingefärbt gemäss Messdaten der New Horizons. (8. Juli 2015) Grössenverhältnisse: Pluto und Charon, wenn sie direkt über der Erdoberfläche schweben würden. (14. Juli 2015) Der Himmel über Pluto: Künstlerische Darstellung des Mondes Charon, der mit dem reflektierten Sonnenlicht den Südpol des Zwergplaneten erhellt. (11. Juli 2015) Schnappschuss im Vorbeiflug: Auf ihrem Weg zu Pluto lichtete die Raumsonde New Horizons auch Jupiter ab. (24. Januar 2007) Weltraum-Romantik: Künstlerische Darstellung der Nasa-Mission New Horizons.

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Die Oberfläche der Ebene, die auf einer neuen Nahaufnahme des Zwergplaneten zu sehen ist, erinnert auf den ersten Blick an gefrorenen Schlamm. Dies teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa in Washington mit. Sie ist nach ersten Einschätzungen der Forscher wahrscheinlich jünger als 100 Millionen Jahre und wird wahrscheinlich immer noch von geologischen Kräften geformt. Die Nasa veröffentlichte einen simulierten Überflug der Eislandschaft.

Die Wissenschaftler tauften die Fläche, die mitten in einer Art hellem Herz auf der Oberfläche des Pluto liegt, «Sputnik-Ebene». Ihre Entstehung können sie sich noch nicht genau erklären. Zuvor hatte die Sonde New Horizons bereits mehr als 3000 Meter hohe, eisige Berge auf der Oberfläche des Pluto entdeckt und auch erste hochaufgelöste Fotos von den Monden Charon und Hydra zur Erde geschickt.

Nach mehr als neun Jahren und fünf Milliarden Kilometern war «New Horizons» am Dienstag als erster irdischer Flugkörper am Pluto vorbeigeflogen und hatte ihn mit sieben wissenschaftlichen Instrumenten untersucht. Bis alle beim Vorbeiflug aufgenommenen Daten und Fotos zur Erde geschickt sind, wird es noch 16 Monate dauern.

(slw/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • hb am 18.07.2015 09:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    phänomenal

    was der Mensch in so kurzer Zeit gelernt hat... einfach phänomenal. Hoffentlich lernt er bald noch mehr.

  • Kevin am 18.07.2015 10:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steinzeit?

    Ich glaube einige verstehen nicht wieviel uns das bringt, viele Dinge die für die Raumfahrt entwickelt wurden, halten bei uns im Alltag einzug! Stoffe die bei Hitze und Kälte schützen, die meisten Schuhsohlen sind nach dem Vorbild von der Raumfahrt. Alle die reklamieren, gebt eure Handy und GPS Geräte ab, Waldbrände werden nicht frühzeitig entdeckt ohne Satelitten! Es ist viel Geld aber wir profitieren sehr!

  • Chrigi am 18.07.2015 10:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na ja

    Ich finde es einfach toll wenn jeweils bei den Kommentaren " Das eine Langohr dem anderen Langohr erklären will das er/es ein ESEL ist." Es gibt in einer Gemeinschaft immer solche welche meinen es besser machen zu können.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Reto am 19.07.2015 10:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ab auf den Pluto

    Na ja , alle die Lust dazu haben, sollen doch auf den Pluto umziehen. Dann hat es auf der Erde wieder mehr Platz, Überbevölkrungs Problem gelöst. Man findet für alles immer welche die jeden Mist mitmachen. Von all dem was wirklich existiert, können wir eh nur ein Paar Prozent erfassen. So ähnlich wie ne Fliege an der Scheibe :-)

  • Ümit Karan am 18.07.2015 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    Wow..

    was für ein Gehirn müssen diese Menschen gehabt haben, die es geschafft haben etwas riesigen in Tonnenschwere zu konstruieren und diese im Umlauf der Erdatmospähre noch haargenau zu platzieren.

  • Mister Erde am 18.07.2015 14:56 Report Diesen Beitrag melden

    Graue Kugel na und?

    Ach und jetzt haben Sie ein weiteres Foto einer grauen Kugel. Wie toll. Der Mensch sollte jetzt glaub langsam begreiffen dass nur die Erde bewohnbar ist. Man stelle sich mal vor auf so einer grauen Kugel zu leben. Keine Bäume, keine Vögel die zwitschern, EISKALT. Seht es doch langsam ein dass wir von Gott erschaffen wurden und nicht durch irgendwelche Explosionen. Aber der heutige aufgeklärte Mensch ist viel zu hochmütig um noch an das ganz einfache zu glauben das jedes Kind versteht.

    • Nobody am 18.07.2015 18:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @mister erde

      Also dir ist schon klar, wenn es ein gott gäbe, das er uns abgrundtief hasst oder ;) (wir zerstören ja seine welt) Und doch mann kann aus pluto einem bewohnbaren planeten machen. Nicht von heute auf morgen, aber es ist machbar. So wie du das schreibst frag ich mich als ob du glaubst ob die sonne um die erde dreht oder umgekehrt (das wissen wir auch nur dank solcher taten)

    • Myke am 18.07.2015 23:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Hochmütig?

      Die einen glauben dass wir auf einem durchschnittlichen Planeten welcher um einen durschnittlichen Stern ein unbedeutendes Leben führen. Die anderen glauben dass ein übernatürliches Wesen das Universum nur für sie erschaffen hat. Sag mir, Freund, wer ist da hochmütig?

    • Beat Ottiger am 18.07.2015 23:26 Report Diesen Beitrag melden

      Von wegen

      @ mr. Erde- genau wegen solchem törichten göttlichen Geplauder haben wir div. Kriege auf unserer schönen Erde und die Leute hacken sich die Köpfe ab. Das Universum ist durch knallharte Physik entstanden.

    • momorizi am 19.07.2015 11:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      kriege?

      @ beat Kriege haben wir wegen Industrie und Banken, wegen neuen Märkten! wegen Gier und Profit. das war auch vor jahrtausenden so ;) Religion ist nur ein weg um andere gegen andere aufzuhetzen.

    • Ich am 19.07.2015 14:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      :)

      Ok folgendes Szenario: Unsere Hochkultur, unser Wissen und alles geht den bauch runter.... Eine neue Zivilisation startet "bei 0". Jetzt leben die ein paar Jahre, haben gerade gelernt Feuer zu machen, und verkriechen sich in ihrer Höhle. Plötzlich fällt einer unserer alten Satelliten vom Himmel... Und dann noch einer usw.. (Hat ja zur genüge). Was glaubst du, würden die Menschen darin sehen? Würde einer aufstehen und sagen: "Cool ein Google Satellit..." Oder doch eher: "Die götter sind zornig" bzw etwas in der Art?

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  • Kaspar Gander am 18.07.2015 14:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Besser als Krieg

    Es ist aus meiner Sicht besser das Geld für die Raumfahrt auszugeben statt für Kriegsmaterial. Zudem können wir noch lernen, wie unbedeutent unsere Erde im Vergleich zum umliegenden Weltall ist.

  • Mr. d am 18.07.2015 14:00 Report Diesen Beitrag melden

    Fortschritt

    Sobald das James Webb Teleskop (nachfolger des Hubble-Teleskop) in ihrer Umlaufbahn ist, wahrscheindlich nächstes Jahr, macht dieses Bilder von Objekten. Die Qualität mit der dann der Pluto fotografiert werden kann, ist um einiges höher als mit der New Horizons. Ich freue mich schon riesig auf neue Bilder des Universums.

    • Fritz am 18.07.2015 15:54 Report Diesen Beitrag melden

      Unglaublich

      Kann ich mir nicht vorstellen dass auf diese Distanz Detailreichere Bilder gemacht werden können als es jetzt von der Sonde ziemlich nahe am Pluto möglich ist. Wenn doch freue ich mich natürlich auf die Bilder.

    • Dr.Greenthumb am 19.07.2015 02:45 Report Diesen Beitrag melden

      warum Hubble Pluto nicht ablichtet

      schon komisch das das Hubble-Teleskop Bilder von weit entfernten Galaxien/Nebeln gestochen scharf hin bekommt, aber für den Pluto muss man ne extra Sonde vorbeischicken? Das leuchtet mir nicht ein, etwas so "nahes" nicht gestochen scharf hinzukriegen aber millionen lichtjahre entfernte dinge schon.. Ich freue mich auch auf die neuen Schnappschüsse des Universums, die Qualität der Bilder wird garantiert keine 4k-Qualität sein, eher das 4- 10 fache, wir Otto-normal-Verbraucher haben jetzt 4k TV - die Forscher-staaten und Regierungen haben längst die nächste oder übernächste Generation in betrieb

    • Daniel M. am 19.07.2015 17:56 Report Diesen Beitrag melden

      Halbwissen

      @Greenthumb. Durch solches Halb(kein)wissen entstehen Verschwörungstheorien. Es gibt nicht nur nah und fern. Es gibt auch gross und klein: Pluto klein...sehr klein paar: 100 Kilometer. Galaxie: Gross.... sehr Gross: 100,000 Lichtjahre. Fällt ihnen da was auf?

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