Forschungssatellit

23. Oktober 2011 21:49; Akt: 23.10.2011 21:49 Print

ROSAT stürzt auf die ErdeROSAT stürzt auf die Erde

Der ausrangierte deutsche Forschungssatellit ROSAT ist am Sonntagmorgen auf die Erde gestürzt, doch bislang weiss niemand wo.

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Wo schlägt Rosat ein? (Bild: Keystone/AP/EADS Astrium)

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Die Experten gingen davon aus, dass die meisten Teile des Minibus-grossen Satelliten beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verglüht sind. Allerdings rechneten sie auch damit, dass etwa 30 Teile mit einer Gesamtmasse von 1,7 Tonnen als Bruchstücke auf die Erdoberfläche fallen könnten.

Jonathan McDowell vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge im US-Staat Massachusetts sagte, vermutlich seien die Teile über Südostasien niedergegangen. Seinen Berechnungen zufolge stürzten die Überreste vermutlich irgendwo östlich von Sri Lanka in den Indischen Ozean oder vor der Küste Birmas in die Andamanensee.

Die Flugbahn des Satelliten habe über die beiden chinesischen Millionenstädte Chongquing und Chengdu hinweggeführt, sagte McDowell. «Aber falls er über bewohntem Gebiet heruntergekommen wäre, hätte es wohl schon Berichte gegeben», sagte er.

15 Minuten bis auf die Erde

Nach Angaben des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR) trat der Satellit zwischen 03.45 und 04.15 Uhr MESZ in die Atmosphäre ein und brauchte bis zu 15 Minuten, bis er auf der Erde aufschlug.

Für eine Erdumrundung benötigte der Satellit nur 90 Minuten. Wegen dieser hohen Geschwindigkeit ist es auch schwer, seinen Absturzort zu berechnen. Während des Wiedereintritts hätte er mehrere Tausend Kilometer zurücklegen können. Darüber hinaus hätte sich die Flugbahn des Satelliten deutlich verändern können, sobald er erst einmal auf weniger als 150 Kilometer heruntergekommen war, sagte Andreas Schütz, Sprecher des DLR. Deswegen warte das Zentrum noch auf Daten seiner auf der ganzen Welt verteilten Partner.

Der 2,4 Tonnen schwere Satellit ROSAT wurde 1990 vom US-Raumfahrtzentrum Cape Canaveral in die Umlaufbahn geschossen. Bis 1999 diente er der Erforschung von schwarzen Löchern und Neutronensternen. Ausserdem suchte er erstmals vollständig den gesamten Himmel nach Röntgenquellen ab.

(dapd)

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  • G. Far am 23.10.2011 21:39 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt fällt uns jeden Monat ein

    Satellit auf den Deckel? Super Perspektive.

  • F. Euerwerk am 23.10.2011 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    So schön

    ca. 19:00 Uhr habe ich in Richtung Nord-West vom Rheintal aus eine auffällige Sternschnuppe gesehen!

  • Stargazer am 23.10.2011 15:19 Report Diesen Beitrag melden

    Sichtung?

    Ich habe Sonntag Morgen um ca. Viertel vor Vier eine riesige Sternschnuppe gesehen. Also von der Geschwindigkeit und der Dauer der Erscheinung wie eine Sternschnuppe. Nur war sie um einiges grösser und heller. Könnte das von Rosat verursacht worden sein?