Gegen Smog

22. April 2018 20:01; Akt: 22.04.2018 21:30 Print

60-Meter-Turm soll Chinas Luft reinigen

Seit Jahren kämpfen Chinas Grossstädte mit Smog und Luftverschmutzung. Nun haben Forscher eine neue Methode entwickelt, um die Luft zu reinigen.

Bislang ist der Turm in Xian ein Einzelstück. (Video: Tamedia/APF)
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Als Massnahme gegen die hohe Feinstaubbelastung setzt die chinesische Metropole Xian auf einen Luftreiniger der Grösse XXL: Die Stadt in der Provinz Shaanxi stellte einen grossen Schlot auf, der saubere Luft versprüht.

Der 60 Meter hohe Turm sieht wie ein Industrie-Schornstein aus. Doch anders als die echten Fabrikschlote nördlich der Stadt stösst er keine schwarzen Rauchwolken aus - sondern saugt verschmutzte Luft auf, filtert sie und pustet saubere Luft wieder aus.

Solarbetriebener Luftreiniger

Der solarbetriebene Luftreiniger steht zwischen Hochhäusern am Stadtrand von Xian. Er kann zwischen fünf und 18 Millionen Kubikmeter Luft pro Tag reinigen, je nach Wetter, Jahreszeit und dem Niveau der Umweltbelastung. Die Belastung mit Feinstaub der gefährlichen Partikelgrösse PM 2,5 kann er auf einem Gebiet von zehn Quadratkilometern um zehn bis 19 Prozent verringern.
Partikel der Grösse PM 2,5 sind besonders gefährlich, da sie tief in die Atemwege eindringen können. Sie können Asthma, Allergien, Krebs und Herz-Kreislauferkrankungen verursachen.

Der Turm läuft zunächst im Testbetrieb, geplant sind weitere Stationen in der Acht-Millionen-Einwohner-Stadt. Laut dem Umweltexperten Cao Junji müssten allerdings 100 solcher Türme aufgestellt werrden, um die gesamte 1000 Quadratkilometer grosse Stadt abzudecken. Die Methode ist teuer: Der Bau eines solchen Turms kostet zwölf Millionen Yuan (1,8 Millionen Franken), der Betrieb 200.000 Yuan im Jahr.

Nur noch mit Mundschutz vor die Tür

Die chinesische Regierung hat der starken Luftverschmutzung den Kampf angesagt. In einigen Regionen ist die Luft so schlecht, dass die Menschen nur mit Mundschutz vor die Tür gehen.
Viele Chinesen besitzen Luftreiniger für ihre Wohnungen. Im vergangenen Winter hatten die Behörden die Produktion zahlreicher Fabriken eingeschränkt, um die Feinstaubbelastung zu reduzieren. In 28 Städten um die Hauptstadt Peking wurden strenge Regeln eingeführt, was viele Haushalte zur Umrüstung von Kohle- zu Gas- oder Elektroheizungen zwingen dürfte.

(ap)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Laedine am 22.04.2018 20:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich kann lesen...

    Und brauche keine Filmchen um zu lesen, was in der Headline steht... und wie funktioniert der Turm nun?

    einklappen einklappen
  • Beat Bachmann am 22.04.2018 20:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    artikel unbrauchbar

    unbrauchbar dieser artikel. nichts wird erklärt. noch was. ich schliesse mich dem leser der lesen kann an. auch ich kann lesen.

  • Leser am 22.04.2018 20:16 Report Diesen Beitrag melden

    Fortschritt?

    Ja, das ist der Fortschritt, das ist die Zukunft. Irgendwann zahlen auch wir Steuern für saubere Luft - sauberes Wasser ist für die meisten ja auch nicht mehr gratis.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Alfred A. am 25.04.2018 08:56 Report Diesen Beitrag melden

    Nötig, trotzdem falscher Ansatz

    Luftreinhaltung ist wie Gesundheitserhaltung. Man muss die Ursachen bekämpfen, nicht die Auswirkungen. Die Dreckschleudernbetreiber haben das zu bezahlen, nicht die Allgemeinheit. Saubere, gesunde Luft ist kein Luxus. Saubere Luft muss fraglos eine absolute Selbstverständlichkeit sein und bleiben.

  • Andy K. am 24.04.2018 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Zum heulen.

    Das ist Industriesubvention. Anstatt der Industrie Vorschriften zu machen und sie in die Pflicht zu nehmen ihren Schadstoffausstoss zu senken, indem sie Filter in ihren Kaminen einbauen (So wie es in der Schweiz Pflicht ist). Werden nun die Steuergelder der Bürger verwendet um die dreckige Luft zu Filtern, während die Industrie weitermacht wie bisher. Dafür können sie dann dort weiterhin zu Spottpreisen Produkte herstellen und damit den Weltmarkt überschwemmen.

  • Teutates am 24.04.2018 12:39 Report Diesen Beitrag melden

    In China machen sie es genau wir hier!

    Es werden Symptome bekämpft, aber fast NIE die Ursache.

  • t.t. am 24.04.2018 10:45 Report Diesen Beitrag melden

    Wird nur so funktionieren

    Smog ist eine dichte Masse die sich nicht auflösen, sondern nur verschieben kann. Das Reduzieren des Feinstaubausstosses ist nicht effektiv genug um dem Problem Herr zu werden, man wird um das Filtern der Luft nicht herum kommen das gleiche gilt auch für CO2

  • PS;L am 24.04.2018 08:47 Report Diesen Beitrag melden

    Da fehlen noch

    noch 5000 Türme dieser Art, dann dann der Versuch ernst genommen werden. Ansonsten ist die bloss ein Tropfen auf einen heissen Stein...