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Stammzellen-Fleisch
20. Februar 2012 23:46; Akt: 21.02.2012 09:19 Print
Ab Herbst gibts den «Frankenburger»
In Holland produziert eine Gruppe Wissenschaftler Fleisch ausserhalb von Körpern, mit Stammzellen. Ihr Ziel: Ein Hamburger. Diesen Herbst ist es so weit.

Macht Lust auf mehr: Der erste Hamburger aus dem Reagenzglas. (Bild: Universität Maastricht)
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Da jubelt das Tierschützer-Herz: Niederländische Forscher sind derzeit daran, Fleisch ganz ohne Tiere zu entwickeln. Noch im Herbst dieses Jahres soll er serviert werden können, der «Frankenburger» - mit Fleisch aus Stammzellen. Verantwortlich dafür ist Professor Mark Post von der Universität Maastricht.
Bildstrecken Kleine Welten 2011 Infografik KlonenAllerdings wird der Stammzellen-Imbiss nicht ganz billig: Die Kosten betragen stolze
«Dieselbe Struktur wie jene im lebenden Tier»
Der Spender sorge sich um die Umwelt und wolle dazu beitragen, «die Zahl der wegen ihres Fleischs getöteten Tiere und den aus der Nutztierhaltung resultierenden Ausstoss von Treibhausgasen zu verringern». Schon heute brauche die Fleischproduktion rund 70 Prozent der verfügbaren landwirtschaftlichen Fläche.
«Die hergestellten Gewebe werden exakt dieselbe Struktur haben wie jene im lebenden Tier», versicherte der Forscher. Das sei entscheidend: Das Stammzellfleisch müsse gleich schmecken wie herkömmliches. «Sonst wird es unmöglich, die Konsumenten davon zu überzeugen, auf etwas zu verzichten, das sie kennen.»
PETA gibt grünes Licht
Das Laborfleisch könnte aber trotzdem neue Möglichkeiten für die Gesundheit eröffnen. Laut Post könnte die Herstellung zum Beispiel so gesteuert werden, dass das Stammzellfleisch erhöhte Anteile von gesunden Omega-3-Fettsäuren enthält.
Auch Tierschützer scheinen den Burger zu mögen. Die Tierschutzorganisation PETA sieht in dem Projekt einen Weg, das Leiden der Tiere zu beenden. «PETA hat nichts dagegen Fleisch zu essen, sondern nur gegen das Töten unschuldiger Tiere», zitiert der britische Telegraph Alistair Currie von der Organisation.
Holländer als treibende Kraft
Die Wissenschaftlerkonferenz in Vancouver stand unter dem Titel «Die nächste Landwirtschaftsrevolution». Mehrere Redner verwiesen dabei darauf, dass durch die Produktion von Fleisch durch Stammzellen die komplette Nahrungsmittelindustrie umgekrempelt werden könnte.
Treibende Kraft hinter diesem sogenannten In-vitro-Fleisch ist ein Niederländer namens Willem van Eelen. Er erstand im Jahr 1999 die weltweiten Rechte an diesem Stammzellen-Fleisch. Dann stellte er das Forscher-Team von Mark Post zusammen und liess sie an der Realisierung seiner Ideen arbeiten. Nun steht der Durchbruch offenbar kurz bevor.
(aeg/sda)
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Alle 115 Kommentare




























Akzeptanz
Ich bin echt überrascht über die vielen positiven Kommentare zu dieser Fleisch-Variante. Ich bin seit 32 Jahren Vegetarierin und fühlte mich bis jetzt eigentlich immer falsch verstanden. Ich wollte nie missionieren und habe meine Essgewohnheiten auch immer für mich behalten. Trotzdem wurde ich ständig mit Kommentaren wie: "Du solltest besser mal ein saftiges Stake essen" oder "Du siehst so bleich aus, ess mal ein Stück Fleisch" hören. Schön das mittlerweile eine grössere Akzeptanz von Seiten der Fleisch esser zu sehen ist.
Fleisch aus Kläranlagen
Vor ein paar Jahren haben doch japanische Lebensmitteltechnologen ein Steak aus Klärschlamm hergestellt? Es soll keinen merkbaren Unterschied zu einem "echten" Steak gegeben haben: Geschmack, Konsistenz, Geruch,..etc...
Gruusig
Widerlich. So was werde ich nie essen. Ich will frisches Fleisch vom Tier, basta. Tierschützer können sich ja den Labormist geben, die essenja auch gern chemische Pampe wie Analogkäse.
Ziemlich schwach!
Soso Veronica, du stehst also darauf, dass ein Tier für dich leiden und sterben muss. Tötest du es denn auch selbst? Dein Post sagt ziemlich viel über deinen Charakter aus....schade, dass es immer noch so herzlose Menschen gibt
Kurzsichtig
Oh wie mitfühlend du doch bist! Du hast sicher so ein kleines Hündli welches du wie Hilton stehts mit dir herumträgst. Von solchen Menschen bin ich mir nämlich solche Kommentare gewöhnt. Der eigene Chiwawa ist dann was ganz anderes. Andere Tiere kann man jedoch ruhig esssen oder zu Pelzmänteln verarbeiten, dass stört solche Menschen wie dich offenbar kein Deut.
Keine Ahnung
Aber die ganze Chemie und Antibiotika in deinem "frischen" Fleisch stört dich nicht? Der ganze Abfall in Würsten? Lächerlich diese Aussage.
an Luisa, Michèle und Cora
1. stamme ich aus einer Metzgerfamilie und weiss garantiert mehr über Fleisch als Ihr "Empörten" alle drei zusammen. 2. würde ich auch einen Hund essen (habe keine Haustiere), da mach ich keinen Unterschied zur Kuh oder zum Schwein. Nur ist es hier halt nicht üblich, bzw. erhältlich 3. Könnte es mir nicht egaler sein was Ihr über mich denkt.
@Michèle
Der Hund ist auch ein sozialisiertes Tier im Gegensatz zu Schlachttieren...
...
nutztiere, es sind nutztiere und nich ein herzoges hündli, kappiert das mal!
Fleisch essen ist normal...
@Cora, soeben konvertiert? Wie alt sind Sie? Tiere für Spass zu töten? Nein, der Natur nur soviel wegnehmen wie nötig. Das macht der Mensch seit den letzten 200'000 Jahre so. Die, die das Gefühl haben jeden Tag Fleisch essen zu müssen, bei denen stimmt was nicht, aber solls. Und das hat nichts mit "Herz" zu tun.