Einmalige Aufnahmen

10. Dezember 2012 18:14; Akt: 11.12.2012 09:18 Print

Afrikanischer Python verschlingt Gnu-Kalb

Erstmals zeigen Bilder, dass sich ein Felsenpython an ein Beutetier dieser Grösse heranwagt. Die Fotos aus einem südafrikanischen Park verblüffen selbst Experten.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Dass Riesenschlangen gefährlich sind, ist allgemein bekannt. Zu den Beutetieren erwachsener Pythons gehören durchaus kleine Antilopen und gar junge Krokodile. Dass sie ein Streifengnu-Kalb angreifen, hielten Reptilien-Fachleute allerdings für äusserst unwahrscheinlich.

Das hat sich mit den Aufnahmen von Rudi Hulshof geändert. Der Mitarbeiter im südafrikanischen Welgevonden-Naturpark war gerade mit einer Gruppe Touristen im Park unterwegs und hielt Ausschau nach Löwen oder Leoparden. Plötzlich entdeckte er eine Gruppe von Impala-Antilopen, die alle gebannt in eine Richtung starrten. Der 34-Jährige war sich sicher, dass sich ganz in der Nähe Raubkatzen befanden, die ihre Beute verschlangen.

Er rannte wie von Sinnen

«Ich nahm mein Gewehr, liess die Gäste im Wagen und machte mich auf die Suche», sagte er gegenüber der britischen Zeitung «Daily Mail». Doch er fand weder Löwen noch Leoparden und wollte sich schon auf den Rückweg machen, als er die Schlange und ihren aussergewöhnlich grossen Leckerbissen erspähte. So schnell er konnte, rannte er zum Wagen, schnappte sich die Kamera und führte seine Gäste zu der Stelle.

Pythons erlegen ihre Beute mit Muskelkraft. Dazu schlingen sie ihren Körper blitzartig um den Leib des anvisierten Tiers und ersticken es. Danach verschlingen sie es vom Kopf her beginnend am Stück. Dieser Fressakt kann bis zu eineinhalb Stunden dauern. «Wir konnten das Tier etwa dreissig Minuten lang beobachten, bevor die Sonne unterging», erzählt Hulshof. «Danach gingen wir wieder zum Wagen. Wir waren völlig sprachlos.»

Alle Spuren waren verwischt

Am nächsten Morgen kehrte die Gruppe zurück zu der Stelle. Doch da war nichts mehr zu sehen – weder Schlange noch Beute. Und der Regen hatte in der Nacht alle Spuren verwischt, so dass sich die Gruppe auch nicht auf die Suche nach dem vollgefressenen Python machen konnte. Ob es die Schlange also tatsächlich geschafft hat, das Gnu-Kalb zu verschlingen, oder ob sie aufgeben musste und ein Leopard die Beute stibitzte, kann Hulshof nicht sagen.

Zurück bleiben die einmaligen Aufnahmen des 34-Jährigen (s. Diashow oben). Bilder, die beweisen, dass sich manche Pythons zu Grösserem berufen fühlen als bisher angenommen.


So gefährlich sind Pythons:


(Quelle: YouTube/Inzaja)

(kmo)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • E.B. am 10.12.2012 20:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hörner 

    Und was ist mit den Hörnern? Oder haben die Kälber keine?

    einklappen einklappen
  • von Wartburg H R. am 10.12.2012 21:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Afrikanische Python verschlingt Gnu-Kalb

    Geniale Aufnahmen. Was mir aber fehlt ist der Ausgang der Fressorgie, genau der sättigende Abschluss. Warum fehlen diese Bilder? Schaue ich die Fotos genau an, ist der Punkt des verschlungenen Gnus etwa immer derselbe. D. h. es ist kein Fortschritt im verschlingen sichtbar. Hat sich die Python etwa übernommen?

    einklappen einklappen
  • Broke82 am 12.12.2012 00:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gnu? Antilope?

    Was jetzt.. Wenn ich mich etwas in der Tierwelt umschaue, ist ein Gnu dunkelbraun bis schwarz, auch die Jungen.. Die Antilope hellbraun.. Also wenn ich es so sagen darf, sehe ich auch den Fotos eher ein Antilopenkalb als ein Gnu....

Die neusten Leser-Kommentare

  • Broke82 am 12.12.2012 00:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gnu? Antilope?

    Was jetzt.. Wenn ich mich etwas in der Tierwelt umschaue, ist ein Gnu dunkelbraun bis schwarz, auch die Jungen.. Die Antilope hellbraun.. Also wenn ich es so sagen darf, sehe ich auch den Fotos eher ein Antilopenkalb als ein Gnu....

  • von Wartburg H R. am 10.12.2012 21:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Afrikanische Python verschlingt Gnu-Kalb

    Geniale Aufnahmen. Was mir aber fehlt ist der Ausgang der Fressorgie, genau der sättigende Abschluss. Warum fehlen diese Bilder? Schaue ich die Fotos genau an, ist der Punkt des verschlungenen Gnus etwa immer derselbe. D. h. es ist kein Fortschritt im verschlingen sichtbar. Hat sich die Python etwa übernommen?

    • Chrigu am 11.12.2012 12:12 Report Diesen Beitrag melden

      Text fertig lesen

      Hallo Wartburg H. R., bitte lies doch den Text zu Ende, dann erübrigt sich auch Deine Frage.

    • H.j. am 11.12.2012 14:09 Report Diesen Beitrag melden

      Steht da

      Genau diese Frage wird ja im Bericht gestellt. Man weiss es nicht, steht da.

    • Debi Meier am 11.12.2012 14:25 Report Diesen Beitrag melden

      Hungriger Python

      Im Artikel steht, dass die Sonne untergegangen ist und die Besucher deshalb weitergingen. Sehr schade, dass man nicht mehr weiss. Liebe Grüsse

    einklappen einklappen
  • E.B. am 10.12.2012 20:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hörner 

    Und was ist mit den Hörnern? Oder haben die Kälber keine?

    • Paul Kuster am 11.12.2012 12:41 Report Diesen Beitrag melden

      Noch nie ein Kalb

      gesehen. Ach so!?! Bei uns hat's ja seit einiger Zeit nur Kühe ohne Hörner. Allerdings nicht freiwillig. Nein ein Kalb hat keine Hörner.

    • E.Hitz am 11.12.2012 16:50 Report Diesen Beitrag melden

      Hörner

      Seit wann haben Gnukälberhörner ?

    einklappen einklappen
  • Anonymous am 10.12.2012 19:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Amazing

    Es gab auch mal einen anderen Fall, als eine Schlange (weiss nicht genau was für eine Schlange ob Python etc.) ein Nilpferd verschlingt hat. Echt interessante Tiere!

    • Fridu Schmid am 11.12.2012 14:07 Report Diesen Beitrag melden

      Natürlich

      Ja und das nächste mal frisst die Schlange einen Elefanten. Hör auf solche Räubergeschichten zu erzählen!

    • Kurt Wirth am 11.12.2012 23:05 Report Diesen Beitrag melden

      Meine Kornnatter

      Meine kleine Kornnatter hat auch den Dackel meines Nachbarn gefressen. Wir merkten es erst, als wir die Hundemarke im Kot gefunden haben.

    einklappen einklappen
  • Daniel Hofer am 10.12.2012 19:32 Report Diesen Beitrag melden

    Gnu war zu gross

    Das junge Gnu war klar zu gross. Die Bilder beweisen nur, dass die Schlange versuchte die Antilope zu verschlingen. Hätte sie es fertiggebracht, wäre sie schlussendlich bewegungsunfähig gewesen - was sie zur leichten Beute machen würde. Es kommt öfters vor, dass Riesenschlangen versuchen, zu grosse Beute zu verschlucken.

    • Humor am 11.12.2012 14:06 Report Diesen Beitrag melden

      Gnu war zu gross.

      Das soll ja nicht nur bei Schlangen vorkommen, dass sie sich beim Fressen übernehmen.

    • Carlo Curdin am 11.12.2012 14:08 Report Diesen Beitrag melden

      Doch das schafft eine Riesenschlange

      @Daniel Hofer: Eine ausgewachsene Riesenschlange hat schon ein Krododil verschlungen -da ein Krododil auch keine Chance hat, wenn sie im Würgegriff der Schlange ist. Da ist ein kleines Gnu sehr wohl nicht zu gross um von der Schlange verschlungen zu werden.

    einklappen einklappen