Reptiliensterben

10. Dezember 2012 16:35; Akt: 10.12.2012 16:53 Print

Asteroid raffte nicht nur Dinos dahin

Beim Asteroiden-Einschlag, der vor 65 Millionen Jahren die Epoche der Dinosaurier beendet haben soll, musste offenbar auch der Grossteil der nordamerikanischen Reptilien daran glauben.

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Die Wissenschaft ist sich mehrheitlich einig, dass der Einschlag des Chicxulub-Asteroiden das Ende der Dinosaurier besiegelte. (Bild: PD)

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Die Weltkatastrophe am Ende der Kreidezeit war viel gravierender als bislang gedacht. Sie soll nicht nur die Dinosaurier, sondern auch die meisten Echsen- und Schlangenarten in Nordamerika vernichtet haben, berichten Forscher in den «Proceedings of the National Academy of Sciences» (PNAS).

Nach der gängigen Theorie beförderte der riesige Asteroid, der vor rund 65 Millionen Jahren auf der mexikanischen Yucatán-Halbinsel niederging, durch seinen Einschlag so viel Staub in die Atmosphäre, dass über Jahre kaum Sonnenlicht zur Erde drang. Die Folge war ein Massensterben.

«Bisher hatte man geglaubt, dass dieses Ereignis vor allem die Dinosaurier betraf», erläuterte Nicholas Longrich von der Yale Universität in New Haven (US-Bundesstaat Connecticut).

Verschiedene Schlangengruppen, Geckos, Skinke oder Schleichen hatten sich in der Kreidezeit gerade herausgebildet und in viele Arten aufgespalten. Der Paläontologe analysierte Fossilien aus Nordamerika und fand heraus: Auch diese Tiere hatten starke Verluste erlitten - 83 Prozent aller Reptilienarten verschwanden schlagartig.

«Schlangen und Echsen wurden extrem hart getroffen», schreibt der Forscher. Eine Chance zum Überleben hatten bei den Reptilien dem Bericht zufolge nur kleine, aber weit verbreitete Spezies.

(sda)