Rinder-Po macht Bauern froh

07. Juli 2016 09:45; Akt: 07.07.2016 11:23 Print

Augen auf Kuh-Hintern sollen Löwen abschrecken

Eine kuriose Methode soll in Afrika Viehherden vor Fressfeinden schützen: Die Kühe bekommen Augen auf den Po aufgemalt.

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Auf den Hintern aufgemalte Augenpaare könnten Rinder in Afrika vor Löwenattacken schützen. Das zumindest erhoffen sich Forscher nach einem ersten Test in Botswana.

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Anpirschende Löwen bekämen den Eindruck, sie seien bereits entdeckt und verzichteten auf einen Angriff – so die Theorie der Wissenschaftler um Neil Jordan von der New South Wales Universität in Sydney. Die Idee sei ihm bei der Beobachtung eines Löwen gekommen, der sich einer Impala-Antilope genähert habe, erklärte Jordan. Als diese den Löwen bemerkte, habe der Räuber von ihr abgelassen.

Scheinaugen retten Leben

Löwen pirschen sich – bevorzugt im Rudel – an ein Beutetier heran und starten ihren Angriff, wenn sie ihm unbemerkt möglichst nahe gekommen sind. Sie können zwar schnell rennen, wegen ihrer massigen Körper aber nur über kurze Strecken. Werden sie vom ausgewählten Beutetier früh entdeckt, verzichten Löwen eher auf die dann weniger aussichtsreiche Attacke.

Die Forscher stempelten in einem ersten Versuch Augenkonturen auf die Hinterteile von etwa zwei Dritteln der 62 Tiere einer Rinderherde. Nach zehn Wochen waren drei der naturbelassenen Rinder von Löwen getötet worden – alle Tiere mit Augenpaar auf dem Po überlebten.

Kostengünstige Strategie

Die Wissenschaftler wollen nun für weitere Tests erneut nach Botswana reisen. Sollte der Trick funktionieren, wären die Augenflecken eine kostengünstige Strategie gegen Löwenangriffe, denen bisher viele Rinder zum Opfer gefallen sind.

In der Natur bieten vermeintliche Augenpaare etlichen Arten Schutz vor Angreifern: Augenähnliche Muster auf Schmetterlingsflügeln lassen Vögel entsetzt abdrehen. Auch auf die grossen Augenflecken mancher Raupen fallen Fressfeinde reihenweise herein. Bewährt haben sich Schein-Augen auch schon beim Menschen: In Indien tragen Waldarbeiter Masken mit Gesichtern auf dem Hinterkopf, um Tiger abzuschrecken.

(fee/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Unwichtig Unwichtiger am 07.07.2016 10:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Änliche idee

    Ein löwe greift nie von vorne an, eine änliche idee hatte wir in der steinzeit schon, man malte sich ein zweites gesicht am hinterkopf.

  • MrScruffy am 07.07.2016 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alter Hut

    So neu ist die Idee auch wieder nicht. Einige der dort ansässige Bewohner tragen schon sehr sehr lange Masken auf dem Hinterkopf, um anschleichende Raubtiere zu irritieren.

  • Patrick N. am 07.07.2016 18:24 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Idee

    Ein Rinderhintern macht mich auch glücklich wie die Bauern.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jimmy am 08.07.2016 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht gut!

    Lasst die Tiere in der Wildnis ohne Einfluss von Menschen leben

  • MrScruffy am 07.07.2016 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alter Hut

    So neu ist die Idee auch wieder nicht. Einige der dort ansässige Bewohner tragen schon sehr sehr lange Masken auf dem Hinterkopf, um anschleichende Raubtiere zu irritieren.

  • Patrick N. am 07.07.2016 18:24 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Idee

    Ein Rinderhintern macht mich auch glücklich wie die Bauern.

    • Anonymus am 07.07.2016 18:32 Report Diesen Beitrag melden

      @Patrick N.

      Hast Du deinen Rinderhintern nicht dabei in der Business Class?

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  • Andreas Bannwart am 07.07.2016 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    Von wegen Kinderkram

    Bereits im Kinderbuch Babar waren aufgemalte Augen auf Elefantenhintern das Erfolgsrezept, um die Bösewichte in die Flucht zu schlagen. Umso cooler, wenn's tatsächlich taugt ;).

  • Unwichtig Unwichtiger am 07.07.2016 10:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Änliche idee

    Ein löwe greift nie von vorne an, eine änliche idee hatte wir in der steinzeit schon, man malte sich ein zweites gesicht am hinterkopf.