«Spektakulär»

26. April 2018 20:33; Akt: 27.04.2018 11:05 Print

Berner Kamera liefert erste farbige Bilder vom Mars

Die ExoMars-Sonde hat erste Farbbilder vom Mars geschickt. Darauf zu sehen: Ein Krater voller Eis. Die Kameratechnik kommt aus Bern.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die ExoMars-Sonde, eine Mission der Europäischen Weltraumagentur ESA und der russischen Weltraumorganisation Roskomos hat farbige Bilder vom Planet Mars geliefert. Die Kamera, die die Bilder liefert, kommt aus Bern.

Die Universität Bern leitete das internationale Team, das das Colour and Stereo Surface Imaging System (CaSSIS) entwickelte. Nach Angaben der Universität Bern ist sie damit bereit für ihre Hauptmission, die am kommenden Samstag beginnen soll.

«Spektakulär»

Die ersten Bilder der Kamera sind laut der Mitteilung der Universität Bern vom Donnerstag spektakulär: Die Aufnahme mit Auflösung von knapp über fünf Metern zeigt einen Ausschnitt vom Rand eines mit Eis gefüllten Kraters namens Korolev. Dieser befindet sich am hohen Breitengrad der nördlichen Halbkugel des Mars.

«Wir sehen einen etwa 10 Kilometer breiten Abschnitt des Kraterrands», sagt Nicolas Thomas, Professor für Experimentalphysik und Leiter des CaSSIS-Forscherteams. «Wir glauben zudem, dass wir neben dem Eis auch Wolken sehen können». Wäre dies der Fall, würde die Zuggeschwindigkeit der Wolken erstmals Aussagen über die Windstärke zulassen, so der Forschungsleiter vom Center for Space and Habitability (CSH) der Universität Bern.

Wichtiger Beitrag zur Erforschung des Mars

Das Foto übertrifft laut der Mitteilung die bisher schärfsten Aufnahmen vom Mars, die unter anderen vom Hubble-Teleskop stammen. In der Zukunft wollen die Forschenden eine Auflösung von unter fünf Metern erreichen.

«Wir waren sehr erfreut zu sehen, wie gut dieses Bild bei den herrschenden Lichtverhältnissen war», sagt CaSSIS-Projektmitarbeiter Antoine Pommerol. CaSSIS könne einen wichtigen Beitrag zur Erforschung des Kohlendioxid- und Wasserkreislaufs des Mars leisten.

Drei Aufnahmen zusammengesetzt

Aufgenommen hat die Kamera das Bild am 15. April. Die Farbansicht besteht aus drei fast zeitgleich gemachten und anschliessend zusammengesetzten Aufnahmen. Diesen Prozess wollen die Forschenden vollständig automatisieren, um Interessierten Daten rasch zur Verfügung stellen zu können.

CaSSIS soll Daten, die ExoMars und andere Mars-Orbiter sammeln, vervollständigen und neue Erkenntnisse über die Oberfläche des Mars liefern. Die Forschenden interessiert das Geschehen auf der Mars-Oberfläche, ob während eines Tages oder eines Jahres.

Neue Softwareversion an Sonde geschickt

Der Mars sei dynamischer als bisher gedacht, hiess es dazu. Besonders interessieren sich die Forschenden für Spuren von flüssigem Wasser, die im Mars-Frühling regelmässig erscheinen und im Winter wieder verschwinden.

Zunächst beschäftigten Probleme mit der Software die Forschenden. Das Berner Team musste deshalb zu Beginn der Testphase eine komplett neue Softwareversion auf das 100 Millionen Kilometer entfernte Gerät übertragen. Das Instrument sei nun aber wieder betriebsbereit, sagt CaSSIS-Projektleiter Nicolas Thomas vom CSH.

(bus)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rainmaker6 am 26.04.2018 20:42 Report Diesen Beitrag melden

    Faszinierend...

    Das wird erst der Anfang sein... ;-)

    einklappen einklappen
  • Mark Wattney am 26.04.2018 20:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dr.

    Also wenn das ja Eis ist,... warum wird dann noch wie verrückt auf dem Mars nach Wasser gesucht?

    einklappen einklappen
  • FHM am 26.04.2018 20:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ...

    Wow! Sieht schon cool aus.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • heidi meier am 27.04.2018 23:26 Report Diesen Beitrag melden

    wooow

    Der, der den Planeten erschuff, muss doch perfekt sein. wahres Künstler.

  • Manta am 27.04.2018 21:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Künstlerfotos...

    ....und alle sind froh und wollen dort hin...

  • Berner am 27.04.2018 19:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was bringt das für unser Leben auf der Erde?

    Menschen verhungern und sterben weil sie keine Gesundheitsversorgung haben. Und andere gehen Mars fotografieren? Ich bin schockiert.

    • Silvio Porrini am 27.04.2018 19:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Berner

      Kriege , dumme Menschen , Egoistische Machthaber, kosten weit mehr als die Weltraum Programme. Die meissten an Hunger leidendenden Menschen sind Despotischen Machtaher ausgeliefert und nicht den Astronomen...

    einklappen einklappen
  • Thomas am 27.04.2018 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    @JasonTheMason33

    Soll ich den "konstrukt space Zweifel" mal etwas zum wackeln bringen? Schau dir doch mal den 24/7 ISS Live FEED an (via Youtube ersichtlich). Dazu kannst du noch die offizielle NASA Seite bennutzen um zu sehen wo die ISS gerade ist. Wenn die ISS gemäss Standortanzeige über die Schweiz fliegt schau mal nach oben zum Himmel und staune über den schnellen weissen Punkt der sich über den Himmel bewegt. Im Stream kannst du dir parallel dazu ansehen wie die Schweiz von oben aussieht. Viel Spass ;)

    • JasonTheMason33 am 27.04.2018 16:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Thomas

      wiso gibt es keine aufnahme wo zusehen ist, wie ein astronaut sein raumanzug anzieht, in die schleuse geht und die iss für ein space walk verlässt? es gibt nicht mal eine gschnittene version, geschweigen denn eine ungeschnittene. p.s. der 24/7 stream ist maximal für 15minuten am stück live bevor die iss den kontakt verliert über dem indischen ozean ;) es gibt was, was da oben rumfliegt aber es sind keine astronauten drin welche mit 11facher pistolen kugel geschwindigkeit quasi im freifall um die erdkugel sausen in ca 400km höhe und dabei stets zuoberst sind auf der kugel, weil gravity.. no no

    • Roket man am 27.04.2018 17:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Jason

      Ich schlage vor, sie laufen einfach mal in eine Richtung los. Irgendwann merken Sie, dass Sie wieder am selben Punkt auf der Erde angekommen sind. Hoffentlich mit ein paar Erfahrungen mehr! Wenn Sie dann akzeptiert haben, dass die Erde rund ist, fragen Sie sich auch, wo die Kugel endet, und was dann da so ist. Vielleicht kaufen Sie sich ein Teleskop und schauen einfach in der Nacht mal selber zum Mars oder zum Jupiter mit seinen Monden. Wenn Sie dann immer noch eher einer Verschwörungstheorie glauben wollen (weil es cool ist), als ihren eigenen Augen, dann soll es so sein.

    • JasonTheMason33 am 27.04.2018 17:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Thomas

      wen am ende einer gleichung die zahlen nicht aufgehen, darf man nicht mit dunkler materie, schwarzen löchern und stringtheorien auftauchen bis die zahlen wider stimmen. das ist keine methode um wissenschaftlich korrekt zu bleiben. es ist eine mathematisch unterstüzte philosophie weit ab der realität.

    • JasonTheMason33 am 27.04.2018 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Roket man

      raten sie mal, dass funktioniert auch auf einer flachen oberfläche mit dem nordpol in der mitte und der antarktis als kruste der pizza.. die sonne für den tag und der mond für die nacht welche für uns jeweils gleich gross observierbar sind drehen ihre kreise über der pizza wie im yin yang symbol, dem ältesten uns bekannten symbol. der einzige ort mit leben ist die erde, fussboden des universums und nur weil wir runde lichter am nachthimmel haben bedeutet das nicht, dass wir auf einer kugel leben. es werden laser tests über immer grössere distanzen gemacht welche die flache erde beweisen.

    • Pete am 27.04.2018 17:52 Report Diesen Beitrag melden

      @JasonTheMason33

      Nur dass weder die Beobachtung der Sterne noch die Beobachtung von Sonne oder Mond mit diesem albernen Modell vereinbar sind. Zugegeben, die Flat-Earther haben für jede Observation eine valide Gegenhypothese. Diese Gegenhypothese funktioniert aber jeweils nur genau für diese eine Observation, und widerspricht sämtlichen anderen Gegenhypothesen zu sämtlichen anderen Observationen. Daraus lässt sich kein funktionierendes Modell erstellen. Es gibt nur ein einziges uns bekanntes Modell, welches sämtliche Observationen gleichzeitig unwidersprüchlich erklärt.

    • Pete am 27.04.2018 18:11 Report Diesen Beitrag melden

      @JasonTheMason33

      Zu den Lasertests: Die 4 Kilometer langen Arme von LIGO, dem Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory, müssen die Erdkrümmung ausgleichen, weil ein Laser absolut gerade hindurchgeschossen wird. Schon die blosse Konstruktion von LIGO widerlegt die Flat-Earth, ganz zu schweigen von den Forschungsergebnissen die dort gewonnen wurden und werden.

    • JasonTheMason33 am 27.04.2018 18:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pete

      zugegeben, was die astronomie betrifft gibt es kein modell was die lichter so gut erklärt wie heliocentrissmus, wenn man davon ausgeht dass wir auf einer kugel sind und die sonne das ist, was wir auf grund der theorie denken. nur hapert es mit erdkrümmung. die fecore ist dabei laser test rekorde aufzustellen welche die 4km von ligo bei weitem übertreffen werden. jetzt schon sind wissenschaftliche papire in arbeit für tests über 17km ohne krümmung.

    • Pete am 27.04.2018 19:34 Report Diesen Beitrag melden

      @JasonTheMason33

      Die Flat-Earth-Laserexperimente, die mir bekannt sind, wurden alle über Wasser durchgeführt. Dabei kriegt man es mit Refraktion zu tun, welche das Ergebnis verfälscht. Selbiges beim Bedford Level Experiment. Ich kann nur folgern dass den Flat-Earth-Forschern diese Tatsache entweder nicht bewusst ist, oder dass sie es gezielt darauf anlegen um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Wenn man mögliche Störfaktoren nicht ausschliesst und systematische Messfehler nicht korrigiert sind die 4km von LIGO in einem verdunkelten, evakuierten tunnel allemal aussagekräftiger als 20km über einem Gewässer.

    • JasonTheMason33 am 27.04.2018 21:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Pete

      das problem ist doch, dass die kugel erde experimente hervorbringen sollte wie jenes von stephen hawking wo er die erdkrümmung mit einem helikopter am see demonstriert und dem laser experiment mit dem boot. das problem da ist aber das kein fe laser experiment das selbe resultat wie jenes von hawking hervorbrachte. im gegenteil, sie zeigten, dass der laser flach über wasser und auf einer zu erwartenden höhe ankam. wäre also ein erneuter zufall, wenn die refraktion auf einer kugel eine flache erde simuliert aber zufälle passen ja bestens zum heliocentrischen weltbild.

    einklappen einklappen
  • Marsianer am 27.04.2018 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    Scientology

    die mars gläubiger kommen voll auf ihre kosten.. ohhh, ahh, wow, cool... ich sehe nur schlechte Fotos. Also Aluhüte auf und schön vom tiefen weiten Weltall träumen..

    • Grünes Manzgoggeli am 27.04.2018 13:04 Report Diesen Beitrag melden

      Mars Gläubiger vs. Mars Gläubige

      Ein Gläubiger ist jemand der Geld geliehen hat. Von dem her ist ihr deutsch ohhh, ahh, wow, uncool... ich sehe nur schlechtes Deutsch. Ausser natürlich es gäbe jemanden auf dem Mars, der Geld geliehen hat. Das wäre dann ein Mars Gläubiger. Usw. usf. Also Studentenhut auf und schön weiter lernen.

    einklappen einklappen