Gegen Zersiedelung

23. November 2012 12:08; Akt: 23.11.2012 12:56 Print

Boden-Datenbank soll fruchtbares Land retten

von Claudia Hoffmann - Aus Kultur- wird in der Schweiz nach wie vor oft Bauland. Eine nationale Boden-Datenbank soll helfen, diesem Trend entgegenzuwirken und besonders wertvolle Böden zu bewahren.

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Der Boden gerät immer mehr unter Druck. (Bild: G. Brändle, Agroscope)

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Die Schweiz wird immer mehr zubetoniert: Jeden Tag verschwindet eine freie Fläche von der Grösse von elf Fussballfeldern. «Die Konflikte um die Bodennutzung verschärfen sich», sagt Fabio Wegmann vom Bundesamt für Umwelt (Bafu). Denn Gebäude oder Parkplätze entstehen oft auf gutem Ackerland – und zerstören es dadurch, sogar über die Dauer der Bebauung hinaus. Denn: «Es dauert Jahrhunderte, bis sich der Boden so weit erholt hat, dass man dort wieder etwas anbauen kann», so Fabio Wegmann. Deswegen sollten die fruchtbarsten Böden bewahrt werden.

Doch an Informationen, wo sich diese befinden, mangelt es bisher. Deshalb ist das Bafu nun zusammen mit Kantonen und weiteren Partnern dabei, eine nationale Boden-Datenbank zu schaffen. Diese soll unter anderem Informationen über Bodenqualität, Schadstoffbelastung und Nährstoffgehalt an verschiedensten Standorten in der Schweiz enthalten. Aus den Daten lässt sich ableiten, welche Flächen am besten für den Ackerbau geeignet sind – und deshalb kein Bauland werden sollten.