Auf leisen Schwingen

03. Februar 2012 14:24; Akt: 03.02.2012 14:25 Print

China lässt die Jäger fliegenChina lässt die Jäger fliegen

Jagd als Kulturgut: Jedes Jahr trainieren die Bewohner von Jiagou ihre Vögel, um im Winter mit ihnen auf Beizjagd zu gehen. Die Tradition reicht über 500 Jahre zurück.

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Jeweils im ersten Monat des neuen Mondjahres versammeln sich die Beizjäger von Jiagou. Die Bewohner, des in der Provinz Jilin liegenden Dorfes, bilden eine der letzten lebenden Stämme, die Raubvögel abrichten. Seit Jahrhunderten ist der altertümliche Brauch Teil der chinesischen Kultur. Die Falkner nehmen sich jedes Jahr zwei Monate Zeit, um ihre persönlichen Tiere zu trainieren Im Winter werden sie dann mit auf die Jagd genommen.

Hungern für den Beutetrieb

In Jiagou werden die Jagdtiere in mehreren Stufen trainiert. Die Falkner halten die Raubvögel mehrere Tage vor dem eigentlichen Training eng bei sich. Während dieser Zeit lässt man sie zudem hungrig, um den Beutetrieb und die Rückkehrmotivation zu erhöhen.

Tradition seit 500 Jahren

Chinesischen Medien zufolge waren die meisten Bewohner Jiagous Beizjäger während der Qing Dynastie (1644-1911). «Einen alten Volksbrauch zu wahren ist wichtig, um das Kulturerbe zu erhalten», erklärt Cao Baoming, Vizepräsident der Gesellschaft für chinesische Volkskultur. Jagen mit Vögeln war während Jahrhunderten ein verbreiteter Sport in den Steppen Zentral-Asiens.

(pru/dapd)

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  • Antonietta/Tumminello am 06.02.2012 12:40 Report Diesen Beitrag melden

    gegen die Jagd !!!

    - Die Jagd schadet dem Gleichgewicht der Natur - Durch die Jagd steigt die Überpopulation der Wildscheine & andere Waldtiere immer weiter: - Familienverbände werden auseinandergerissen, worauf die Wildschweine mit vermehrter Fortpflanzung reagieren - Durch das Ausstreuen von Futter werden die Waldtiere angeregt sich noch mehr zu vermehren - Die Bejagung des Fuchses führt zur Flucht und damit zur Ausbreitung von Tollwut - Alle wesentlichen von der Jägerschaft genannten Gründe für die Jagd sind heute wissenschaftlich widerlegt -

  • Anni am 06.02.2012 11:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht missverstehen!

    "Während dieser Zeit lässt man sie zudem hungrig, um den Beutetrieb und die Rückkehrmotivation zu erhöhen." Finde ich ziemlich schlecht ausgedrückt. Man nimmt den Vogel in Kondition und lässt ihn nicht wirklich hungern. Diese Unklarheit führt immer wieder zu grossen Diskusionen. Ich arbeite selbst mit diesen wunderschönen Tieren zusammen und werde immer wieder mit solchen Unklarheiten konfrontiert. An sich ist es jedoch sehr schön, etwas über die Kunst der Falkerei und die Beizjagd zu lesen, nur wird es sehr oft völlig missverstanden....