Sensationeller Tierfund

18. April 2017 14:15; Akt: 18.04.2017 14:38 Print

Da ist ein Wurm drin

Jahrhundertelang wurde über seine Existenz nur gerätselt, jetzt ist sein schauriges Antlitz das erste Mal gesichtet worden – Vorhang auf für den bizarren Riesen-Schiffswurm.

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Eine tierische Neuentdeckung respektive Erstsichtung sorgt in der Fachwelt für Furore: Kuphus polythalamia, seines Zeichens Riesen-Schiffswurm und scheuer Schlammbewohner philippinischer Gewässer, konnte jetzt – mehrere hundert Jahre nach seiner ersten dokumentierten Erwähnung – endlich lebend von einem internationalen Forscherteam beobachtet werden.

«Mysteriöses Weichtier»: Forscher untersuchen erstmals einen Riesen-Schiffswurm. (Video: Marvin Altamia)

Bei Normalbürgern sorgt der bis zu anderthalb Meter lange Mollusk allerdings eher für entsetzte Blicke, wirkt die bizarre, grau bis pink changierende und fleischige Kreatur doch eher wie einem Horrorfilm entsprungen. Was diesen Meeresbewohner so besonders macht, darüber berichtet das renommierte Journal «Proceedings of the National Academy of Sciences» (PNAS).

Biologe und Co-Autor Dan Distel ist ganz begeistert über den Sensationsfund: «Wir wussten bisher nur, dass sie existieren und haben es mit einem sehr geheimnisvollen Organismus zu tun.»

Aufenthaltsort: Streng geheim

Der mysteriöse Wurm, der laut seinen Entdeckern biologisch allerdings mehr mit einer Muschel gemein hat, macht es sich gern in einer selbstgebauten, langen Kalkröhre gemütlich. Er lebt bevorzugt in flachen Meeres-Lagunen voller verrottendem Holz. Dass es dort – für menschliche Nasen eher unschön – nach faulen Eiern riecht, stört Kuphus polythalamia überhaupt nicht, ernährt er sich doch ausschliesslich von in diesen Gewässern heimischen Schwefelwasserstoff-Bakterien.

Auf die Schliche kamen die Forscher dem Tier dank eines philippinischen TV-Berichts über eine Lagune in der Region. Zwar waren Hüllen des Schiffswurms bereits vor Jahrhunderten entdeckt worden, doch einen ihrer Bewohner hatte nie ein Wissenschaftler zu Gesicht bekommen. Den Fundort des Tieres halten die Forscher streng geheim – aus Angst, der seltene Wurm könnte von angelockten Muschel-Sammlern aufgeschreckt werden.

(jdr)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nichtwurmfan am 18.04.2017 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    Ekelpaket

    Ich würde ja gerne den Fundort des Wurmes wissen - damit ich weiss wo ich sicher nicht baden gehe!

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  • Jakob am 18.04.2017 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Streng geheim und äusserst selten.

    Und was macht ihr? Erst einmal so ein Wurm aufschneiden. Bravo.

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  • RamonMehr71 am 18.04.2017 13:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Essen

    Würde mich nicht wundern, wenn es plötzlich als seltene asiatische Spezialität in dieser Region auf dem Teller landet. Aber cool, das wir jetzt wieder mal ne neue Tierart haben, vorallem weil so viele Tierarten von der Bildfläche verschwunden sind.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • old owl am 19.04.2017 01:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wahre Schande

    typisch Mensch und pseudo Wissenschafter. Endlich mal ein Exemplar dieses Molluskes gefunden, was tut man ? Aufschneiden! statt zurück zur Natur.

    • Grumbled0re am 19.04.2017 10:41 Report Diesen Beitrag melden

      echt, schändlich!

      immer diese "wissenschafter"... die sollen einfach warten bis bei wikipedia steht wie die anatomie aussieht. sollen die ihr wissen anders schaffen, echt mal!

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  • Mike Meier am 18.04.2017 22:45 Report Diesen Beitrag melden

    Fäkalienverputzer

    Der Wurm ernährt sich von Schwefelstofffbakterien. Wo gibt's diese vor allem? In Fäkalien. Die landen in den Philippinen grossmehrheitlich in Bächen oder im Meer.Fundort also vermutlich in Abwässern..

  • Hr. Würmli am 18.04.2017 22:25 Report Diesen Beitrag melden

    Eines ist sicher:

    An meinen Wurm lasse ich garantiert keinen mit Messer ran.

    • Mr. Anaconda am 18.04.2017 22:36 Report Diesen Beitrag melden

      Will auch keiner...

      Ihr Wurm ist ja auch nicht selten. Da gibts noch ca. 3.7 Milliarden mehr von ;).

    • Hr. Würmli am 18.04.2017 22:50 Report Diesen Beitrag melden

      @Mr. Anaconda

      Glaubt keiner, denn meiner ist feiner und kleiner als deiner.

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  • MrLee am 18.04.2017 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mord

    Das ist Mord! Man sollte solche widerlichen Menschen einsperren. Tiere zu Forschungszwecken aufschneiden geht i.O. ... sollen sie das mal an Menschen machen, aber dann wären es keine Forscher mehr sondern Psychos.

    • Mario M. am 18.04.2017 22:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @MrLee

      Ach jetzt hör doch auf mit diesem übertriebenen Tierschutz und gleich jedes Lebewesen mit den Menschen gleichzusetzen. Ich mag Tiere und ich liebe meine Haustiere und fast alle Säugetiere. Aber jedes Lebewesen dann gleich derart zu beschützen als würdest du nie eine Mücke zerschlagen die dich sticht, nie eine Ameise zertretten wenn du spazieren gehsr und nie einen Wurm töten wenn du z.Bsp. ein Bäumchen pflanzt oder im Garten arbeitest etc. Es geht hier um einen Wurm, mit ziemlicher Sicherheit hat dieser nicht mal ein Bewusstsein. Das kannst du nicht mit einem Vogel oder einem Hund vergleichen

    • Major Grubert am 18.04.2017 22:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @MrLee

      Das mit den menschen ist leider alles schon passiert in der nazizeit

    • derBandwurm am 18.04.2017 22:33 Report Diesen Beitrag melden

      es geht auch ohne mord

      was glaubst du wurde und wird in der forschung andauernd gemacht und woher wir unser wissen über die anatomie des menschen haben? sicher nicht durch blosses anschauen von aussen...

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  • CptMcROFLcopter am 18.04.2017 21:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sympathisch

    Ich mag das Kerlchen irgendwie. Sympathischer Zeitgenosse, weiter so!

    • Peter von Schwarz am 18.04.2017 23:43 Report Diesen Beitrag melden

      Genau.

      Hat was mit USA zu tun. Der Wurm ist wohl ein Präsi.

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